Der McDonalds Imperativ

2018-02-23 § Hinterlasse einen Kommentar

Dieses Elaborat ist weniger wegen seinem Inhalt, dem ecophilosophischen Grundlagenspektrum, von Interesse, als mehr wegen seiner Immanents. Das Ungebrochene ist im Vergleich zu den Themengebieten eines Innovations- und Trendforschers wohl konsensuell der Focus jeglicher wissenschaftlicher Arbeit. Nun ist es selbst in Wirtschaftswissenschaften noch immer nicht möglich die Zukunft vorauszusagen – zumindest nicht mit einer 100 %igen Kuranz – aber es ist das Wesen jenes Forschungsgebietes. Nirgendwo sonst spielt die Vergangenheit eine derartige unwichtige Rolle wie in den Wirtschaftswissenschaften. Man möchte meinen, dass alles betriebswirtschaftliche nur zwei Formen kennt – die Gegenwart und den Konjunktiv. Nun ist aber der Konjunktiv in der Realwirtschaft eine Redensart, die tunlichst zu vermeiden ist – Ja oder Nein, solche Hard-Facts über das Zukünftige sind von Bedeutung weil nur jene klaren Entscheidungen eine Variable in jeder Kostenrechnung (und die Kostenrechnung ist Art-verwand mit der Gewinnermittlung) darstellen. Möglichkeiten sind in der Betriebswirtschaft Risiken – und Risiken lassen sich Einschätzen, lassen sich gegen-und-für versichern und sind schlussendlich, möge Gott sein Wohlwollen auf das Unternehmen lenken, der wahrhaftige kalkulative Gewinn. So ist es in Folge, dass der ängstliche Unternehmer jener ist, der in zweierlei Hinsicht das Glück auf Erden erfährt.

Erstens: Das Risiko tritt nicht als Schadensfall ein; Der/die Unternehmer/in kann die Kalkulation voll als Gewinn deklarieren.

Zweitens: Das Risiko tritt als Schadensfall ein; Der/die Unternehmer/in erlebt ein Gefühl der rationalen Selbsterkenntnis und weiß seinen Sicherheitspolster als das bequemste Mieder in welches er/sie seine/ihren geplagten Kopf legen kann.

Möchte nun aber der/die Unternehmer/in sich nicht mit den psychotischen Teilbereichen seines Geschäftsfeldes – mehr noch, seines ökonomischen Tuns und Handelns, welches Bestandteil seiner Persönlichkeit ist – sein sollte (l’État c’est moi, l’entreprise c’es moi), so wird er/sie ein Stelleninserat schalten: „Suche paranoide Persönlichkeit mit besonderen psychischen Dispositionen und einer gesunden Wahnvorstellung (Weltuntergangstheoretiker bevorzugt) hinsichtlich eines negativen Weltgeschehens für Kostenrechnung und Controlling“ schalten.

Nun habe ich oben schon angedeutet, das der/die Wirtschaftende nur zwei Realzustände kennt. Das Jetzt und Hier – hic et nunc – die Gegenwart und den Konjunktiv. Soviel Begabung muss man dem HOMO ECONOMICUS zusprechen – die Zukunft kennt er/sie nicht! Die Zukunft ist für ihn/sie eine Möglichkeit mit Wahrscheinlichkeiten und in höheren Ebenen des wirtschaftlichen Prozess wird genau dieser wieder verlangt. Die höhere Ebene kennt das Wort „Szenario“. Die höhere Ebene, weiß nunmal um Möglichkeiten bescheid und möchte diese so wahrhaftig als nur möglich kaufen oder verkaufen. Die höhere Eben handelt mit Konjunktiven, so wie die unteren Schichten ihre Waren und Dienstleistungen feil bieten. Die Einschätzung und weiterhin (noch nach Aristoteles) die Bedürfnissbefriedung sind die zwei großen Business-war-fields im täglichen Kampf um Befriedung und systematischer Vollstreckung des geistlichen Teils des ökonomischen Tuns. Und damit wird nun auch die Trinität des gesellschaftlichen Seins – in seiner Ontologie – ungetrennt unvorstellbar. Die drei großen Bereiche des Körpers wirken weiterhin auf den Menschen und eine reine Zugehörigkeit ist zunehmend auszuschließen. Die Brust – die Sicherheit und der Rausch – der Kopf, die Lust am Denken und die große Triebfeder – die Sexualität als Äquivalent zur Wirtschaft, zur Bedürfnisbefriedigung. Eine reine Deklaration ist möglich – ist real – ist meine tägliche Sichtweise und dennoch, scheinen die Teile des Körpers auf einander wirksam zu sein – sie sind aber dennoch nur konjunktiv wirksam.

Und eben darin findet sich dieser McDonalds Imperativ wieder. Die Loslösung von Kopf und Brust, ist das Hauptmerkmal von McDonalds und in Folge die Nutzung von Kopf und Brust ist das Trendelement und gleichzeitig seine Innovation. Es integriert seine Seinshaftigkeit als real gegeben und löst sich von selbigen im weitläufigen Veränderungsprozess des gesellschaftlichen Beharens auf Usus und Norm. So ist der Wesensblick auf das Gegenwärtige der operative Teil der Führungskaste der McDonalds-Führungselite – jedoch bleibt die Grundphilosophie bestehen, weil jene den Imperativ in Folge darstellt. Welche Form der Anpassung notwendig ist, wird im kreativen Prozess entschieden. Wie diese Anpassung aussieht ist dann auch das Erscheinungsbild – jedoch entkräftigt der MCD-Imperativ jeglichen Widerspruch seines Daseins. Sie bleibt dabei. Der reine Befriedungsimperativ: „Wenn du Hunger hast, dann bestelle einen Big Mc, bezahle diesen Big Mc und du wirst den Big Mc bekommen“ ist in Folge jene Formel, die Beständigkeit suggerieren soll. Sie ist die Imperative-Formel die sich wider die Mode richtet und schlussendlich im Imperativ der Befriedigung mundet.

Das dieses Befriedungsversprechen entfremdet verwendet wird, ist ein anderes Thema. Das diese Befriedung jedoch in seiner Simplifikation das Wesenselement einer Entkräftigung aller Kritik als Folge hat, ist sein Darstellendes. Sie ist die Verkrampfung im destruktiven Prozess jeglicher Kritik gegen die rein ontologische Bestellung eines Burgers und in exemplarischer Folge als das real innewohnende Macht-Dispositiv. Die Fehlleistung jeglicher Kritik liegt weniger darin, (exemplarisch und damit beispielhaft) die Produkte als ernährungswissenschaftlich Bedenklich zu deklarieren, als mehr darin, den Imperativ seines ökonomisch-ontologischen Entfremdungsgegenstand auf die Agenda zu setzen. Das nun  z. B. ein Kunde im McDrive-Schalter etwas bestellt und in Folge am McParkplatz die bestellten McProdukte verzehrt, ist kein Seins-innewohnde Dispositiv der McDonalds Philosophie. Selbst jegliches deviantes Verhalten zwischen der Bestellung, dem Bezahlen und dem Verzehr, ist keiner Philosophie begründet, als mehr ein Ausdruck an dem Prozess (logisch oder unlogisch, jedoch intrapersonell kreativ) teil zu haben.

Persönlich, und damit meine subjektive Meinung, ist das MCD-Erscheinungsbild eine Erscheinung, die sämtliche planwirtschaftlichen Vorstellung in sich vereint. Ich persönlich kann mir einen real existierenden Kommunismus ohne McDonalds nicht vorstellen. In ihm vereinen sich sämtliche kommunalen Wunschvorstellungen – in ihm, dem MCD-Gedanken, wird ein Ernährungskonzept beschrieben, von dem Marx und Engels nur träumen können. Ich sehe nicht nur ein schlafendes Gespenst in Europa, nein ich sehe, das flächendeckende „Rasch-Essen“ als Konzept für jene, die als Schichtarbeiter in den Fabriken, wenig Zeit haben um zu Essen, aber auch für jene, die im unvorstellbaren sozialistischen Fall Single sind und Hunger haben. Die Gemeinschaft wird systematisiert – sie hätte nichts anders erwartet – und neben einer guten Ernährung hätten sie die Systemgastronomie.

Bislang glaubte ich, dass der Kommunismus (am Beispiel Russland) nicht existieren konnte, weil der Kommunismus und die Planwirtschaft nicht darauf ausgelegt ist, eine einzelne Person auf den Mond zu schießen. Und ich glaubte auch, der Kommunismus und die Planwirtschaft kann sich keinen „Kalten Krieg“ leisten. Ich lag falsch. Alsbald sich McDonalds für den kommunalen Gedanken entscheidet, deklariert, wird auch jener funktionierende Tribut geleistet!

Advertisements

Ich krieg den Schulranzen nicht weg – und das Trolley Problem

2018-02-09 § Hinterlasse einen Kommentar

Nichts fiel mir bisher so schwer, wie Worte für einen Themenkomplex zu finden, der mir (schon aufgrund meiner Berufung) so am Herzen liegt: der Themenkomplex „Bildung“. Anlass für diesen Text war einmal wieder die neue Regierung, die ankündigte wieder Noten einzuführen, für die Volksschule – und: das Lesen eines wirklich traurigen Buches eines Lehrers der über weniger als 200 Seiten seinen Kampf gegen das Kaugummitum beschrieb und selbstverständlich am Schluss nicht mit „brillanten“ Vorschlägen für eine „neue“ Pädagogik geizte.

Was wollte/will er? Lehrer/innen sollen mal ordentlich mit ihren Schüler/innen rumbrüllen dürfen! Lehrer/innen sollen Ihre Schüler/innen nicht wie rohe Eier behandeln und natürlich: Mehr Geld!!! Erstmal mehr Geld für die Lehrer/innen, dann mehr Geld für die Schulen und endlich auch mehr Geld für die Verwaltung. Nun gut – soll so sein. Jedoch wird die Inflationsrate des Euros nicht in Pisa berechnet und wenn der gute aber einfältige Lehrer (in auch) mehr Geld braucht – na dann hoffentlich nicht, weil alles teurer wurde. So long – alles ist sonst eitele Wonne. Reformpädagogische Ansätze werden in zahlreichen Versuchsschulen getestet – man will ja nicht sagen, man verschließt sich reformpädagogischen Ansätzen! Und natürlich, die pädagogische Freiheit erlaubt dem/der Lehrer/in mal mit Assignments zu arbeiten und den Unterricht mehr –> open <– zu machen. Und manch ein/e Pädagoge/in (so jetzt reichts – in Folge sind beiderlei Geschlecht gemeint) findet es toll eine Druckerei zu betreiben – Ok, ein PC mit einem Laserdrucker – aber der kennt vier Farben – wenn mal Toner- und Papiergeld aufgetrieben wurde. Vielleicht durch einen Vierzeiler an die Eltern: „Wir ersuchen Sie jährlich einen Beitrag von € 5,- als Druckkostenbeitrag zu leisten“. GELD GELD GELD. Da dieses Thema im pädagogischen Prozess so wichtig ist, sollte vielleicht die EZB und die Industrieellenvereinigung zukünftig die Lehrpläne verfassen. Naja – die Industrieellenvereinigung ist sowieso aktiv in Bildungsfragen tätig – kein anderer Bereich des gesellschaftlichen Lebens hat so viele Stakeholder und so wenige Shareholder. Der Bildungserfolg – eine Dividende. Ja – langfristig, dennoch ist Bildung kein Spekulationsobjekt. Und wenn ich nun, meine Vorstellungen einer neuen Pädagogik präsentiere, dann tue ich es mit einem Gefühl der Träumerei – warum: Es fehlt der Business-plan und die Kosten-Nutzen-Rechnung!

Für einen Bruchteil einer Unendlichkeit sah ich das pädagogische Konzept der Zukunft. Es fragt nicht mehr, nach dem was wir brauchen – sondern orientiert sich an dem was wir nicht mehr brauchen. Fangen wir an:

Die Schulpflicht!
Gegen wertig wird darüber diskutiert die Schulpflicht um ein oder ein paar Jahre zu verlängern. Total falsch. Runter damit! Die allgemeine Schulpflicht sollte nach 4 Jahren (zwischen einem Schüleralter von 6 und 10 Jahren) enden. Die besondere Schulpflicht dauert dann noch weitere 4 Jahre – also im 14 Lebensjahr ist Schluss mit Pflicht und Muss und Pflicht und Muss.

Die Fächer!
Nein nein nein – bloß keine Fächer und bloß keine Stundenpläne mehr. Der/die Schüler/in (diesmal noch, aber dann gelten wirklich beiderlei Geschlecht!) kommt um 08:00 Uhr in die Schule und verlässt diese wieder um 13:00 Uhr. Genug Zeit um morgens mit der Familie zu frühstücken und rechtzeitig zu einem gemeinsamen Mittagessen wieder am Herd der Familie zu sein. Nachmittagsbetreuung ist optional – sollte aber unbedingt angeboten werden. Die Lehrer –  die kommen um 07:30 Uhr und gehen um 15:30 Uhr – die Nachmittagsbetreuung ist bis 17:00 präsent.

Das neue Lehrer Konzept!
Es ist absurd Lehrer/innen auf ein Fach hin zu drillen. Vielmehr müssten sich die neuen Lehrer/innen auf pädagogische Spezialgebiete hin bilden lassen. Deren sehe ich vier Hauptpädagogen:

  1. Eindruck-Lehrer
  2. Ausdruck-Lehrer
  3. Freizeit-Pädagogen
  4. Lernen-Lehrer

Show1

Und genau so wird der Schultag aussehen – die Eindruck-Lehrer sind geschult auf alle Fragen die den Eindruck des Schülers betreffen. Sie sind für die kognitiven Prozesse, für die Fähigkeit Informationen zu verarbeiten – mein Gott, sie sind es, die in der Primarstufe den Kindern das Lesen lehren – während: der Ausdruck-Lehrer parallel und verschränkt den Kindern das Schreiben beibringt. Der Ausdrucklehrer kümmert sich darum, den Schülern jegliche Form nach Außen hin zu wirken, beizubringen. Schreiben, Reden – meinetwegen auch den eigenen Namen tanzen. Während sich der Eindruck-Lehrer darum bemüht im Inneren des Schülers die Prozesse zu begleiten (vom 1 + 1, abc bis zur rekursiven Denkform eines iterativen Prozesses) ist es der Ausdruck-Lehrer, der dem Schüler das notwendige Handwerk verleiht um das innere nach außen zu transponieren – Selbstbestimmung und Mitbestimmung wären damit genüge geleistet. Eindruck und Ausdrucklehrer arbeiten Hand in Hand. In der Zeit zwischen 13:00 und 15:30 Uhr besprechen sie ihr Vorgehen für den nächsten Tag! Nochmals: Es ist dringend anzuraten, Lesen von Einem zu lernen und das Schreiben von einem Anderen. Der Schüler soll niemals glauben, das das Alphabet das „Hirngespinst“ einer einzigen Person ist.

Warum ist nun ein Freizeit-Pädagoge ein Hauptakteur und kein Hilfslehrer? Es liegt am gesellschaftlichen Wandel – es liegt an der Notwendigkeit, dem Schüler die Freizeit im gleichen Rahmen erklärt zu bekommen, wie sie es für eine Vorbereitung für das Berufsleben bisher hatten. Das Freizeit nicht gleich Freizeit ist, muss von diesen Pädagogen geklärt werden. Es geht dabei um das breite Spektrum aller Aktivitäten der freien Zeit. Die technologische und wirtschaftliche Entwicklung sieht den Menschen schon lange nicht mehr als reinen Berufstätigen – und in Folge als geparkte Person vor irgend einem Bildschirm – um die Zeit zwischen Erwachen und Ermüden Tod zu schlagen. Deshalb wird ein ganzes Viertel der Unterrichtszeit dem Thema Freizeit gewidmet – Sport, Kochen, Handarbeit, Medienkompetenz, Spielen, Ehrenamtliches Arbeiten. usw.

Lernen-Lernen. Der Eckpfeiler einer Zukunft. Von Anfang an, sollen den Schülern nicht Stoff oder Lerninhalte näher gebracht werden – sondern die Fähigkeit sich jegliche Form von Wissen und Kompetenz anzueignen. Nicht das ‚Was sie lernen sollen!?‘ ist von Bedeutung, sonder das Wie! Das Was beschränkt sich auf ein „Was kann ich wissen?“ (frei nach I. Kant) und dessen Induktion ist das relative Moment im begleitenden Prozess einer vollendeten Wissenschaftsgemeinschaft – die sowohl das Reproduktive im Wahrnehmbaren als auch das non-Konvolute vom Konvoluten unterscheiden kann. Zu lernen wie man lernt ist in einer sich ständig wandelten Realität ein Eiland des Rückzugs, der Frage und dem vermittelten Fragen. Es ist die Aufgabe, die Frage selbst (als Urton/Alpha jedem Lernens) seine Relevants näher zu bringen. Lernen-Lernen bedeutet jetzt nicht nur, dem/der Schüler/in (ich muss endlich aufhören mit dem Gender-Sch…) die Vermittlung und die Nutzung eines Satzzeichchens – namentlich dem Fragezeichen seine Vollendung und sein Seinselement mit zu liefern, wie ein Attachement in einer E-Mail. Die ontologische Perspektive kann einzig und allein nur wegen der Produktionslogik des Lernadikts betrachtet werden. Sie ist es, die dem Lernenden von dem was bisher als Allgemeinwissen anerkannt war, einen Gegenmoment von dem zeigt, was als Allgemein-Interessant gilt. Das Allgemein-Wissen muss dem Interesse weichen – und … jegliches Interesse ist Subjektiv oder Notwendig!

Die Primarstufe!
Oder Volksschule, wie bisher geglaubt. In ihr ist jede Klasse absurd. Jegliche äußere Differenzierung ist ein Fehlschritt – so wie Noten oder Stundenpläne. Ich denke da mehr an ein Zugehörigkeitsgefühl wie Spatzen, Meisen, Faken, Adler oder ähnlichem. Was soll die Dokumentation von objektiv, validen und reliablen Leistungen. Der Lehrer ist kein Richter sondern der Lehrer ist immer ein Begleiter – so soll auch jener den jungen Menschen auf seinem Weg als einer sein, der seine helfende Hand auf diesem wirklich kurzem Weg anbietet und weder ihn als Autorität, als höheres Wesen oder/[und schon gar nicht] als Ersatz für elterliche „Fehlleistung“. So soll es sein – nach diesen vier Jahren, in dem der Schüler im inneren Klarheit, im außeren Eloquenz, für seine Freizeit Sinn und die Fähigkeit besitzt, jegliches Thema sich selbst anzueignen – er ein Autodidakt ist soll er in die nächste Stufe seiner Bildung überstellt werden – der besonderen Schulpflicht.

Die besondere Schulpflicht!
Vermindert natürlich die Lernobjekte Eindruck, Ausdruck, Freizeit und Lernen-Lernen, füllt aber den Rest der Zeit mit entsprechenden Wahlfächern, die den lokalen Kompetenzen entsprechen! Ich sehe mehr Sinn darin, eine Kurs in „Bienenzüchtung“ abzuhalten als Biologie laut Lehrplan zu unterrichten. Es werden Kurse angeboten – nach Angebot und Nachfrage! Und ich sehe auch keinen Widerspruch darin, Menschen des unmittelbaren Erlebens in den pädagogischen Prozess zu integrieren. Da ist auch kein Widerspruch, auch wenn ich Gewalt und Krieg hasse, darin zu finden, in der besonderen Schulpflicht die Grundprinzipien der Büchsenmacherei zu vermitteln, wenn im Umkreis eine solche Fabrik steht. Dennoch – vielerlei Dinge können angeboten werden. Vielerlei kann gelernt werden – und ebenso viel kann abgelehnt werden – vom Schüler oder von seinem Erziehungsberechtigten. Jene Kurse die nicht das Interesse des Schülers entsprechen, werden einfach durch Freizeitpädagogik ausgeglichen – Hauptsache: der Schüler ist Anwesend. Er soll nichts lernen, was ihn nicht interessiert – dennoch soll er geleitet werden, indem was wir als Freizeit verstehen.

Die Sekundarstufe!
Oberstufe und Universität gehören zusammen, und nicht Unterstufe und Oberstufe. Die Zeit zwischen dem 14ten und dem 18ten Lebensjahr soll die Vorbereitung auf die Profession sein. Es soll die Vorbereitung auf das Studium oder auf den Beruf sein. Das duale System ist gleichwertig, wie eine AHS zum Studium schöngeistiger Fächer oder einer BHS zur Vorbereitung zu höheren beruflichen Tätigkeiten. Die Sekundarstufe ist die Vorbereitung auf dass, was man vermeintlich tun will…

Ach ja…!
Ich krieg den Schulranzen nicht weg! Ich tue mir schwer – in all diesen neuen pädagogischen Vorstellungen, den jungen Menschen von der Last des Schulranzens zu befreien. Warum? Vielleicht sehe ich genau, im Tragen der Schultasche einen Entwicklungsschritt, der Notwendig ist. Dieses Tragen einer Last! Aber ich sehe auch, viele Mitmenschen, die einen Trolley ziehen – warum sollte es nicht einer unserer Azubis gleichtun? Ich sehe auch – Tabletts und E-Book-Reader – ich sehe die ‚Unnötigkeit allem Gedruckten‘ – und da sehe ich auch meine Blockade – da sehe ich den Widerspruch. Meine Liebe zum Buch – lässt mich zweifeln, mehr als Kostenrechnung – mehr als geglichene Innovation. Die Vorstellung also, eine neue Pädagogik einzuleiten, scheitert nicht an Geld, Kostenrechnung, Borniertheit – nein – sie scheitert daran, sich etwas Vorzustellen!

PS: das Trolley-Problem!
Mir ist klar, das dieses ethische Problem oft diskutiert wird – hier meine Antwort: „Wenn die Qualität von Leben keine Rolle spielt, dann zählt die Quantität!“.

 

 

 

Wo bin ich?

Du siehst dir momentan die Archive für Februar, 2018 auf Gedanken mit dem Netz gefangen an.