The Sim:s:ons

2018-05-25 § Hinterlasse einen Kommentar

Die Arbeitsleistung ist aus den Fugen. Das Gebotene ist dem Realen näher als jede andere Form der Verschwendung. Das Angebot nimmt den Stellenwert eines Gespräches ein – eines guten Gesprächs. Zwischen den fehlenden Schränken für Geschirr oder dem Tafelsilber scheint der Haushalt gut aufgeräumt und eigentlich auch gut organisiert zu sein. Die Wege sind optimal. Optimal orientiert auf das was ich oder du oder einfach wir vor|haben.  Möbel sind Dekoration und Organisation zugleich. Sie sind das Layout und das Design im Alltag des Lebens. Zwischenräume gibt es kaum – ist auch nicht notwendig – jedoch Räume zum Atmen, das ist es was zwischen den Räumen so fehlt. Das was wir ‚wohnen‘ nennen ist ein … in einer Umgebung. Für die drei Punkte fehlt noch ein Verb – das ist mir klar. Ich zitiere hier canoonet (auch wenn mich das Zitat einiges an Angstschweiß und Arbeit kostet): Bei der Suffigierung von Nomen zu Verben wird ein Nomen mit einem Suffix zu einem Verbstamm verbunden. Das kann in unterschiedlicher Weise geschehen! Wo also noch eine zufriedene und glückliche Generation mit Adverben aufgewachsen ist (mein Gott – es gibt sogar Naturvölker die ihre Sprache nur auf Adjektiven aufgebaut haben) sind wir es es – hic et nunc – die ihre Tätigkeiten von Dingen ableiten – abstrahieren.

Intermezzo zu diesem Gedanken:
Der Abstand zwischen dem Einen und dem Anderen ist im Gleichgewicht.
Der Abstand zwischen dem Einen und dem Anderen harmoniert.
Das Eine und das Andere harmoniert. (zumindest was den Abstand betrifft).
Das Gleichgewicht und die Harmonie sind miteinander verwandt – obgleich ein Gleichgewicht in einem Messverfahren eigentlich nicht mehr ist als ein verhältnissmäßig großes bzw. kleines Blei- oder Metallstück ist. Das Gleichgewicht kommt also aus der Dingwelt – die Harmonie jedoch aus der Welt der Beschreibung. Der Gedanke spinnt sich von selbst weiter: Die Welt der Beschreibung ist als die Welt der Adjektive und Umkehrschluss. Doch Beschreibungen sind auch artverwandt mit der Welt der Sprache. Die Verwandtschaftsverhältnisse lassen sich leicht deduzieren: Dem Vater liegt das Wesen nahe – der Mutter die Rede darüber. Oder doch nicht so leicht wie gehofft. 
Ende des Inermezzo.

Die Umgebung in der das Leben passiert befolgt also eine irgenwie geartete subjektiven Gesetzgebung. Nun will man aber sich selbst der objektiven Umgebung anpassen – warum nur? Wo doch scheinbar das Objektive die Worte beherbergt wie ein Wörterbuch seine Nomen jedoch das Subjektive das Interesse für sich gepachtet hat. Im  Objektiven (in einer rein sprachlichen Umgebung) kann man nichts finden mit dem man bare Münze gegen seelische Bedürfnisse tauschen kann. <autobiographisch> Und so ist es auch, dass mein ‚Single-Haushalt‘ einen Esstisch hat, mit genau vier Sesseln um den Tisch herum – obgleich einer reichen würde. Nicht jetzt, weil ich für drei weitere Gäste vorausschaue (nein ich hätte noch Sitzgelegenheiten für mind. fünf weitere) – es ist einfach, weil dieser Tisch genau für vier Personen konstruiert wurde – und diese Konstruktion habe ich in meine Subjektivität aufgenommen. </autobiographisch>. In mitten also dieser Umgebung könnte ich mich mit Dingen vollstellen – verstellen. Solange diese neuen Dinge keine adjektive Arbeit verrichten. Sie sollen zwar den Bewegungsdrang einschränken – jedoch bitte keine Botschaft vermitteln. Diese Gratwanderung ist vermutlich nur über Funktionalität und der Schlichtheit des Design erreichbar. Wenn überhaupt! Das Dinghaftige soll einfach nicht suggerieren – es soll Ding sein – die Idee dahinter soll sich mit dem Abbild zanken um so die Umgebung zum Bewegungsraum zu machen (wenn man das will). Geführt – gelenkt. Wie auch immer – solange die Bestrebung besteht die Umgebung auf ein Tun auszurichten, sind auch alle Bemühungen dahingehend bedingt einsetzbar. Und hier ist dann auch das tiefegründige Problem zu finden (und in Folge als Frage formuliert). Ist der Körper losgelöst vom Geist ein Ding? Kann sich ein losgelöster Körper in einer Umfeld aus Dingen harmonisch unter- oder überordnen? Betrachtet sich der Körper komplexer als es ein Tisch oder Sessel ist?  Wir kennen die Phänomene: Der Körper kann auf Fragen antworten, dessen Antwort im Geist noch nicht formuliert wurde – und mein Gott: es sind Antworten mit logische Prägnanz. Es sind Antworten die sich über die vier Seiten einer Botschaft erklären lassen. Und ist eine Antwort auch nicht gleich zuweisbar – zu diesen vier Seiten – ja dann ist das Botschaftsmodell halt kein Quadrat (oder Rechteck) sondern ein Vieleck – vielleicht sogar mit einer Ecke für die Metaphysik. Wir könnten unsere Körper in eine philosophische Olympiade entsenden – „Kommst du noch mit auf einen Kaffee?“ | „Wer glaubt denn was er|sie ist.“ und als Antwort: „Ich krieg von dir niemals genug!“.

Solange wir also unsere Körper testen, müssen wir unseren Geist die Mühsal einer Simulation aufbürden. Wir simulieren zuerst – noch bevor wir ein Testdesign haben. Die Hypothese kann schon in der Simulation entkräftigt werden – die These ist nicht mehr als eine einfache Antwort auf eine komplexe Antwort – und erst die Theorie sollte dem Körper zugetragen werden. Sollte vom Körper überprüft – verifiziert – falsifiziert – vom Körper obsolet oder absurd gesprochen und vom Körper als Nichtig deklariert werden. Die vorrangige These, dass ein Labormäuserich auch eine Labormaus freudigt ist zwar richtig – doch nur ein Segment der Vielfältigkeit des Mäuserichs und seinen Ambitionen. Die Labormaus teilt nicht unbedingt automatisch die Vorlieben seines Wissenschaftler. „Oh ja – ich möchte meiner Labormaus heute etwas gutes tun: Es mag sicher ein weißes Pulver das es durch die Nase hochzieht!“ Lächerlich! „Es will sicher auf einer Bühne stehen und der große Star sein – vor Tausenden von Mäuserichen die ihr zujubeln.“ Grotesk – sie fragt sich nur, wie sie mehr als zwei, drei – bei Gott vier bedienen kann – ganz allein – aber Tausende …

Stellt man nun aber den Labormäuserich auf die Bühne – um vor tausenden von Mäusen zu singen, zu tanzen, zu performen – na dann: „MTV sagt Danke“.

Aber wie auch immer. Solange die Räume zeitlich und räumlich voneinander getrennt sind – wobei die zeitliche Trennung nur ein Richtwert ist – aber kein Gesetzt – und das Räumliche nur ideell getrennt und nicht konsequent ist, kann die Umgebung eine Dynamik erzeugen – die dem Wunsch nach einem gerechten Leben nahe kommt. Denn das Gerechte ist eine Bewegung und nichts Starres. Gerechtigkeit erwächst aus dem Moment und eure Gesetze sind gut zu lesen – sind zu zu schreiben – zu wiedergeben. Sie sind eine Momentaufnahme einer einzigen Gegenwart die noch lange nicht für die Ewigkeit bestimmt ist – aber geschichtsträchtig genug um für all die Chroniken der Zukunft einen Wurf erlauben – der wächst und wächst und wächst … So als ob mein-mich euphorisch und glücklich-machendes Handeln, nur nach derjenigen Maxime, durch die ich zugleich wollen kann und durch die ich ein allgemeines Gesetz werde, mich und meine Wahrheit bestimmt. Dieser fromme Wunsch ist eine Leitlinie (nicht mehr) und kann eigentlich nur durch Pornographie illustriert und durch ein Gesetzgebungsverfahren manifestiert werden – solange wir an die Ewigkeit des Papyrus glauben!

 

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