Festschrift zum Sieg Ungarns über Österreich

2016-06-14 § Hinterlasse einen Kommentar

Wie der Titel schon impliziert habe ich die vollkommene Ehre dem Sieger jenseitig meiner für mich doch total zermürbenden Anhängerschaft eine Festschrift anzubieten. Diese soll nicht eine national-begründete sein. Diese soll keineswegs losgelöst vom Patriotismus des Einzelwesens – des mediengesteuerten Individuum geschehen. Es ist, wie in den meisten Fällen auch, die Niederschrift. Es ist der Blutzoll – es ist ein Tribut an die gelaufenen Kilometer – an das Ballspiel – an die Widrichkeit der Ergötzung zwischen einem schon geglaubten und dem tatsächlichen Sieg. Es ist ein Refektorium des menschlichen Begehrens und dem metamenschlichen Erfassens. Ein Seins-Gebundenes abseits des Onthologischen und dem entwertenden Erfassens als eine darstellende Entwirrung innerhalb eines Gordischen Knotens – dessen Entwirrung keinerlei Erkenntnis über das offen gelegte Problem liefert. So ist es klar, dass die Konsequenz sowohl ihre Auswirkung auf das affektive wie auch auf das effektive Gegenwertigkeitsgefühl hat. Das sich Angekommen-Gefühl – die Entmännlichung als der schräge Versuch dem Sport einem Mangel an „Gleichberechtigung“ nahe zu legen. In ihm wandelt der Geist seine physische Kompetenz. Er, der Geist, soll nun dem Volksempfinden nahe gelegtes offen abspielen lassen. Er, der Geist, soll sich der Historie abwenden und dem Gegenwärtigen seine volle Aufmerksamkeit schenken. Er soll, aus der Entartung einem nicht-Gegenwärtigen seine Aufwartung bringen und dem jenseits des Vernuftsenthemten eine syllogistische Form angedeihen, die sowohl ihre Auswirkungen als auch dessen konsequenten Verfall im Niedergang katalogisiert wie ein Bibliothekar seine Bücher oder eine Bibliothekarin ihre Bücher. Das Wesen des Erfolgs ist nun mal ein Konsens zwischen den sich bestreitenden Parteien. Es ist ein gegenwärtiges Einverständnis. Nur in der Historie soll ein Ergebnis als rudimentäre Statistik Widerhall finden – genau wie es keine Partei will. Die Historie erhebt sich über das Reale und wird zum Beschäftigungsfeld jener, die sich nicht getrauten im Gegenwärtigen zu agieren und damit das Zukünftige unbeeinflusst lassen. Die Historie erscheint als monumentale, als antiquarische und als kritische Tatsache. Sie beschreibt nicht nur die Quelle ihres Erscheinens sondern auch den unerträglichen Geruch des Moders, des Verfalls, eine Oxidation jeglichen Metalls. Die Historie ist die Negation jeglichen gegenwärtigen und kann gerade einmal zur Kritik des Seins hervorgebracht werden. Und für jeden Philosophen gilt noch immer, dass all seine Worte in Gold gegossen und in Stein gemeißelt werden sollen. Man verlangt von ihm oder von ihr ein bedingungsloses Bekenntnis zur Wahrheit. Man verlangt, dass seine oder ihre Worte, bestand im Laufe der Zeit haben – dass jeder geschriebene Jota auch morgen noch richtig gelesen werden kann. Das ist natürlich eine Zweiteilung – es ist eine weibliche und eine männliche Seite des Denkens – und das Denken ist absoluten Fussballfan (im 13. Spieler) einer Divergenz zwischen Hoffnung und Begierde verfallen. Das Denken wird bestimmend – es soll das Sein beeinflussen. Das reine Denken soll größer sein als die Gesetze der Physis – der Physik! Es soll deskriptiv/beschreibend sein. Es soll Einfluss auf eine der einfachen Wahrscheinlichkeiten nehmen und sich von jeglicher Form einer uns alle schon belasteten Normation entgegenwirkenden Kraft Impuls-gebend sein. Die Beständigkeit ist keineswegs minder einzuschätzen. Weniger weil ihre Kraft sich daran labt und noch weniger daran, weil das Entgegenwirkende des Seins seine Argumentationskraft verliert. Es soll verstanden werden, wie es in seiner bestmöglichen Darstellungsform exemplarisch für jegliche Völker, für jegliche Rassen Beweis darstellt. Sie ist einfach übertragbar wie ein Konstruktor und damit vielfältig einsetzbar. Unbewirktbar und doch vollständig nachvollziehbar. Es wirkt wie ein Impuls im Stätigen, im des Lebens suchenden Sinn nach Sinn, nach Entkräftigung der einfachen Niederdrückung unseres Daseins und im Verlangen nach Kontinuität, die dem Leben ihre Gesetzmässigkeiten aufoktruiert. Es soll der freischafende Moment sein – der/das Moment des unerwartenden in seiner Beschränktheit, gezeichnet durch paraodoxerweise seiner eigenen Beschränkungen, die dem Moment ihre onthologische Phenomenoligie berauben. Um nun die Wortgewalt dieses Exposes/dieses Tributs zu verstehen, empfiehlt es sich, den Archivator Ihres Vertrauens aufzusuchen, um das Fussballspiel Österreich – Ungarn vom 14. Juni 2016 nochmals anzusehen und zugleich natürlich die „Unzeitgemäßen Betrachtung von Nietsche“ zu lesen.

Als guter Verlierer verweise ich hier in diesem Text noch auf einen Mangel an Gender Mainstream-Aspekten im gegenwärtigen Fussball (bzw. Sport). Es ist die letzte Bastion männlichen Sexismus. Es ist das letzte Betätigungsfeld der Aussage: „Frauen können den körperlichen Anforderungen eines Männersports nicht standhalten“. Es ist ein falscher Impress für unsere Jugend und unsere Kinder – es spricht davon, dass nur Männer es schaffen können. Es teilt Männer und Frauen nur aufgrund ihrer Physis – bzw. einem vermarktungsfähigem Ideal. Der Sport (in welche Hinsicht auch) muss endlich auch Gleichberechtigt sein!

Advertisements

Wo bin ich?

Du siehst dir momentan die Archive für Juni, 2016 auf Gedanken mit dem Netz gefangen an.