Eine Autopsychographie

2017-09-08 § Hinterlasse einen Kommentar

Da sitze ich nun und schreibe eine Autopsychographie, nur allein um all meine Texte zu schützen. Kein Kopierschutz und auch keine rechtliche Sache – dieser Schutz soll meine Texte von meinen Ich trennen – ein für alle mal. Da sitze ich nun, auf dem zweiten Monitor laufen Webclips über masturbierende Frauen. So viele Frauen die es sich mit einem Dildo geben. Ich rede mir ein, das es echt ist, ich rede mir ein, das die volle Emotion für dieses Stück Plastik nicht gespielt ist. Die Herrlichkeit einer Vagina – geschändet durch die eigene Hand mit reinem PVC. I am a Barbie-Girl in a Barbie-World. Und ich: I am a Business-Boy in a Business-World. I pay with plastic. Losgelöst von dem was ich beobachte mache ich mir meine Autospychographie einfacher als es für mich ist. Im Grunde bin Ich gar kein Ich mehr. Ich bin die reine Wahrnehmung. Ich definiere mich über meine Augen – manche Leute behaupten sogar ich hätte Schöne. Egal, ich kann eigentlich meine Augen nicht sehen – es ist so, als würde eine Kamera sich beim Filmen filmen. Der blose Gedanke verschreckt mich – ich suche mir ein neues Webclip von masturbierenden Frauen. Diese sind noch unverbraucht – noch nicht angewixxt. Wieso gibt es eigentlich so viele unterschiedliche Dildos? Mir kommt es so vor als hätte jeder YouPorn-Star ihren(manchmal seinen) eigenen Dildo. In den unterschiedlichen Formen und Farben. Ich könnte fast behaupten, sie versuchen den Dildo zu verkaufen – ihn zum Star zu machen – ihn zu mystifizieren. Mystifizieren – ein tolles Wort in Tom’s Autopsychographie. Wodka mit Orange – ein schneller großer Schluck und ein kurzes Abwarten – Erbrechen oder, nein – ich will diesen Dildo nicht kaufen. Noch nicht. Es ist ja so – eine Entwicklungsaufgabe der Psyche –> finde deine Vagina! Gibt es Ekstasen ohne Vagina? Ich glaube nicht. Zeit pissen zu gehen – und danach ein frisches Glas Wodka-Orange – es tut mir gut. Kurzzeitig natürlich – und auch nicht besonders nachhaltig – aber was soll’s. Ich muss zu meinem anderen Job – ich bin Schizoaffektiv – ich muss also – ich muss – das ist mein Job. Diese masturbierenden Frauen sind wahrhaftig Schönheiten – nicht diese ABC-Promi Schönheiten – aber schön. Und Sexy – ich will glauben das ihr Orgasmus echt ist – lass es keine weitere Täuschung sein – lass mich an die sexuelle Selbsthingabe glauben. Gegenwärtig bin ich also ein Wodka-Trinker, ohne jede Selbstwahrnehmung der der Ästhetik einer femininen Selbstbefriedigung selbst Befriedigung findet. Ich lege nicht Hand an. Aber irgendwie sind diese Web-Clips (youporn) doch ein Mahnmal – eine Warnung zum Matriarchat – der Alleinherrschaft der Vagina. Ich frage mich, wie die Dildo-Theorie [die ich gegenwärtig in seiner Diversität] miterlebe in einem Planwirtschaftlichen Konzept (wie z. B. dem Kommunisten) möglich ist. Ich meine doch, das wird der tatsächliche Grund für den Zusammenbruch des Sozialismus sein – drei Standard-Dildos für Alle – das geht nicht. 3 Millionen Frauen wollen auch 3 Millionen Dildos – in seiner Form, individuell angepasst. Wie passt das alles nun zur Überschrift? Also ich – wenn ich mich selbst beschreiben muss. Wenn ich auf die Frage: „Wie geht es dir“ antworten muss – ich muss – weil ich bin Schizo-Affektiv. Ich muss – in einen Spiegel schauen, und wenn meine Frisur mir ein OK zum Wohlbefinden gibt, ja dann – dann geht es mir auch gut. Meist reicht der Blick auf die Frisur. Schweift mein Blick, über den Spiegel, zu meinen Augen – ja dann bin ich wieder neu in mich verliebt.

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Urteilende Berufe

2017-09-01 § 2 Kommentare

Durch die Wechselseitigkeit und deren ständige Veränderung, die von der Perspektive abhängig, jedoch in der Immanenz des Seins eine klare Darlegung erkennt, sind es jene Berufe die urteilen. So mag es eindeutig sein, in seiner Berufung das Element des Verschiebenden im kontinuierlichen Veränderungswesen, welches seine konvoluten Begrenzungen als Begrifflich darstellt und versteht. Im Bedeutenden Moment sind die Einschränkungen als temporär verabschiedbar und somit obsolet. Es kommt also zur Wechselbedeutung als das Rekonstrukt seiner Darstellung und seiner inneren Bedeutung. Das Beurteilen als Beruf oder Berufung scheint dennoch nicht einfach genug zu sein, um es zu einem Massenphänomen zu erheben. Warum? Der Beurteilung, oder dem Urteil geht ein vorgelagert Prozess inne, dessen Deskriptoren erst zur Objektivität und damit dann zum entsubjektivieren Urteil veranlässt. Es erscheint kovalent und nicht mehr als Konvolut. Dessen Prozessstruktur aufzurollen ist nicht die Aufgabe, die ich (als Autor) mir gestellt habe – Ersten, zu einfach und Zweitens zu konkret. Die Abstrakte Ebene zu verlassen, wäre genau jener Schritt Richtung Abgrund, welcher dem gesamten Expose über die „Urteilenden Berufe“ seine Tiefe verleiht. Über die Erkenntnisproblemetik zu laborieren/diskutieren ohne Ausreichend die Wahrnehmungsproblementik gelöst zu haben, ist meines Erachtens nach anmaßend und zutiefst Unmodern (im Sinne der Kontinuität der Zeit), hauptsächlich weil seine Basis, sein tiefer Grund, sein Fundament die Lösung der Seinsproblematik in sich trägt – ja womöglich sogar klärt. Deshalb möchte ich Ebenen und Instanzen des säuberlich geführten Argumentenstrang überspringen und als gegebenen Hypoaxiomatik (eine Annahmevoraussetzung, die als Axiom in die folgende Beweisführung einfließt, um die Vorarbeiten als Gegeben zu betrachten und in Folge {zwar noch unter dem Simulationscharakter meiner Gedanken} ihre tragenden Darstellungen als fiktiv-real gegeben entgegen-zu-nehmen, um so den Metabereich untergeordneter Problembereichen seine iterative Gegenargumentskraft zu nehmen und in Folge auch einen Diskurs auf der konkret/abstrakten Ebene fortzuführen. So ist es mir möglich rudimentäre Angaben über das konkrete Thema darzulegen ohne die Abstraktionsebene verlassen zu müssen. [Anm.: Selbstverständlich kann ein genialer Ontologe die Progressionslogik meiner Argumentation in Frage stellen, und natürlich – was Philologen und Germanisten mit diesem Text verunstalten, möchte ich mir gar nicht vorstellen]. Einem reinen Ontologen gegenüber zu stehen versetzt mich selbst in respektable Erregung, weil die Seins-Frage m. E. als das höchste Betätigungsfeld der Philosophie einzuschätzen ist. Für Philologen und Germanisten habe ich nur ein schales Gähnen übrig; sollten sie beide [und beiderlei Geschlecht] Freude an der Kritik der Konstruktion anstatt dessen Bausteinen finden, so sollen sie auch urteilen dürfen. Um nun urteilenden Berufe zu sezieren benötige ich folgende, fertig determinierte Begrifflichkeiten [ca: Christlich geprägt, ec: entChristanisiert, sb: sprachlich begrenzt]:

1. Wahrnehmung [ec]
2. Zeuge [ca]
3. Zeugnis [ca –> ec]
3. Werte [sb]
4. Bewertung [ca + ec|doppelte Begriffsterminate]
5. Urteil [sb ad1:]

ad1: Urteil ist die paraphrasierte Bewertung.

Eine spannende Konstellation ergibt sich aus diesen fünf Entitäten, nämlich das Wahrnehmung und Urteil als bereinigtes Endsubstrat seine Entwicklung findet. Wenn wir nun das Urteil als paraphrasierte Bewertung sehen, erlaubt es en logiko die Abstufung auf eine sprachliche Ebene – und somit der einfachen Wortkritik mit dem Vermerk, dass Sprache hier als hermeneutisch verstanden werden muss und somit den Regelwerk des Verständnis und des Verstehens per se und an-und-für-sich unterordnen muss. Sie entwertet sich selbst und ist damit genau dieses spannende Element innerhalb der nicht-sprachlichen Argumentation als sein Entgreifendes, unfassbaren der sprachlichen Ordnung. Ich verweise hier nochmals, auf: „Was nicht gedacht werden kann, kann auch nicht geordnet werden“.
Die Ordnung (um was mir es mir in all meinen Texten geht) ist somit sprachlich gegeben – selbst eine Ordnung nach Ordialen ist als Prozess, als Progression allein gegeben. Nur gebe ich mich mit einer rein Sprachlichen Ordnung nicht zufrieden. Sie reicht für den Moment und heilt nur das Symptom. Sie möchte mir sagen, das die Arbeit getan ist – jedoch gebe ich mich damit nicht ausreichend zufrieden. Die Darstellungdialektik von Zeuge zu Zeugnis und Werte zu Bewertung ist auf der Gedanklichen Sphäre nicht einmal im Ansatz behandelt worden – Weil? Sie wohl eine immanente Metaebene angreift, die ein Widerspruch per se ist. Es ist schon einfacher als ich mir es erhofft habe. Der Zeuge verhält sich zum Zeugnis wie die Werte zur Bewertung – dennoch versteht man die reine Wahrnehmung noch lange nicht als ein Resultat welches im Urteil endet. Langsam müsste auch klar sein, wie es zu einem Urteil kommen kann – ob nun objektiv oder subjektiv ist im Entstehen beiläufig. Das nun der Zeuge zu einem Zeugnis kommt möge gern subjektiv konnotiert werden – das Wertekataster als objektive Grundlage zur Bewertung – ein Sprachspiel. Nur die reine Wahrnehmung ist das reine Urteil. Wie viel Wert das Urteil hat, soll über die Bewertung erfolgen – wie viel Einfluss der Urteilende hat soll seine Rolle als Zeuge zeigen – ich hoffe er überzeugt als Ideal des Theaters.

Wo bin ich?

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