Lineare Dialektik

2016-05-31 § Hinterlasse einen Kommentar

Dialektik: (vom griech. dialektike [techne], „die Kunst der Unterredung“), die Kunst der Beweisführung, die Wissenschaft der Logik. …
Für Sokrates … die Kunst der Unterredung zur Klärung der Begriffe …
Für Platon … die oberste Wissenschaft …
Für Hegel … die wissenschaftliche Anwendung der in der Natur des Denkens liegenden Gesetzmäßigkeiten …
Der große dialektische Dreischritt ist: Kapitalismus (Thesis) – Diktatur des Proletariats (Antithesis) – Klassenlose Gesellschaft und gleiches Glück für alle (Synthesis).    Philosophisches Wörterbuch, Schmidt H., 22. Auflage – Verlag: Kröners, Stuttgart 1991)

lineare dialektik

Das Aussagekalkül entspricht der vorrangigen Hypothese. Sie soll sowohl induktiv als auch deduktiv Bestand haben. Aus dem ersten Aussagekalkül lässt sich über eine Spaltung die These 1 (Abstraktion 1) als auch die Antithese 1 (Abstration‘ 1) ableiten. Die bisherigen Abstraktionen sind in seiner Argumentationskraft kontravalent zu der Aussage, jedoch lässt sich ein erster Syllogismus ableiten. Die zweite Stufe erlaubt eine Konklusion der Aussagen – jedoch muss eine Hilfssynthese zur konkreten Bestimmung eingeführt werden. Wo noch die Kontravalenz der Aussagen bestimmend waren, ist jetzt ein konstruktiver Prozess möglich. Die Konstruktion befähigt sowohl Abstratktion als auch die Abstraktion‘ (der Negation) als Konklusion. Es erlaubt wie auch in der 1. Stufe einen ersten Syllogismus. Die Schlussfolgerung soll offen bleiben – eine voreilige Aussage soll ausgeschlossen werden. – Bitte. In der 3. Stufe wirken sowohl die Erkenntnissen aus These 2 und Antithese 2 ein. Sie wirken wechselwirkend auf jedes der aus den Aussagen entstanden Teilgebieten und führen auch zu einer ersten rudimentären Synthese. Aber es ist doch nur ein Aussagekalkül welches sich in der 4. Stufe ableiten lässt. Man möchte meinen es bedarf an Selbstbewusstsein jetzt schon zu argumentieren. Deshalb empfiehlt es sich die Aussage als Hypothese zu betrachten und eine Iteration des Abstratktionsstufenmodell durchzuführen. Hier möchte ich auf die Iteration näher eingehen. Die gewonnen Aussage ist noch keine Erkenntnis. Es ist ein Kalkül. Mag sein, vielleicht ist sie stimmig – aber das ist zu wenig. Eine Wiederholung (im Modell als Iteration dargestellt) im Sinne eines hermeneutischen Zirkel ist unablässig. Nach n. Stufen der dialektischen Überprüfung sollte Ihre/deine Hypothese den Status eines dialektischem Aussagekalkül erreichen – es reicht dann um das Selbstbewusstsein zu haben diese laut auszusprechen!

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Der Becher des Sokrates

2016-05-20 § Ein Kommentar

SocratesSokrates war im antiken Griechenland ein bedeutender Philosoph und dramatisch unterbezahlter Sophist. Vater dreier Kinder und liebender Ehemann. Seine Frau Xanthippe kümmerte sich um das Familienunternehmen – so hatte Sokrates genügend Zeit sich der Philosophie zu widmen. Er galt auch als gern gesehener Gast auf den vielen, in der Antike üblichen Festen. Allein wegen seiner Trinkfestigkeit, trank er so manchen auf den Orgien unter den Tisch. Weil er für seine philosophische Lehrtätigkeiten kein Geld verlangte, bestahl er und seine Frau Xanthippe die maßlos besoffenen Gastgeber, manchmal eine Vase, manchmal eine Büste. Er verkaufte sie später wieder an die Besitzer zurück – man war mit diesem Modus äußerst zufrieden. Das Xanthippe als streitsüchtig galt tut nichts zur Sache. Vielleicht mag sogar diese Streitsucht die Inspiration für Sokrates gewesen sein – wer weiß? Jedoch wissen wir, dass Sokrates seine Xanthippe liebte und Xanthippe ihren Sokrates. So war er getragen durch Liebe und Sophistik – der Philosoph dessen Methode in die Geschichte einging. Die Methode der letzten Erkenntnis – der Erkenntnis nichts zu wissen. Man kennt ihn heute durch den Ausspruch: „Ich weiß, dass ich nichts weiß“. So ist die sokratische ultima ratio eine reine Selbsterkenntnis – kein Axiom – nur allein, weil sie schon durch die Logik falsch ist. Aber: Vom Standpunkt des persönlichen Erkenntnisvermögens die höchste zu erreichende. Vielleicht sogar eine Stufe über der Demut – jedoch definitiv ein Tribut an dem, was wir noch alles wissen werden! Ich schweife ab. Es geht hier nicht um die Weisheit eines alten Mannes.  Es geht auch nicht um jenes was dieser Sokrates seinen Nachkommen gegeben hat – es geht in diesem Text um das Geschenk das Sokrates von den Göttern erhielt. Keine Tugend und auch keine Weisheit. Es war ca. 400 Jahre vor Christus als Sokrates starb. Verurteilt, zum Tode durch den Schierlingsbecher. Angeklagt wegen Blasphemie und Verführung der Jugend. Schuldig gesprochen. Ein Urteil, das viele in Athen bestürzte – trotz der vielen Richter. Selbst Xanthippe sagte zu ihrem Mann: „Du wurdest zu unrecht verurteilt!“. Die Antwort war: „Wäre es dir lieber wenn man mich zu recht verurteilt?“. Xanthippe ging und betete zu den Göttern – Sokrates nahm ein Bad. Er lud seine Söhne zu sich und im Anschluss seine Schüler. Der Schierlingsbecher war bereit – Xanthippe betete. Sokrates selbst erzählte noch von irgendwelchen Flüssen und feilbot noch weiter Weisheiten. Unterdessen, waren die Götter im Olymp verzaubert vom Schauspiel das sich ihnen gebar. Die letzten Worte des weisesten Mannes zu hören, waren ihnen Unterhaltung genug. Sie ergötzen sich daran einen intelligenten Mann sterben zu sehen. Sie feuerten dem Ereignis entgegen – waren gefesselt vom Rausch des baldigen Todes. Hades hatte die Tischherrschaft – bald werden sie seine letzten Worte vernehmen – die Erregung stieg – andächtige Extase unter den Göttern. Nur Apollon sah die flehende, bittende und weinende Xanthippe. Er besann sich und reagierte blitzschnell. Den Tod des Sokrates konnte er nicht mehr verhindern, jedoch konnte er ihn so angenehm gestalten als es nur möglich war. Er, Apollon, segnete den Schierlingsbecher. Unterdessen sprach Sokrates seine letzten Worte: „Kriton, wir schulden Aeskulap noch einen Hahn, vergiß nicht, diese Schuld zu bezahlen.“ – er griff zum Becher – trank – starb. Schierling ist ein heimtückisches Gift. Es lähmt die Beine und man erstickt in Folge – langsam. Jedoch der gesegnete Becher ermöglichte Sokrates einen angenehmen Tod und in Folge blieb der Becher bei den Menschen. Von da an, konnte jeder der einem Sokrates würdig war, einen angenehmen Gift-Tod sterben. Um herauszufinden ob man einem Sokrates würdig ist, bot der Becher zwei Möglichkeiten. Trank man Wein aus ihm, dann verlebte man einen göttlichen Rausch. Trank man Wasser, so erhielt man die absolute Klarheit. Die Fähigkeit alles zu verstehen – alles zu durchblicken. Wer unwürdig war, verfiel in Wahnsinn. Und so ging der Becher des Sokrates auf Reisen. Er brachte Erkenntnis – er brachte höchsten Rausch und er brachte den Wahnsinn. Über 2400 Jahre wanderte der Becher von Persönlichkeit, von Gruppe, von Gemeinschaft über in ferne Länder – allüberall auf jedem Kontinent. Manche meinten ihn zu überlisten. Seiner gebar zu werden. Manche berauschten sich so lange, bis sie in Folge ihres Rausches dem Sokrates nicht mehr würdig waren und so in Wahnsinn verfielen. Andere wiederum tranken klares Wasser aus ihm, solange bis sie in absoluter Reinheit des Geistes, dem absoluten Einblick, der göttlichen Erkenntnis, der Epiphanie des Wissens ausgesetzt waren – solange, bis sie nicht mehr wussten, dass sie nichts wissen – und damit nicht mehr einem Sokrates würdig waren. Auch sie ereilte der Wahnsinn. Das Orakel sprach von einem Mann, der den Becher suchen soll und ihn finden wird – und es sprach von einem Lehrer, der vom Becher trinken soll – und in einem seiner SchülerInnen den/die Auserwählte finden wird. Der/Die wird den Becher des Sokrates an sich nehmen und in Folge die Welt verändern. Er/Sie wird Philosoph sein!

Das IKEA-Dispositiv

2016-05-15 § Ein Kommentar

I. ENKONDUKO

Nach langem Hin-und-Her konnte ich mich endlich durchringen, das schon lange fällige IKEA-Dispositiv zu bearbeiten. Anm.: Die Internetrecherche brachte insgesamt nur 5 Quellen zum IKEA-Dispositiv, wobei im Grunde nur eine Einzige für das Elaborat zur Verwendung in Frage kommt. Ich spare mir die lästige Zitation in diesem Text, weil die Quelle selbst durch keinerlei Schöpfungstiefe brilliert. Um einen lieben Freund glücklich zu machen, verweise ich auf Foucault, Deleuze und Agamben um kein klares Bild über den Begriff „Dispositiv“ zu bekommen. M. E. fehlt in den Arbeiten die notwendige Abstraktion um auf einer ad·ä·qua̱ten Ebene die Operation (losgelöst vom Philologischen) rein Philosophisch und wieder einmal reduziert auf Sprache durchzuführen. Selbst hier: Wie schon zu erwarten – welche weder beim Konstruktivisten noch bei einem seiner hermeneutischen Deskripteuren annehmbar und entvakantiesiert im Moment (ontologisch) Verfügbarkeit verspricht. IKEA ist eine eingetragene Firma – garantiert [ohne vorherige Prüfung/a priori] rechtlich geschützt. Kein Mitarbeiter / Keine MitarbeiterIn des IKEA Konzerns erteilte dem Autor den Auftrag diese Arbeite zu verfassen und/oder zu publizieren. Mehr noch – der Autor selbst distanziert sich von einer etwaigen Nähe zu diesem Handelsbetrieb mit den Businessfields „Schlafen – Essen – Wohnen – Ordnen etc.“. Der Autor (in Folge als ICH gekennzeichnet) hofft auf ein langes Leben des IKEA Konzerns – nicht wegen der gelebten Geschäftsphilosophie, sondern um über den Erdball verteilt viele Exemplare der IKEA-Dispositivitätshypothese für die Nachwelt haltbar zu machen. An dieser Stelle müssten selbst die Aktionäre, Eigentümer und deren Geschäftsführer sich von diesem Text distanzieren [jegliche Kenntnis davon abstreiten] so wie auch ich [bekannt als der Autor] langsam eine Distanz zum rein Sprachlichen finden muss, um dem Gedanken volle Entfalltbarkeit zu gewähren um so über seine Schwinge im Netz der Erkenntnis gefangen genommen zu werden. Seien Sie gewiss – das IKEA Dispositiv ist kein Entfesseltes!

II. CEV-PARTO

Objet neuf et intact, n’ayant jamais servi, non ouvert, vendu dans son emballage d’origine (lorsqu’il y en a un). So wird aus dem Anfang zu gleich sein Ende näher bestimmt. Das Voranstrebende scheint die Divergenz des sich abgleichenden in keiner Weise unreflektiert en passant zu gehen. Die Offensichtlichkeit der These [in kursiv] erweitert nicht die Möglichkeiten. Es ist schon in sich das Offene die Begrenzung in sämtliche Richtungen [radial] erfassbar – dadurch Linear. Die Linearität ist in keiner seiner Formen losgelöst zum zentralen Punk seiner  Entnimbusierung (falls man davon sprechen darf, da der Nimbus selbst den höchsten Grad innerhalb einer dialektischen Materialisierbarkeit einnimmt). Die Offenlegung wird das zentrale Moment des operativen Eingriffs in die originäre Anschaubarmachung – sie spiegelt das Angeschaut-werden und das Anschauen durch seine vollständige Bereitstellung in Form einer durch das Räumliche [euklidische] und dem immanenten Bereitschaftsaspekt seiner Entwurzelung durch die fremdgesteuerte (ein wichtiges Element eines Dispositivs) Machtausdehnung – wieder.

L’emballage doit être le même que celui de l’objet vendu en magasin, sauf si l’objet a été emballé par le fabricant dans un emballage non adapté pour la vente au détail, comme une boîte non imprimée ou une poche en plastique. Die linienförmige Ausbreitung des Dispositivs findet nun in seiner Wachstumsphase ihren Vektor. Die Ausbreitung entspricht weniger und weniger seiner durch kulturelle Befangenheit befähigten Entstehungsontologie. Die seienden Aspekte treten in den Vordergrund, indem sie sowohl das Aktuelle provozieren und das Zukünftige dadurch deduzieren. Ein Geschäftslokal [ein Lokal als Konstante] braucht damit seine Legitimation innerhalb welcher die Akteure, die breiten Facetten ihrer sprachlichen Entwicklungen, durch das Produkt transportieren. Die Entstellbarkeit durchwandert ihre Ausgrenzungsimpulse und terminiert diese in einer sekundär sprachlichen, jedoch primär interaktiven Form des Gesprächs. Des Verkaufsgespräch. Das Objekt bleibt das Objekt – das Subjekt bleibt ebenfalls subjektiv. Die Entattributisierung der Handelsware erfährt keine Dekonstruktion. Es sind alle Elemente implizit verpackt. Es begreift damit den Prozess des Handelns als einen entsprachlichten – aber keinesfalls entsyntaktisiert. Erkenntnis wird zu zentralen Argument des Handelns. Ontologisch nicht unbedenklich – da es keine Verbindung vom offen Visualisierten zum verpackten Ensemble (hier die Akteure) gibt. Sie sind variant und doch zugleich uniformiert. Die Vermenschlichung (in einer entarteten Welt) geschieht biologisch als Rückführung von der Idee – zum Bild – zum Abbild – zur Vereinigung von Holz und Fleisch – bis zur Holzfleisch gewordenen Maschine. Eine Entgleisung ist ein einfaches Resultat der Mode und damit ein Ende des Zeitalters des Wassermanns obwohl wir Harmonie und Verständnis mitgenommen haben. Die Homogenität versinkt in den sieben Weltmeeren wie Plastikteile in welchen sich die Ureinwohner der Meere verfangen – die Fische. Wer überleben will braucht Kiemen. Wer weiter leben will, atmet die Atmosphäre seiner eigenen vier Wände und erkennt sein eigenes Resultativ in der Willensfreiheit – die Freiheit auf die eigene Freiheit zu Verzichten. Die Elementarformen beschreiben den Grundsatz einer einfachen Gesamtheit, obgleich diese schon nur mehr als evolutionäre Erinnerung präsent sind. Es lässt sich nicht abstreiten – der Traum wird zum Rausch – der Rausch zu Homogenisierung; und die Flucht aus der Heterogenität zum Traum! Träume Geist – Träume!

Consulter l’annonce du vendeur pour avoir plus de détails! Der Imperativ ist wohl die letzte Konsequenz in jeglicher philosophischen Tätigkeit. Der Imperativ trägt jegliche Quintessenz – der Imperativ ist die göttliche/letzte Instanz aller Bemühungen. Es ist seine Teleologie! Warum? Warum steht nicht eine Frage am Schluss? Warum müssen wir? Warum fragen wir? Weil jeder sich und keiner jemals die Fragekategorien eines I. Kants entwirrt hat. Weil keiner einen Immanuel Kant aus der Intensivation geholfen hat. Weil keiner die Blüten höchster Frage-Erkenntnis konkret beantwortet hat. Weil keiner gegen den Strom geschwommen ist – noch nie.  Der Strom wandelte sich. Schwimmen ist keine Grundkompetenz mehr. Tief tauchen und hoch springen. Dem Faszinationsmoment Nahrung darbieten. Spuren des Verwischens entwickeln erst ein Gesamtbild welches in keiner Form und in keiner Art jemals die Frage nach dem was soll ich [losgelöst vom Autor, ich als Dekonstruktion] tun? Der Imperativ ist der geteilte Blick – er lässt beide sehen – den Dominanten und den Rezessiven. Den Rezipienten und den Sprecher – jener der mit Worten spielt als wären es Bausteine. Jedem der das Gebilde erst jetzt als Ganzes erkennt. Als fertiges Produkt, zusammengebaut aus vielen/einigen Einzelteilen. Geformt durch die Anleitung/dem IKEA-Imperativ. Schraube um Schraube – Brett um Brett. Und trotzdem fragen wir uns, ob wir dem Befehl auch tatsächlich nachgekommen sind. Wir stehen dem Produkt wie gesehen gegenüber. Wir haben wie gekauft. Doch sind wir dem Befehl/Imperativ des IKEA-Dispositiv auch wirklich nachgekommen? Haben wir konsultiert. Nein. Wir haben bewertet – beurteilt. Wir unterschieden zwischen brauchen-wir-nicht und wollen-wir-nicht. Ein Konsultationsimpuls des „Jenes-passt“. Doch der Impuls – die Frage: „Haben Sie ein Produkt gegen meine depressive Stimmung?“. „Haben Sie ein Produkt das meinem Sex entspricht?“ „Können Sie mir ein Produkt gegen dies und für jenes empfehlen?“ haben wir nie gewagt. Wir konsultierten nie die Details. Obwohl wir die Möglichkeit hatten/haben. Obwohl es sogar gewünscht war. Verlangt! Wir fesselten uns mit den Stricken unserer eigenen Beschränktheit. Wir stehen kurz davor das Meer zu verlassen und reinen Sauerstoff zu atmen – doch wollen wir das? Natürlich wollen wir das, wir brauchen den Sauerstoff um atmen – wir brauchen ihn als Medium um zu sprechen. Lernen wir endlich zu sprechen, dann lernen wir vielleicht auch zu konsultieren.

III. FINE

  • Im Schluss erwartet man von mir eine Zusammenfassung. Nonsens. Ich nutze den Schluss um zu Danken. Danke an:
    Die Französisches Sprache – danke das ihr ein „la fin de monde“ noch immer als Ende und Ziel zulässt.
  • Danke an meinen lieben Freund (der gerade diesen Test [wahrscheinlich als Erster] gelesen hat) und mich motiviert hat an Foucaults Theoreme anzuknüpfen.
  • Danke an die Macher des Musicals Hair für die musikalische Unterstützung!
  • Danke an den Erfinder des Inbusschlüssel!

 

Deus ex

2016-05-10 § Hinterlasse einen Kommentar

Als ein von der Erkenntnis gelöstes Refugium des menschlichen Begehrens und dessen daraus folgendem Mühsal soll die resistenten Formen selbigen nicht näher behandelt oder gar operiert werden. Das entspricht den Zügen einer ins neue gehenden, generativen Explikation des Formenden (als Subjekt verstanden) oder des Ergiebigen (als Objekt gesprochen), verstanden so wie es der Verwendung nach erscheint. In einem Fall ist es ein Verb (ein Tuendes), im anderen gebietet es sich als Adjektiv (ein Beschreibendes) welches mich meiner favorisierten Thematik nähert – so der Dialektik vom Normativen und vom Deskriptiven. Die Entscheidungskraft entspricht in dieser Ein(dualistischen)heit als nahe liegendes. So wird eine genaue Betrachtung eher noch als eine hypothetisch (von Hypothese vorbestimmt) ein Kleinod des analysierenden Geistes. Die genaue Betrachtung soll eher dem Laboratorium Genugtuung leisen. Offenlegung wäre ein erster Schritt. Beteiligung und konsensueller Kampf um den letzt endlichen Sinn – um die letzt endliche Leistungskraft (aus welchen in beiden Fällen ein Machtmittel deduziert werden kann) ist auf keinen Fall ein Schritt in das Wahrheitsdogma einer entwirkenden Allgemeinheit des durch die anthropologischen Gesetze beschränkten Wirken und Denken – oder besser/eher noch: dem Denken und Wirken. Sinnstiftendent als Deus ex, als Eingreifende (unerwartete) Macht zugunsten der noch in der Entwicklung projektierten Maschine. Ein Deus ex des systematischen Entwirren aus der Verwirrung seiner eigenen Systemtheorie – seines eigenem Systemkonstruktivismus. Es scheint sich, als primär gegeben, die Verwirklichung als sprachliches Spiel innerhalb des deterministisch begründeteten Beschreibungsaffort als ein Naheliegedes/situitiv/und_zu_gleich_intuitives Auferstehen. Aus der tiefes seines eigenem Todes, Entsprungenes (Nomen) geschieht die Umkehrung vom lang abgelegten/archivierten zurück zum praktisch/pragmatischen Anwenden durch die Besetzung als ein kognitives Ensamble des denkbar gemachten – dadurch des sprachlich Fangbaren. Zurück zum Deus ex – fassbar als ein Rückgängigmachen, als ein Wiedergutmachen, gewollt durch die aus humanistisch verstandenen Machtmitteln eines armseligen Gottes (den Gott hat sicher kein Girokonto – und wenn, bei welcher Bank?) zum mächtigsten Erscheinungsmoment. Ja – die göttliche Macht ist ein Moment – oder doch nicht?? Die Machtmittel des Menschen sind, von Gott losgelöst, nicht denkbar. Jedoch glaubbar. Das Begreifbare wird nun zum Mittel der Macht – die nicht ohne Medium (respektive Mittel) sein Verständnis finden kann. Es ist unglaubwürdig die Macht als einen operativen Prozess näher zu bringen. Es ist dem Deus ex wiedersprechend den Willen als höchste Instanz darnieder zu legen. Die Restriktive erscheint nun als Reduktion – die Methode der Wahrheit, den Wahrheit muss nicht in eurem empirischen Untersuchungen, in eurem Labor, unter eurem Mikroskop und in eurer akribischen logischen Untersuchung bestehen – sie muss, und vielmal mehr, in ihrer Einfachheit bestehen. Nur ist diese (simplifiziere Wahrheit) meist nur eine Sprachliche. Sie beginnt mit dem Jota – sie endet meist mit einem Satzzeichen. Gefangen durch eine Versalie – gefesselt durch ein semiotisches Element – das uns die Wahrheit affektiv bedrängt. Oder so, wie ich schon sagte: Seid kreativ, doch bannt eure Kreativität auf ein DIN A4 Blatt – und vielmehr ergibt sich daraus die Erkenntnis – das ein DIN A4 Blatt entweder zu groß oder zu klein ist. Dass das Kreative der Norm Nahrung und zugleich Rahmen ist. Und natürlich Wechselseitig wahrgenommen. Und auch, weil es uns eine Okkasion ist, dem Künstlers Schaffen ein Lächeln, eine Träne, ein Wohlwollen und selbstverständlich einem Ekel abzuleisten wir im Prozesse sind und im Produkt (beschrieben durch sein Ende) auf jedem Fall Tribut zollen. So als wären wir Vasale der künstlerischen/göttlichen Inszenierung. Das Klatschen – die Körpersprache des erzwungenem Geistes. Das wohlwollende Wiederfinden. Das excaltische im Konsens. Was wir im zweifenden Ich. Das „Ich-klatsch-also-bin-ich“ im Machtmittel des Lobes. Des Wohlwollenden – möge es nun Theater, oder doch nur ein Idol des selben, sein. Möge es die Umkehrung sein, möge es der Moment sein, den wir Meschen seit Eoenen suchen. Möge es eine Chance – eine Möglichkeit sein. Soll es der Moment der Selbstumkehr/erkenntnis sein. Möge es einfach. Ist es das Niederknien vor der eigenen Kunst – ist es das Moment des Verbeugens als Zeichen – als philologisches Moment des Tributs in seiner Wechselwirkung – in seiner Beständigkeit – denn von Generation zu Generation wird das löbliche zollen von Wohlwollen transponiert. Es überträgt sich vom ich habe es Ertagen zum euer Ertragen soll durch Verneigung Bestätigung finden. Zum wahren Deus ex in der Wandlung vom Rezipienten zum Künstler!

Wo bin ich?

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