Der Nikolaus

2010-12-31 § Hinterlasse einen Kommentar

Nikolaus: „Na, da wollen wir mal im großen Buch nachlesen ob du auch brav gewesen bist“.
Tomi: „Ja, aber du weißt schon, daß ich kein Christ bin“
Nikolaus: „Das ist egal, alle die brav waren bekommen auch ein Geschenk“
Tomi: „Aber ich glaube nicht an dich oder Gott“
Nikolaus: „Jedoch ich stehe vor dir“
Tomi: „Und darum gehts auch. Durch meinen Nicht-Glaube müsstest du verschwinden, da du aber nicht verschwindest verfiziert sich nur mein Nicht-Glaube. Mit anderen Worten: Nur wenn deine Erscheinung aufgrund meines Nicht-Glaubens verschwindet, beweist das die Kraft meines Glaubens.“
Nikolaus: „So, jetzt wirds mir aber zu blöd – ich geh zu einem braveren Kind“
Tomi: „Ja mach das!“
Tomi: „Obwohl, das Paradoxe an der Sache ist, das solange ich nicht an Gott glaube und keine Wunder oder Göttliche Erscheinungen passieren – das der Beweis für die Existenz Gottes ist …“
Tomi: „Hallo“
Tomi: „Ist da jemand?“
Tomi: „Oh Gott – lasst mich nicht mit meinem Hirn alleine“

Advertisements

Teufelsrotz

2010-12-19 § Hinterlasse einen Kommentar

Was sich als Entscheidung bunter Sätze, im Rausch des Nebels Widerstand als solches aus dem Kreis der Traurigkeit entnimmt, weiß erst was wirklich Wahrheit seines Lebens Widerstand bedarf. Und auch, wenn er, der ständig um die Gunst der Stunde seiner Rolle neues Abgewinnen kann, auf gleich groteske Art im Kampf gewinnen, im Kriege siegen und im Inneren verzweifeln will; so sieht er in genau jener Tat, die einem Menschen feiner nicht bekommen mag, das Resultat – aus Krieg und Tod und Jammerklagen seiner Kameraden, die Schmerzverzehrten Fratzen, die Konstruktion der Lügen – brav vorgetragen von braven Journalisten gesponnen aus dem Hirn der Liebsten, die nichts als Liebe sonst für Ihn und aber auch für seine Freunde hat, doch während dieses Krieges, die Liebe prach liegen lässt und sich der Vielzahl anderer Gefühle, die mannigfaltig, Bunt und schimmernd einen Rausch erzeugen, den keiner zu Ertragen mag. Der Witz – man mag nicht drüber lachen, der Krieg, der ist nicht offiziell. Es gibt kein Schreiben, keine Signatur und auch kein Handschlag. Schon gar nicht wurde gar ein Fehdehandschuh oder für Wahr zu werden dieses schreckliche Geschehen durch eine Tat, die schrecklicher je seien mag um all das mit der Stampilie der „Wirkung“ zu versehen. So merkt man’s nun in erster Linie an deren Kleidung, die weder Tarn noch Taktik tauglich ist, noch gar nicht praktisch und überhaupt am wenigsten spartanisch. Gold, purpur glänzend neon farbene Bekleidungsstücke. Und nur die Besten sterben Jung. Aus Welterkenntnis wird Gewohnheit, auf die man baut, wenn es zu grell oder zu drastisch wird. Das Geniale unseres Daseins, im Schatten dieses Krieges, ist nichts mehr als nur ein Stück Materie das man bei sich trägt, wie einen Schirm und dann, wenn Menschlichkeit oder das Menschdasein in ärgster Bedrängnis ist, es aktiviert um wieder klein zu sein. Durch gleiche Werte stark verbunden, verlangt der Führer dieser neuen Krieger nicht Ruhm, nicht Ehr, nicht Aderlass am Feinde.  Ihm reicht wenn er als Tugendhaft gerufen, wenn man sein Tun und seine Taten trotz wider Verhältnisse als müßig nennt und all das Grauen, welches er hervorgerufen, der Notwendigkeit zugrunde fällt. Ihn schmücken keine großen Orden, die von noch höherem als ihm selbst verliehen, den selbst er weiß sich und seines gleichen gering genug zu schätzen, um dann im Kampf nicht seinen Mut an den Übermute zu verlieren. Es sind die ständig neuen, alten Wege, gemacht aus fünffachen Asphalt, worüber er mit seinen Leuten, die Schritte übt, um dann zu sagen, das auch wir, des Gehens mächtig sind um eindrucksvoll vor all dem Pöbel dem bald nach diesem virtuellen Kampf auch sie Bestandteil sind, im Marsch doch keineswegs gleich einem Söldner und auch nicht einem Krieger, der den Lohn für seine Schlächterarbeit vom Staat erhielt, Begeisterung erzieht, wie einen Schulbub der sich nicht zu wehren weiß. So wandern sie und wissen durchaus etwas anzufangen mit der kurzen Zeit die ihnen noch zum leben bleibt. Im Grunde sind’s doch Gott gewollte Wesen. Von einem Ziel weit entrückt, von einem Dasein, welches von der breiten Masse ohne viel Zutun anerkannt, entfernt wie der Prophet vom Berg und in ihrer Art zu kämpfen zunehmend brutal – weder tödlich, noch verletzend, doch für den Geiste abnormal. Und nichts als Sinnlich Geist der Zeiger dieser Uhr, hoch übern Kirchturm die die Zeit in Stunden näher dem was Tot uns bringt sich schneller weiß und schneller seinen Weg erbringt, in eine Richtung, Richtung Grün. Von nun an steht das Firmament so offen wie ein Scheunentor, das außen keinen Platz mehr bietet für schändlich Tratsch und Hurerei die oft in jenem Dorfe sich vor jenem Scheunentor geboten hat. Denn nur ein Blick aufs holde Weib, das feilschend lüstern ihren Zopf zur Öffnung bietet ist ebenso ein Blick hinauf zum Firmament, zum Horizont, zum greifbar letzten Weg der so wie der Geist es glaubt, von Dasein keine Ahnung hat, im Weib und auch im Horizont das Ende sieht. Von Fern wo Schmerz zerrissene Gegenwart, dem Tollpatsch keinen Laut entringen kann, um ihm vor all der Schar an aufgebrachten Leut die sonst so oft entstandne Last dem Schuldner überträgt, nimmt langsam Schweigen überhand. Auch hier, der Witz, denn ist’s der „Tollpatsch“ der den Grund für Kampf und Krieg ergibt. Im Grunde ja, denn nur der „Tollpatsch“ ist, in Natur sowie Moral, bekämpfenswert und auch zum Schützen gut genug. So denken wir doch nur daran, was doch der „Dussel“ in all der Zeit kaputt gemacht und weil sein Tun nicht irgend einer bösen Absicht abzuleiten ist, kann man sich gern auf seine Seite stellen. Warums nun keinen Krieg, des Tölpels wegen gibt? Nun, weil es da die kleine Gruppe hochgescheiter Herrn (und Damen) gibt, die Systematisch drüber Reden, was dieser „Tollpatsch“ hat zerstört, und wichtig neue Regeln oder Gesetzte bilden, damit das ja kein zweites mal passiert. Und während weise Menschen reden, zieht kein Krieger in die Schlacht. So oft wie auch der Vogel nicht vermag die tiefen der See und dessen Schönheit je gesehen ist doch in aller Höhe nicht allein das Glück zu finden das uns alles nur von oben lässt betrachten auf dem Weg der Richtig ist! Und wieder ist’s ein Weg den man beschreitet! Ach, wärs doch nur ein Trampelpfad, der Tiefe hat erlangt durch wandernde Gesellen, durch Kaufmannsleut die ihre Waren über jenen Pfad zum Manne brachten, durch jene Pfaffen, die sich nicht zu Schade waren, den Pfad auch mit ihres gleichen Fussabtritts zu begrenzen, durch Advokaten und den gleichen Stand, der sich zur Juristerei bekennt und schließlich durch die vielen Gott geliebten, Gott gehassten Pädagogen, die einen Gut die anderen Bös. An jenem Fußweg sitzt sich wahrlich gut, um nur allein dem Kommenden und Gehenden das freundliche „Grüß Gott“ zu zollen. Das Gras herum, um diesen Weg ist herrlich grün, der Pfad himself ist erdig-ocker-braun. Es kann auch sein, dass alle rundherum der Täuschung nahe sind, doch dieser Pfad ist sicherlich gerade jetzt so tief wie nie zuvor. Und weil so manch ein lustig Zeitgenosse, es für dienlich, ratsam und notwendig hielt, den Pfad mit Kiesel aufzufüllen, blieben all jene aus, den Weg zu gehen, die oben nicht erwähnt, jedoch es Wert sind. Einem Soldaten ist’s egal über solch einen Pfad zu gehen, den schließlich trägt ein jeder festes Schuhwerk, das bei Bedarf, und militärischer Bedarf bedeutet hier an dieser Stelle „Krieg“, den Status Qvo der Schuhwerkskunst entspricht, also nur bester Qualität. Aber, das alte Schuhwerk hält noch 1000 Jahr, so hoffen alle, wenn es der Söldner sauber putzt. Die unsrigen Krieger wären doch zu individuell um diesen Weg zu nutzen. Womöglich zwei oder drei. Was diesem Pfad jedoch am meisten fehlt, sind Schilder, vorne, hinten mit der Aufschrift „Bis auf Widerruf gestattet“; zu schwer war es jemanden zu finden, der dreist genug wär, den Widerruf zu tun, weil doch der Pfad schon ewig hier und auch für alle da. Im Sinn oder im Unsinn liegt nicht die Frage ob`s nun schnell oder Langsam geht, wär’s nichts so Relativ zu glauben das unsre Ewigkeit in einem Sandkorn liegt, das nicht aus tausenden, entsteht, als mehr sich wieder, in dem einem das dort liegt sich wieder findet und sich der Traurigkeit entzieht!

 

Insert Titel here

2010-12-17 § Hinterlasse einen Kommentar

Und dann waren da noch diese Drei. Von außen betrachtet und einer weiten Distanz, drei unscheinbare Traumtänzer die ihren Namen auf jedem Formular das in jeder öffentlichen Behörde bereitlag eintrugen, nur um ihrer Identität Nachdruck zu verleihen. Am liebsten verweilten und sinnierten sie bei dem Feld „Beruf“, da ihre Ausbildung sie ja zu fast jeglicher Geisteswissenschaftlichen Berufsbezeichnung bevollmächtigte. Was aber auch ziemlich egal war, denn genau zu dieser Zeit, in der die Formularvordrucke für teueres Geld aus der Hauptstadt angeliefert werden mussten, weil alles nur mehr zentral passieren sollte, waren Geisteswissenschaftliche Berufe nur für Gruppen gut, die sich zusammen in Lauben oder unter Universitären Dächern trafen und so, über meist durch Spenden finanzierte Denkprojekte ihren Lebensalltag zu einer sinnvollen und für ihre Mitmenschen auch nützlichen Zirkuslandschaft des Geistes gestalten. Kein Leben für nur einen dieser Drei, die sich leidenschaftlich gerne überall eintrugen, wo es nur etwas einzutragen gab. Aus einer schon fast besessen fixen Idee heraus glaubt der Erste der Dreien, dass er eine Art Protagonist, ein Eckpfeiler, ein Stützblock für die Datenbank sei, die hinter dem Formular welches er gerade auszufüllen suchte, sei. Der Zweite wiederum, hatte mehr oder weniger nur pragmatische Gründe sich bei einer Volkszählung oder einem Preisausschreiben einzutragen. Die Motive sind so mannigfaltig, so individuell und umfangreich, dass es sich lohen würde, bei jedem dieser Ausfüllblätter stets um die Motive der Einschreibung zu hinterfragen. Hinterfragt man dem Dritten nach seinen Beweggründen diese Formulare zu bearbeiten – so würde man, gemäß seiner Attitüde auf ein dunkles schwarzes Gähnen stoßen; seine Standart-Antwort auf die meisten Fragen. Die sicherste Art sein Geld durchzubringen war das Glückspiel. Alle spielten, von Jung bis Alt – jede Form von Spielen war erwünscht und wurde gefördert – nicht jedoch von Politikern oder anderen selbsternannten Autoritäten. Diese warnten gerne vor Prostitution, besuchten aber stets und regelmäßig eines der wenigen gutgehenden Bordelle. Sie verteufelten Drogenkonsum aber wirklich kämpfen und wahren Kampfgeist bewiesen sie nur im Krieg gegen das Spiel. Wie man unschwer annehmen kann, genossen diese Mitmenschen wenig Popularität trotzdem lud man sie gerne zu Cocktailpartys ein; hauptsächlich um den Alkoholkonsum kontrolliert aber doch lustig zu gestalten.

Verständnis brachte man in genau jenem Ausmaß diesen Leuten entgegen, die ebenfalls und Ihresgleichen mit der so wie sie es gerne bezeichneten Vernunft behafteten Dosis Toleranz mitbrachten. Scheinbare Regression war das Logische Ziel dieser Gesellschaft – oft hochgepriesen und hochstilisiert durch Renaissance-Simulacren oder gleich Geschichten aus der Antike die die Geistig minder beschenkten männlichen Anwesenden zu Träumerein verführten und den weiblichen Publikum genug Platonischen Spielraum für Sexuelle Phantasien gab. Es war diese typische „Weiß-Mamor“ Gesellschaft, die ihre Hochblüte jeden Sommer erlebten – obgleich auch der Wein in Strömen floss – und ihre Fassaden sich im grellen Licht der heißen Sommersonne spiegelte. Das schreckliche war, dass Ihre mamorierten Zähne, welche Sie als Lächeln jeden Fremden schenken tatsächlich echt waren und selbst hinter dieser Fassade ein Fundament aus Moral, Ethik und Sozialgefühl stand, welches fern von Heuchelei oder Theatralik erstreckte. Mit anderen Worten – ihr Hintergrund war echt, so echt, dass es einem Kritischen Geist nur die Wahl ließ, sich zufrieden im Kreise dieser Gesellschaft niederzulassen oder aber, um später dann wenigstens Selbstkritik und in Folge dessen wieder Kritik am Nächsten zu üben, sich am Sozialen Fangnetz so zu laben, das genau diese Dekadenz der Angenommenen und Vermuteten Tugendhaftigkeit zum Erbrechen führt. Genau die richtige Spielwiese für jene, die von sich selbst behaupten, dass sie Protagonisten seien, dass sie intuitiv handeln oder, dass sie aufgrund jahrelanger Überforderung des Geistes nur mehr blanken Nihilismus durchleben. Genau jene Drei werden sich sicher nicht mit Freude am Sozialnetz laben, aber sie werden es tun und keineswegs wird einer dieser Drei dabei das große Kotzen finden – noch das einer dieser Drei es als Selbstverständlichkeit ansieht. Eher und viel sicherer werden sie auf ein Geheimnis stoßen, welches jahrelang die Menschen dazu motivierte besser zu werden – bessere Menschen – ohne Gott an Ihrer Seite.

Cannabis: Soziopolitische Gedanken

2010-12-12 § 2 Kommentare

Ein Gedankenmodell, welches mich schon länger beschäftigt, möchte ich hier in diesem Blog veröffentlichen. Und zwar: Überlegungen zu einer Legalisierzung von Cannabis, bzw. THC-haltigen Produkten.

Grundsätzlich vertete ich die Meinung, daß meine Mitmenschen (insbesondere die jüngeren) das Leben in seiner vollen Nüchternheit genießen sollten. Sich ständig zu betäuben oder sich selbst in Skizophräne (bzw. Psychotische) Zustände zu versetzten geht am „Prinzip Leben“ vorbei, und ist kein Widerstand gegen den Gesellschaftlichen und/oder Politischen Status Qvo. Der Konsum von Drogen jeder Art ist auch kein revolutionärer Kampf gegen das System, nicht einmal eine zur Schau-Stellung der eigenen System-Unzufriedenheit. Geisteswissenschaftliche Erkenntnisse aus dem Rausch zu ziehen, ist eine Selbstlüge des Süchtigen – Bewusstseinserweiterung durch den Rausch zu erfahren, ist eine Selbstlüge des Konsumenten.  An dieser Stelle: nachhaltige Bewusstseinserweiterung ist über das Gespräch, über die eigenen Gedanken und über die Adaption von fremden Gedanken möglich. Nachhaltige geisteswissenschaftliche Erkenntnisse erfährt man durch den Diskurs, bzw. durch eine rationell, oder empirisch, oder hermeneutisch wissenschaftliche Arbeit. Diese wissenschaftliche Arbeit (mit all seinen unterschiedlichen Methoden) trägt nicht nur zur Erlangung von Erkenntnis bei, sondern fließt in das Persönlichkeitsbild sowie in die psychisch/kognitive Grundkonfiguration des Suchenden Menschen ein. Affektive Verhaltensmuster bauen sich auf: wie z.B. die Übernahme von soziologischen Rollenbildern und dessen damit verbundenen Persönlichkeitsmerkmalen oder Einstellungen. So ist also die geisteswissenschaftliche Arbeit ebenfalls mit einer Persönlichkeitsveränderung verbunden die ihren Ausdruck durch Anpassung an die wissenschaftliche Tätigkeit findet und in extremen Fällen sogar zur unweigerlichern Neugestaltung  der affektiven Verhaltensmustern führen kann. Da nun, wissenschaftliches Arbeiten – jenseits der klassischen geistigen Tätigkeiten – meist eine empirische Funktion ausübt, wird der Schluss nahegelegt, daß dem kritischen Realisten (dem empirischen Wissenschaftler) ausschließlich exogene Faktoren und/oder Argumente zur Wahrheitsfindung zur Verfügung stehen. Diese Aussage, ist kein weiter Sprung nach vorne, sondern rein eine allgemein bekannte These. Konsensual sollte hier nicht nur die klar logisch formulierte Aussage im Vordergrund stehen, auch nicht der damit verbundene Sylogismus, sondern die reine Determination der Begriffe aus dem aufgestellten Satz. Eine Neudefinition des Logos weckt nur den Unmut der wissenschaftlich Arbeitenden, die „Lebenslang“ einer ständigen Umformulierung von Begriffen und/oder Kategorien unterworfen sind. Mir selbst ist es gleich, ob Begriffe eine neue Schreibweise oder eine neue Bedeutung bekommen – gehöre ich doch zu der Gruppe jener Menschen, die für ein gedankliches Modell als Nomenklatur sogar Semiotische Zeichen oder Nummerische Folgen akzeptieren können, unter der Prämisse daß, das geistige Modell klar verständlich und aufnehmbar ist. Wider meine eigene Natur, vom Leser ein unkritisches Verhalten zu verlangen – bitte ich den Leser, die folgende Begriffszuweisung kritikfrei aufzunehmen:

Empirische Wissenschaft sucht nach Wahrheit.
Rationale Wissenschaft sucht nach Erkenntnis.

Mir ist klar, das die Aussage keine nachhaltige Wirkung haben kann – nur allein, weil der Diskurs über das Endgültig zu Findende schon doch seit einigen Jahren im Gange ist. Jedoch, wenn der werte Leser, die zwei Aussagen temporär als Axiom akzeptieren würde, fällte es mir leichter logische Gedankengänge zu konstruieren ohne dabei einen weiteren Positivismusstreit auszulösen. Wie nicht schwer zu erwarten war, kommt jetzt noch die Bitte: Wahrheit und Erkenntnis als ein und das selbe zu betrachten. Begründung: Der Autor möchte (um ehrlich zu bleiben) keine Defensio über die Untersuchungsmethode erstellen. Neben der Schreibfaulheit des Autors unterstützt die retrograde Reduktion der Begriffs-Kategorien eine Hinführung zu einer einfacheren Ebene und damit verbunden, zu einer kritischeren Auseinandersetzung mit dem Inhaltlichen Teil der Hypothese. Hier der langersehnte Wunsch den Sprung vom Logos zur Idee zu schaffen, dessen Machbarkeit sich jenseits der kommunikativen Möglichkeiten und Grenzen befindet – deshalb ein Metaphysisches Phenomän bleibt – und dadurch jede Form von Realitätsbezug entbehrt. Auch wenn der Autor liebend gerne noch Stunden über eine Kognitive Verständigung durch Reduktion (im Vergleich zur geistigen Erweiterung) philosophieren möchte, ist es an der Zeit, die ach so wichtige Frage nach der „Legalisierung von Cannabis in Österreich“ zu erörtern.

Friedrich Nitzsche sagte über den Konsum von Cannabis: „Es mache die Starken schwach und die Schwachen stark„.
Eben aus dieser Aussage heraus, legitimiere ich meine eigenen Gedanken über das Thema, und schreibe folgend „Positiv“ über die Thematik. D.H. es erfolgt keine weitere kritische Würdigung, so denn auch keine Aufzählung von Vor- und Nachteilen, sondern eine rein politische Konzeptionierung, welches den logische Schritt eines Diskursen (in meist soziologischen Bereichen) über Pro und Kontra von Cannabis darstellen kann. (Also: Nur bei einer konsensualen Mehrheit im PRO-Bereich anwenden!)

Gedanken zur Legalisierung

  1. Der Konsum von Cannabis soll legitimiert werden
  2. Der Besitz von Cannabis bleibt verboten
  3. Der Verkauf von Cannabis durch nicht authorisierte Personen bleibt verboten
  4. Definition von authorisierten Personen: ausschließlich Landwirte
  5. Nur mehr Landwirte dürfen Cannabis verkaufen
  6. Weil der Besitz verboten bleibt, darf nur auf der Liegenschaft des Landwirtes konsumiert werden
  7. Auflage: Der Landwirt muss nebenher eine ordentliche Tätigkeit als Landwirt nachgehen
  8. Auflage: Der Landwirt muss mind. einen Sozialarbeiter einstellen und aus eigener Kasse entlohnen
  9. Auflage: Der Landwirt muss Räumlichkeiten zum Konsum von Cannabis bereitstellen
  10. Auflage: Der Landwirt muss Schlafmöglichkeiten, mit moderaten Preisen anbieten
  11. Auflage: Der Landwirt darf nur selbstgezüchtete THC-haltige Produkte verkaufen
  12. Auflage: Der Landwirt muss ein Gewächshaus für die Cannabis Aufzucht errichten
  13. Auflage: Der Landwirt muss private Sicherheitspersonen zum Schutz des Gewächshauses einstellen
  14. Auflage:  Der Landwirt verliert mit dem Recht auf „Cannabishandel“ jegliche Subventionen von Gemeinde, Land, Bund, bzw. EU
  15. Auflage: Der Landwirt muss einen Teil der Einnahmen an Gemeinde, Land und Bund entrichten
  16. Die Gemeindevertretung muss dem legalen Cannabis-Handel zustimmen.
  17. Eine Gemeindeabstimmung ist dafür einzurichten
  18. Die Gemeinde darf nicht mehr als 8.000 Einwohner haben
  19. In der Gemeinde muss es eine Polizeistation geben
  20. Es muss mind. ein zusätzlicher Polizeibeamter, der auf Drogen geschult ist, aufgenommen werden
  21. Die Gemeinde muss über funktionierende Öffentliche Verkehrsmittel verfügen
  22. Direkte Nachbarn der Landwirtschaft haben ein absolutes Vetorecht
  23. Die Gemeinde muss einen praktischen Arzt haben
  24. Der Landwirt muss den „THC-Raucherraum“ klar kennzeichnen
  25. Der Landwirt darf nur Mengen für den sofortigen Konsum verkaufen
  26. Der Konsument darf die Landwirtschaftliche Liegenschaft nicht mit Cannabis verlassen
  27. Der Konsument muss das 19. Lebensalter erreicht haben
  28. Der Landwirt muss Räumlichkeiten für Personen die nichts konsumieren zur Verfügung stellen (z.B. Fahrer)
  29. Der Landwirt darf Getränke und Speisen verkaufen
  30. Es muss eine eigene behördliche Abteilung geschaffen werden.
  31. Der Sozialarbeiter muss regelmäßig Berichte an die Behörde übermitteln.
  32. Der Landwirt darf Samen nur direkt von der Behörde beziehen.
  33. Die Verkaufspreise werden von der Behörde bestimmt. Der Preis darf nicht Über- bzw. Unterschritten werden.
  34. … (offenes Dokument)

Ziele: Belebung des Ländlichen Raums, Sicherung des primären Wirtschaftssektors durch Erhalt der Landwirtschaftlichen Betriebe, Schaffung von Arbeitsplätzen …

Wo bin ich?

Du siehst dir momentan die Archive für Dezember, 2010 auf Gedanken mit dem Netz gefangen an.