Kritischer Objetivismus

2018-09-14 § Hinterlasse einen Kommentar

In mitten einer objektiven Darstellung eines beliebigen Gegenstandes liegt sowohl das für sich begrenzende Moment eines durchgesetzten (legitimierten) Nominatives und dem rein sinnlichen Deskriptiv welches das Subjektive der Darstellung konsensuell  zu eliminieren versucht. Nichts liegt mir ferner als an dem Objektiven zu zweifeln, dennoch möchte ich den Objektivismus kritisch in die Petrischale des Denkens legen um zu sehen, wie sich die einzelnen Elemente mit seinen Attributen und Eigenschaften einem kognitiven Stresstest widersetzen. Einige Prämissen müssen vorweg geklärt werden! Die Dialektik von „Alles ist relativ“ und das Erkenntnisspektrum, dass „ich weiß, dass ich nichts weiß“.  Das ich mich wieder einmal an Grundlagenforschungsbereichen der Philosophie labe, will nur zum Ausdruck bringen wie hungrig mein Geist ist – und wie gerne ich bereit bin, alle bisher gewonnenen Erkenntnisse der allgemeinen Erkenntniskritik in eine Arena des Streites zu schicken um am Schluss das stärkste Erkenntniselement einer tiefsitzenden Prüfung zu unterwerfen. Nun ist die Schwierigkeit ein Argument als stark oder schwach zu konnotieren hinlänglich bekannt. Ich will das Argument als Basis für Erkenntnis heranziehen (in einer spekulativen Form der Philosophie wie ich sie betreibe sollte diese Prämisse standhalten). Des weiteren will ich die Erkenntnis als das Veränderbare ansehen, sodass jegliche Erkenntnis im Grunde kein Gesetz, kein Theorem, kein Philosophem – nicht nicht einmal eine These (in schwacher oder harter) ist. Sie ist im Wesen eine Zwischenspeicherung der kognitiven Arbeit und verleitet so in Folge zu voreiligen Aussagen, die weder Gehalt noch Permanenz besitzen. Die Erkenntnis bewegt sich immer im Besonderen und nie im Allgemeinen – und wollen wir davon ausgehen, dass das erst Allgemeine Wahrheit ist und das Besondere niemals Wahrheit sein kann – so sehen wir die Veränderbarkeit der Erkenntnis unterworfen durch Mode, Stil und Zeitgeist herumgewirbelt wie ein kleines Fischerboot auf den stürmischen Wogen der Weltmeere. Exemplarisch (und damit bebildere ich wieder nur ein Besonderes) müssen wir uns das Sokratische Prinzip des „Ich weiß, dass ich nichts weiß“ dem Objektivismus unterordnen um so der Erkenntnisproblematik ein Gesicht zu verleihen. Natürlich wusste Sokrates, dass er etwas (wenn nicht sogar ganz schön viel) wusste. Er war doch nicht irgend ein Penner der sich wichtig aufspielen wollte – in dem er durch seine Hebammen-Kunst seine Mitmenschen in Verlegenheit bringen wollte. Auch kein Sophist des alten Griechenlands, der schamlos seinen Schülern beibringen musste, dass sowohl im Guten etwas Falsches und im Schlechten etwas Gutes steckt – man möchte und wollte damals einfach die Erkenntnis als die Ratio-Ultimo verkaufen und konnte auch so durch reine Argumentation zum gewünschten sophistischen Ergebnis gelangen. Für den edlen Geist des „Wende-Philosophen“ Sokrates definitiv akademischer Humbug. Effekthascherei. Heute würden wir einen Versuch das Wahre als Falsch darzustellen definitiv genauso verurteilen wie jeder Versuch im Falschen das Wahre zu suchen und mit Argumenten zu finden. Die Frage in diesem Zusammenhang was nun Wahr und was nun Falsch ist, ist ein Thema für einen anderen Blog-Beitrag – hier geht es nicht darum, sondern (spekulativ) um die Tatsache, das man das, was man als das Wahre gefunden hat, als Falsch darstellt – frevelhaft, abartig und abnormal einzustufen sein sollte. Diese Aussagen sind nicht dogmatisch sondern beziehen sich ausschließlich auf das absolute Wahre. Genug davon. Dieser Sokrates, war hochgradig gebildet. Er kannte die Philosophien der Ahnen und seiner Vordenker. Neben seiner hochgradigen Bildung war er auch ein talentierter Stein- und Bildhauer. Und weil er für seine Unterrichtstätigkeit sowohl kein Geld (Obolus) als auch die Todesstrafe (Verführung der Jugend) in Kauf nahm, war er für mich (während meines Studiums) der erste echte Lehrer – der für seine pädagogischen Ideale starb. Leider, und so sehen wir an mir das Erkenntnisproblem, musste Sokrates nicht wegen Verführung der Jugend bzw. Gotteslästerung sterben, sondern einzig und allein wegen einem juristischen Detail des antiken Athens. Er wurde, wie jeder Verurteilte, nach der Art der Bestrafung befragt. Verbannung oder eine Geldstrafe? Doch da er sich für keine der beiden Bestrafungen entschieden hat, wurde ihm der Schierlingsbecher serviert – die Todesstrafe. Das Paradoxon ist der Rechtsphilosophie zuzuweisen. Schließlich war er es, der die unbedingte Befolgung der Gesetze propagierte aber dennoch keine von den zwei äußert geringen Bestrafungen einer Entscheidung näher bringen wollte – es wäre für ihn ein Schuldeingeständnis gewesen. Aber darüber zu diskutieren soll den jungen Jusstudent|innen auferlegt werden – wenn sie über die Philosophie der Gerechtigkeit räsonieren (müssen). Im Grunde ist es eine einfache Prämisse die dem sokratischen Prinzip auferlegt wird. Ich – das ist jeder. Einfacher ausgedrückt: „Man klingelt bei jemanden – über die Gegensprechanlage hört man: „Wer ist da?“ – man antwortet „Ich“ und bekommt als Antwort: „Ich ist Jeder“. Das setzen wir einfach ins sokratische Prinzip ein, und erhalten: „Jeder weiß, das jeder nichts weiß“. So wird aus der Erkenntnis ein argumentatives Faktum, das wiederum (und leider) sophistisch Eingesetzt werden kann. Denn wenn ich weiß, das mein Gegenüber ebenfalls weiß, das ich nichts weiß – so ist es kein Statement gegen meine Unwissenheit sondern ein Impuls gegen die Einstellung zu glauben, das mein Nächster (und das ist mein Gesprächspartner) wohl kaum Kenntnis glaubt über jenes was ich zu wissen glaube. Aber darum geht es, wir und ich (und wenn der Philosoph unter meinen Lesern das Ich tatsächlich dekonstruiert hat) ein wechselseitiges Erkenntismoment einstellt. Damit stellt sich erst das Wechselseitige aus dem Vorstellungsbereich eines unwissenden im vergleich zum wissenden Absoluten dar. Das absolut Wissende ist nicht Wahrheit – außer es ist Allgemein und nicht Besonders. Besitzt nun das Wissen den Status als Allgemeinen, so kann es explanatives Wissen werden um so als Argument in den Wahrnehmungsprozess der Erkenntnis aufgenommen zu werden. Bislang deduziert es aber nur. Deshalb müssen wir uns das „alles ist Relativ“ einer Bedingtheit des ontologischen Realismus anbiedern um aus einer rein dem Solipsismus-Theoretischen ebenen selbiges als Unwahr einzustufen. Aber das wollen wir nicht. Um nun selbiges deiner Dialektik zuzuführen – haben wir zweierlei Negationen zu Auswahl. Die Negation „alles ist absolut“ führt uns zu einem äußerst interessanten Punkt kognitiver Bemühungen. Details später. Die Doppelnegation: „nicht ist absolut“ hat schon wieder diesen sophistischen Charakter – will aber tendenziell im logischen Denken seinen Einzug finden. Will nun dem Syllogismus aus dem einen oder dem anderen zu einer Wahrheit führen, so müssen wir in erster Line das Eine mit dem Anderen in Relation setzen (ohne damit dem Relativismus Spielfeld zu geben). Warum? Nicht der Relativismus ist das Problem – genauso wie der Postulat des Objektivismus es sein kann. Wieso soll auch nicht sowohl relative Wahrheit als auch objektive Wahrheit das Quint-Essenz sein? Mein Versuch das relative dem objektiven entgegenzusetzen ist nur ein schwacher Versuch, eine dialektische Negation für das Eine und das Andere zu finden. Die Negation als Methode ist ja auch nicht das Non-Plus-Ultra. Den in ihrer ist „alles relativ“ in seiner Negation „nicht ist relativ“ oder „nichts ist absolut“ – ich hoffe der Leser versteht nun die Problematik. Sehen wir nun, im Nichts das Relative, so ist es unmerklich schwer, einen Syllogismus (Schluss) zu finden – der sowohl dem Relativen die selben Berechtigungen zuschreibt wie einem der Negation absolut gesetzten Wahrheits-Argumentativ näher bringt. Die Schwierigkeit ein Absolutes zu denken, wird eben in einer antiken Philosophie zu einer Leichtigkeit transformiert. Schon wenn wir uns auf die Philosophien eine Epikur oder genauer eines Pythagoras (ich war nur kurz abgelenkt vom Hedonismus des Epikur [in abgeschwächter Form] so sehe ich definitiv keinen Einspruch im Versuch glücklich zu werden, so wie ich keinen Einspruch in dem Philosophem des Nous finden kann). Das eine soll das andere nicht bedingen. Die pythagoreische Philosophie kann und will ich nicht auf irgend ein a Quadart zu irgend einem b Quadrat reduzieren – in ihr beheimatet sich ein Theorem, welches bislang unverfälscht ist. Auch wenn wir Pythagoras als eine Definitor zwischen der Einheit (dem Nous) und der Vielheit (von 2 – 10) denken müssen, erscheint uns doch jenes Bildnis als langfristiges Axiom in all unseren Überlegungen wieder. Die Einfachheit der Erkenntnis ist das Moment des restriktiven Denkens. So soll sowohl der Objektivismus durch eine grundlegende Idee weiter gedacht werden –> Es gibt nur eine Gesundheit, aber viele Krankheiten. Es gibt nur eine Ruhe aber viele Bewegungen. Damit hätten wir eine rudimentäre Ausgangslage geschaffen um Bezugspunkte um ein antithetisches Kalkül zu setzen, die sowohl das Absolute als auch die Unmöglichkeit im Besonderen die Wahrheit zu finden, eingrenzt. Selbst wenn das Besondere vom Allgemeinen abgeleitet wurde, ohne dem Allgemeinen ein weiteres Attribut zu verleihen und so dem Besonderen im Hinblick des absoluten Allgemeinen eine Äquivalenz als Schluss darlegt, ist es ebenso als absolutes Besonderes zu betrachten. Entsteht nun als dem (exempl.) absolut-allgemeinen Stuhl ein absolut-besonderer Stuhl [in der Annahme, das beide gleich sind] so haben wir einen leeren Prozess in der ersten Abstraktionsstufe. In der zweiten Stufe eine Kopie vom Original und erst in der dritten Abstraktionsstufe die Gleichsetzung (und damit auch die Absolutsetzung) beider Stühle durch die Metaebene der Stuhl-Idee – dem transzendentem Stuhl. Ich will dieses Modell auf das Aussagekalkül „Es gibt nur eine Gesundheit, aber unzählige Krankheiten“ anwenden, bevor ich die bisherigen Erkenntnisse dem anfangs erwähnten Fehlglaube der absoluten Relativität zuweise. Betrachten wir also die Gesundheit als Allgemeines an, dann ist es ein leichtes zum Besonderen vorzuschreiten. Psychische Gesundheit, physische Gesundheit usw. leiten sich von der unbestreitbaren Existenz der Gesundheit ab und bislang ist auch noch immer ein leerer Schluss von der Gesundheit zu sprechen um damit sowohl die psychische als auch die physische usw. als Aussage zugrunde zu legen, solange alle Formen (damit das Absolute) eingeschlossen sind. Kopieren wir aber das Allgemeine auf das Besondere und so ist sowohl das eine mit dem Anderen ident, jedoch nicht in seiner Absolutheit vollständig. So ist der Scherz in meinem Fuss verschwunden und damit auch der Zustand der Gesundung eingetreten. Damit erlaubt die zweite Abstraktionsstufe auch die Absenz der Negation einer Eigenschaft des besonderen Zustandes. Das Allgemeine liegt schemenhaft auf dem Besonderen und deckt sich (Deckungsgleichheit zwischen dem Original und dem Besondern ist gleichgesetzt mit der Deckungsgleichheit zwischen dem Allgemeinen und der Kopie). Man sieht sofort, das die zweite Abstraktionsstufe noch immer durch die Unterscheidung zwischen Induktiv und Deduktiv geprägt ist, denn wenn beide Zustände absolut gesetzt sind so unterscheidet sich das Original durch die Kopie ausschließlich durch den chronologischen Unterschied beider Erscheinungszustände. Wird der Mensch gesund geboren, so ist das Verschwinden einer Krankheit die Wiedergewinnung von Gesundheit im Besondern.  Schwieriger wird es nun, wenn ein Mensch mit einem Gebrechen (oder einer Erbsünde als psychologischer Schmerz) geboren und dieses kuriert sich im Laufe der Zeit (oder durch irgendwelche anderen Künste der Gesundheitswissenschaften – ich bin kein Arzt oder spiritueller Heiler und es spielt im Detail auch keine Rolle) so bekommt die zweite Abstraktionsstufe gerade durch die Absolutsetzung ein schwerwiegendes aber nebensächliches Problem. Dieses Deduktion-Induktion-Problem ist genauso einfach zu Lösen wie die Frage nach der Henne und dem Ei. Es bedingt sich also gegenseitig und ist somit auch nicht mehr durch eine chronologisch bedingte Einschränkung in Kritik zu stellen, da nun das Original nicht das (zu)Erste ist, sondern das Original im Anderen gefunden werden kann und die Kopie sich durch die Konsequenz daraus ergibt. Ich sehe den gelösten Priester von der heilenden Wirkung einer Beichte vor Gott sprechen und erkenne damit das Original der Gesundung meiner durch Erbsünde induzierten Psychose. Ich sehe einen Langstreckenläufer seine Bahnen ziehen und erkenne damit das Original der Gesundung meiner Lähmung von Geburt an. Aber es ist nunmal noch immer die zweite Abstraktionsstufe und damit naiv-kritischer Objektivismus aber noch lange kein wissenschaftlicher, oder rein kritischer Objektivismus. Dafür haben wir aber die dritte Abstraktionsstufe, die die Unbestimmtheit ihrer eigenen Bestimmung als Aporie nach sich zieht. Im Falle der Gesundheit wird in der Metaebene ein Hyperreales eingeführt, das derart hochgradig Abstrakt sein muss um nicht das Allgemeine zum Besonderen zu transponieren. Betrachten wir also [spekulativ] die Gesundheit als einen pragmatischen Zustand des Seins so wird die Krankheit in seinem Wesen ebenso erklärbar gemacht, wie sie auch neben der Erklärung ein sich wechselseitiges Element zu (z. B.) geänderten Umwelteinflüssen neu aufgestellt wird. Der empirsche Objektivismus führt einen Katalog ins Feld und meint, dass alles was nicht im ICD oder DIMDI Katalog aufgeführt ist als Gesundheit zu betrachten sein sollte. Ein klassischer Fall von Falsifikation auf einer Metaebene. Der empirische Objektivismus in der Metaebene bedient sich also philosophischer Methoden um etwas so rein Biologisches wie die Physe des Menschens, die vollends noch-nicht aber bald determiniert ist, oder determiniert sein sollte. Ob nun über die höhere Bedeutung von der Folge des Diabetes (ich denke hier an den gänzlichen Verlust des Schmerzempfindens) oder die Depression als natürliche Vorbereitung des Menschens auf die Unausweichlichkeit des Todes betrachtet werden kann und dieses an den medizinischen Fakultäten diskutiert wird habe ich keine Kenntnis. Das jegliche/diverse Form/en von Krankheit ein Signal sein soll auf ein ungestilltes Bedürfnis des Körpers bzw. der Seele ist weit verbreitet. So wäre doch die Gesundheit ein Zustand der Signallosigkeit, paradoxer noch, ein Kommunikationsstillstand an und für sich selbst. In der dritten Abstraktionsstufe, der Metabestimmung des Allgemeinen, schränkt sich selbiges durchgehend weiter ein. Unser einfacher Fall der Medizin, ist durch den Willen des Menschen, damit den detaillierteren Willen zur Macht über sich selbst ausgelegt. Der, den wir als Patient|in betrachten ist getrieben durch den Willen seiner eigenen Möglichkeiten die die Ebene des Denkens an seine Grenzen führen soll. So ist sein Verständnis von dem, was als Metamöglichkeit erkennbar ist, durch die Vielsseitigkeit der Methoden starkt beeinflusst. Die medizinische Methode, so wie ich sie einsehe, ist in keiner anderen niedrigen Wissenschaften (im Vergleich zur reinen Philosophie, die m. E. den Status der Wissenschaft dringt verlassen muss, um nicht unter dem Joch der Einfältigkeit zu leiden) auf die Definition einer Hypothese (Diagnose) und der methodischen Möglichkeiten, jenen durch den Willen des Menschen dargelegten Sollzustand ad acta gelegt zu werden um so die Hervorrufung einer neuen Seinswesenheit oder die Reparatur einer bekannten ontologischen Entität einzustellen. Diese von mir exemplarisch auf einer niederen Instanz (nämlich der der Medizin) dargelegten Metakognitiven Auswirkungen auf die absolute Allgemeinheit und seiner Folge auf das absolut Besondere schränkt den kritischen Objektivismus nur bildhaft ein. Das rein visuelle Denken wird zum auditiven. Sämtliche weitere Argumente kolorieren nur die Metaebene des Beispiels (dem Mediziner) und tun dem kritischen Objektivismus nur insofern Tribut, als dass man nicht alles als a priori Falsch bzw. alles als a posteriori Falsch und schon gar nicht, alles als a priori Wahr bzw. als a posteriori Wahr anzusehen hat. Das eine und/oder das andere spielt im rein kritisch-philosophischen Objektivismus keine durch Konnotation eingeschränkte Bedeutung. Schmerz oder Euphorie haben [und sollten] für den|die Philosophen|in einen ausschließlich exemplarischen Charakter [haben]. Sie entspringen der Wechselwirkung des sich verändernden Gedanken, der die Erkenntnis von Gestern in zweierlei Art betrachtet – als 1. vergänglich und als 2. veränderlich. Nun aber zur dialektischen Betrachtung des Aussagekalkül: „Alles ist relativ“. Wir dürfen uns nicht sofort durch die vielen absolut gesetzten Beispiele von oben im Text beeinflussen lassen. Die Annahme, das „alles Relativ“ sei ist nun philologisch als das absolute Relativum und gleichzeitig auch die Grundlage des Subjektivimus zu betrachten. In beiderlei Spektren soll die Aussage seine Berechtigung finden. Dialektisch aber wollen wir die Aussage „alles ist relativ“ als These ansetzen. Es erlaubt uns den nächsten antithetischen Schritt der bidiaktional Erscheint, jedoch in seinem Wesen der rein dialektischen Betrachtung sowohl Wahr als auch Falsch sein kann. In der Antithese sind beide Möglichkeiten denkbar – ich will mich darauf nicht näher deklarieren. Zurück zu den zwei Antithesen: 1. „Alles ist absolut“ und 2. „Nichts ist Relativ“. Im einen müssen wir die Prämise der ersten Antithese in die These einsetzen – es folgt: Wenn nun alles relativ ist so ist auch alles nicht absolut. Einfacher kann es wohl nicht mehr sein. Deklarieren wir aber die Antithese als Falsch und die These als Wahr, erhalten wir den Schluss (Sylogismus) einer unwahren Behauptung, die weder durch das logisch bedingte eine noch durch das logisch ausgeschlossene andere seinen Wahrheitsanspruch ableiten lässt. Erst wenn beide Aussagen als Wahr betrachtet werden, ist in der dritten Abstraktionsstufe ein netter Effekt zu betrachten, der die Negation aufhebt und so zum Erkenntnisstand seinen befruchtenden Beitrag näher legt. Nicht jetzt, weil „alles relativ“ und „nichts absolut“ ist, sonder, weil über die Metadefinition sowohl das Alles das Nichts einschließt und das Nichts defacto das Alles ausschließt. Wir sehen also, das die erstrangige Erklärung dem Gegensätzlichen nicht immer den Anspruch auf Vollständigkeit der Aussage darlegt. Noch immer wollen wir „alles ist relativ“ weder beweisen noch widerlegen sondern mehr die Auswirkungen dialektisch/spekulativ von seinem spekulativen/beispielhaften in das nicht-beispielhafte, somit vom Besonderen ins Allgemeine überführen. Einfach nur, weil Wahrheit nur im Allgemeinen zu finden ist – komplexer jedoch, weil Wahrheit nur über das Allgemeine definiert werden kann.

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