Der McDonalds Imperativ

2018-02-23 § Hinterlasse einen Kommentar

Dieses Elaborat ist weniger wegen seinem Inhalt, dem ecophilosophischen Grundlagenspektrum, von Interesse, als mehr wegen seiner Immanents. Das Ungebrochene ist im Vergleich zu den Themengebieten eines Innovations- und Trendforschers wohl konsensuell der Focus jeglicher wissenschaftlicher Arbeit. Nun ist es selbst in Wirtschaftswissenschaften noch immer nicht möglich die Zukunft vorauszusagen – zumindest nicht mit einer 100 %igen Kuranz – aber es ist das Wesen jenes Forschungsgebietes. Nirgendwo sonst spielt die Vergangenheit eine derartige unwichtige Rolle wie in den Wirtschaftswissenschaften. Man möchte meinen, dass alles betriebswirtschaftliche nur zwei Formen kennt – die Gegenwart und den Konjunktiv. Nun ist aber der Konjunktiv in der Realwirtschaft eine Redensart, die tunlichst zu vermeiden ist – Ja oder Nein, solche Hard-Facts über das Zukünftige sind von Bedeutung weil nur jene klaren Entscheidungen eine Variable in jeder Kostenrechnung (und die Kostenrechnung ist Art-verwand mit der Gewinnermittlung) darstellen. Möglichkeiten sind in der Betriebswirtschaft Risiken – und Risiken lassen sich Einschätzen, lassen sich gegen-und-für versichern und sind schlussendlich, möge Gott sein Wohlwollen auf das Unternehmen lenken, der wahrhaftige kalkulative Gewinn. So ist es in Folge, dass der ängstliche Unternehmer jener ist, der in zweierlei Hinsicht das Glück auf Erden erfährt.

Erstens: Das Risiko tritt nicht als Schadensfall ein; Der/die Unternehmer/in kann die Kalkulation voll als Gewinn deklarieren.

Zweitens: Das Risiko tritt als Schadensfall ein; Der/die Unternehmer/in erlebt ein Gefühl der rationalen Selbsterkenntnis und weiß seinen Sicherheitspolster als das bequemste Mieder in welches er/sie seine/ihren geplagten Kopf legen kann.

Möchte nun aber der/die Unternehmer/in sich nicht mit den psychotischen Teilbereichen seines Geschäftsfeldes – mehr noch, seines ökonomischen Tuns und Handelns, welches Bestandteil seiner Persönlichkeit ist – sein sollte (l’État c’est moi, l’entreprise c’es moi), so wird er/sie ein Stelleninserat schalten: „Suche paranoide Persönlichkeit mit besonderen psychischen Dispositionen und einer gesunden Wahnvorstellung (Weltuntergangstheoretiker bevorzugt) hinsichtlich eines negativen Weltgeschehens für Kostenrechnung und Controlling“ schalten.

Nun habe ich oben schon angedeutet, das der/die Wirtschaftende nur zwei Realzustände kennt. Das Jetzt und Hier – hic et nunc – die Gegenwart und den Konjunktiv. Soviel Begabung muss man dem HOMO ECONOMICUS zusprechen – die Zukunft kennt er/sie nicht! Die Zukunft ist für ihn/sie eine Möglichkeit mit Wahrscheinlichkeiten und in höheren Ebenen des wirtschaftlichen Prozess wird genau dieser wieder verlangt. Die höhere Ebene kennt das Wort „Szenario“. Die höhere Ebene, weiß nunmal um Möglichkeiten bescheid und möchte diese so wahrhaftig als nur möglich kaufen oder verkaufen. Die höhere Eben handelt mit Konjunktiven, so wie die unteren Schichten ihre Waren und Dienstleistungen feil bieten. Die Einschätzung und weiterhin (noch nach Aristoteles) die Bedürfnissbefriedung sind die zwei großen Business-war-fields im täglichen Kampf um Befriedung und systematischer Vollstreckung des geistlichen Teils des ökonomischen Tuns. Und damit wird nun auch die Trinität des gesellschaftlichen Seins – in seiner Ontologie – ungetrennt unvorstellbar. Die drei großen Bereiche des Körpers wirken weiterhin auf den Menschen und eine reine Zugehörigkeit ist zunehmend auszuschließen. Die Brust – die Sicherheit und der Rausch – der Kopf, die Lust am Denken und die große Triebfeder – die Sexualität als Äquivalent zur Wirtschaft, zur Bedürfnisbefriedigung. Eine reine Deklaration ist möglich – ist real – ist meine tägliche Sichtweise und dennoch, scheinen die Teile des Körpers auf einander wirksam zu sein – sie sind aber dennoch nur konjunktiv wirksam.

Und eben darin findet sich dieser McDonalds Imperativ wieder. Die Loslösung von Kopf und Brust, ist das Hauptmerkmal von McDonalds und in Folge die Nutzung von Kopf und Brust ist das Trendelement und gleichzeitig seine Innovation. Es integriert seine Seinshaftigkeit als real gegeben und löst sich von selbigen im weitläufigen Veränderungsprozess des gesellschaftlichen Beharens auf Usus und Norm. So ist der Wesensblick auf das Gegenwärtige der operative Teil der Führungskaste der McDonalds-Führungselite – jedoch bleibt die Grundphilosophie bestehen, weil jene den Imperativ in Folge darstellt. Welche Form der Anpassung notwendig ist, wird im kreativen Prozess entschieden. Wie diese Anpassung aussieht ist dann auch das Erscheinungsbild – jedoch entkräftigt der MCD-Imperativ jeglichen Widerspruch seines Daseins. Sie bleibt dabei. Der reine Befriedungsimperativ: „Wenn du Hunger hast, dann bestelle einen Big Mc, bezahle diesen Big Mc und du wirst den Big Mc bekommen“ ist in Folge jene Formel, die Beständigkeit suggerieren soll. Sie ist die Imperative-Formel die sich wider die Mode richtet und schlussendlich im Imperativ der Befriedigung mundet.

Das dieses Befriedungsversprechen entfremdet verwendet wird, ist ein anderes Thema. Das diese Befriedung jedoch in seiner Simplifikation das Wesenselement einer Entkräftigung aller Kritik als Folge hat, ist sein Darstellendes. Sie ist die Verkrampfung im destruktiven Prozess jeglicher Kritik gegen die rein ontologische Bestellung eines Burgers und in exemplarischer Folge als das real innewohnende Macht-Dispositiv. Die Fehlleistung jeglicher Kritik liegt weniger darin, (exemplarisch und damit beispielhaft) die Produkte als ernährungswissenschaftlich Bedenklich zu deklarieren, als mehr darin, den Imperativ seines ökonomisch-ontologischen Entfremdungsgegenstand auf die Agenda zu setzen. Das nun  z. B. ein Kunde im McDrive-Schalter etwas bestellt und in Folge am McParkplatz die bestellten McProdukte verzehrt, ist kein Seins-innewohnde Dispositiv der McDonalds Philosophie. Selbst jegliches deviantes Verhalten zwischen der Bestellung, dem Bezahlen und dem Verzehr, ist keiner Philosophie begründet, als mehr ein Ausdruck an dem Prozess (logisch oder unlogisch, jedoch intrapersonell kreativ) teil zu haben.

Persönlich, und damit meine subjektive Meinung, ist das MCD-Erscheinungsbild eine Erscheinung, die sämtliche planwirtschaftlichen Vorstellung in sich vereint. Ich persönlich kann mir einen real existierenden Kommunismus ohne McDonalds nicht vorstellen. In ihm vereinen sich sämtliche kommunalen Wunschvorstellungen – in ihm, dem MCD-Gedanken, wird ein Ernährungskonzept beschrieben, von dem Marx und Engels nur träumen können. Ich sehe nicht nur ein schlafendes Gespenst in Europa, nein ich sehe, das flächendeckende „Rasch-Essen“ als Konzept für jene, die als Schichtarbeiter in den Fabriken, wenig Zeit haben um zu Essen, aber auch für jene, die im unvorstellbaren sozialistischen Fall Single sind und Hunger haben. Die Gemeinschaft wird systematisiert – sie hätte nichts anders erwartet – und neben einer guten Ernährung hätten sie die Systemgastronomie.

Bislang glaubte ich, dass der Kommunismus (am Beispiel Russland) nicht existieren konnte, weil der Kommunismus und die Planwirtschaft nicht darauf ausgelegt ist, eine einzelne Person auf den Mond zu schießen. Und ich glaubte auch, der Kommunismus und die Planwirtschaft kann sich keinen „Kalten Krieg“ leisten. Ich lag falsch. Alsbald sich McDonalds für den kommunalen Gedanken entscheidet, deklariert, wird auch jener funktionierende Tribut geleistet!

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Ich krieg den Schulranzen nicht weg – und das Trolley Problem

2018-02-09 § Hinterlasse einen Kommentar

Nichts fiel mir bisher so schwer, wie Worte für einen Themenkomplex zu finden, der mir (schon aufgrund meiner Berufung) so am Herzen liegt: der Themenkomplex „Bildung“. Anlass für diesen Text war einmal wieder die neue Regierung, die ankündigte wieder Noten einzuführen, für die Volksschule – und: das Lesen eines wirklich traurigen Buches eines Lehrers der über weniger als 200 Seiten seinen Kampf gegen das Kaugummitum beschrieb und selbstverständlich am Schluss nicht mit „brillanten“ Vorschlägen für eine „neue“ Pädagogik geizte.

Was wollte/will er? Lehrer/innen sollen mal ordentlich mit ihren Schüler/innen rumbrüllen dürfen! Lehrer/innen sollen Ihre Schüler/innen nicht wie rohe Eier behandeln und natürlich: Mehr Geld!!! Erstmal mehr Geld für die Lehrer/innen, dann mehr Geld für die Schulen und endlich auch mehr Geld für die Verwaltung. Nun gut – soll so sein. Jedoch wird die Inflationsrate des Euros nicht in Pisa berechnet und wenn der gute aber einfältige Lehrer (in auch) mehr Geld braucht – na dann hoffentlich nicht, weil alles teurer wurde. So long – alles ist sonst eitele Wonne. Reformpädagogische Ansätze werden in zahlreichen Versuchsschulen getestet – man will ja nicht sagen, man verschließt sich reformpädagogischen Ansätzen! Und natürlich, die pädagogische Freiheit erlaubt dem/der Lehrer/in mal mit Assignments zu arbeiten und den Unterricht mehr –> open <– zu machen. Und manch ein/e Pädagoge/in (so jetzt reichts – in Folge sind beiderlei Geschlecht gemeint) findet es toll eine Druckerei zu betreiben – Ok, ein PC mit einem Laserdrucker – aber der kennt vier Farben – wenn mal Toner- und Papiergeld aufgetrieben wurde. Vielleicht durch einen Vierzeiler an die Eltern: „Wir ersuchen Sie jährlich einen Beitrag von € 5,- als Druckkostenbeitrag zu leisten“. GELD GELD GELD. Da dieses Thema im pädagogischen Prozess so wichtig ist, sollte vielleicht die EZB und die Industrieellenvereinigung zukünftig die Lehrpläne verfassen. Naja – die Industrieellenvereinigung ist sowieso aktiv in Bildungsfragen tätig – kein anderer Bereich des gesellschaftlichen Lebens hat so viele Stakeholder und so wenige Shareholder. Der Bildungserfolg – eine Dividende. Ja – langfristig, dennoch ist Bildung kein Spekulationsobjekt. Und wenn ich nun, meine Vorstellungen einer neuen Pädagogik präsentiere, dann tue ich es mit einem Gefühl der Träumerei – warum: Es fehlt der Business-plan und die Kosten-Nutzen-Rechnung!

Für einen Bruchteil einer Unendlichkeit sah ich das pädagogische Konzept der Zukunft. Es fragt nicht mehr, nach dem was wir brauchen – sondern orientiert sich an dem was wir nicht mehr brauchen. Fangen wir an:

Die Schulpflicht!
Gegen wertig wird darüber diskutiert die Schulpflicht um ein oder ein paar Jahre zu verlängern. Total falsch. Runter damit! Die allgemeine Schulpflicht sollte nach 4 Jahren (zwischen einem Schüleralter von 6 und 10 Jahren) enden. Die besondere Schulpflicht dauert dann noch weitere 4 Jahre – also im 14 Lebensjahr ist Schluss mit Pflicht und Muss und Pflicht und Muss.

Die Fächer!
Nein nein nein – bloß keine Fächer und bloß keine Stundenpläne mehr. Der/die Schüler/in (diesmal noch, aber dann gelten wirklich beiderlei Geschlecht!) kommt um 08:00 Uhr in die Schule und verlässt diese wieder um 13:00 Uhr. Genug Zeit um morgens mit der Familie zu frühstücken und rechtzeitig zu einem gemeinsamen Mittagessen wieder am Herd der Familie zu sein. Nachmittagsbetreuung ist optional – sollte aber unbedingt angeboten werden. Die Lehrer –  die kommen um 07:30 Uhr und gehen um 15:30 Uhr – die Nachmittagsbetreuung ist bis 17:00 präsent.

Das neue Lehrer Konzept!
Es ist absurd Lehrer/innen auf ein Fach hin zu drillen. Vielmehr müssten sich die neuen Lehrer/innen auf pädagogische Spezialgebiete hin bilden lassen. Deren sehe ich vier Hauptpädagogen:

  1. Eindruck-Lehrer
  2. Ausdruck-Lehrer
  3. Freizeit-Pädagogen
  4. Lernen-Lehrer

Show1

Und genau so wird der Schultag aussehen – die Eindruck-Lehrer sind geschult auf alle Fragen die den Eindruck des Schülers betreffen. Sie sind für die kognitiven Prozesse, für die Fähigkeit Informationen zu verarbeiten – mein Gott, sie sind es, die in der Primarstufe den Kindern das Lesen lehren – während: der Ausdruck-Lehrer parallel und verschränkt den Kindern das Schreiben beibringt. Der Ausdrucklehrer kümmert sich darum, den Schülern jegliche Form nach Außen hin zu wirken, beizubringen. Schreiben, Reden – meinetwegen auch den eigenen Namen tanzen. Während sich der Eindruck-Lehrer darum bemüht im Inneren des Schülers die Prozesse zu begleiten (vom 1 + 1, abc bis zur rekursiven Denkform eines iterativen Prozesses) ist es der Ausdruck-Lehrer, der dem Schüler das notwendige Handwerk verleiht um das innere nach außen zu transponieren – Selbstbestimmung und Mitbestimmung wären damit genüge geleistet. Eindruck und Ausdrucklehrer arbeiten Hand in Hand. In der Zeit zwischen 13:00 und 15:30 Uhr besprechen sie ihr Vorgehen für den nächsten Tag! Nochmals: Es ist dringend anzuraten, Lesen von Einem zu lernen und das Schreiben von einem Anderen. Der Schüler soll niemals glauben, das das Alphabet das „Hirngespinst“ einer einzigen Person ist.

Warum ist nun ein Freizeit-Pädagoge ein Hauptakteur und kein Hilfslehrer? Es liegt am gesellschaftlichen Wandel – es liegt an der Notwendigkeit, dem Schüler die Freizeit im gleichen Rahmen erklärt zu bekommen, wie sie es für eine Vorbereitung für das Berufsleben bisher hatten. Das Freizeit nicht gleich Freizeit ist, muss von diesen Pädagogen geklärt werden. Es geht dabei um das breite Spektrum aller Aktivitäten der freien Zeit. Die technologische und wirtschaftliche Entwicklung sieht den Menschen schon lange nicht mehr als reinen Berufstätigen – und in Folge als geparkte Person vor irgend einem Bildschirm – um die Zeit zwischen Erwachen und Ermüden Tod zu schlagen. Deshalb wird ein ganzes Viertel der Unterrichtszeit dem Thema Freizeit gewidmet – Sport, Kochen, Handarbeit, Medienkompetenz, Spielen, Ehrenamtliches Arbeiten. usw.

Lernen-Lernen. Der Eckpfeiler einer Zukunft. Von Anfang an, sollen den Schülern nicht Stoff oder Lerninhalte näher gebracht werden – sondern die Fähigkeit sich jegliche Form von Wissen und Kompetenz anzueignen. Nicht das ‚Was sie lernen sollen!?‘ ist von Bedeutung, sonder das Wie! Das Was beschränkt sich auf ein „Was kann ich wissen?“ (frei nach I. Kant) und dessen Induktion ist das relative Moment im begleitenden Prozess einer vollendeten Wissenschaftsgemeinschaft – die sowohl das Reproduktive im Wahrnehmbaren als auch das non-Konvolute vom Konvoluten unterscheiden kann. Zu lernen wie man lernt ist in einer sich ständig wandelten Realität ein Eiland des Rückzugs, der Frage und dem vermittelten Fragen. Es ist die Aufgabe, die Frage selbst (als Urton/Alpha jedem Lernens) seine Relevants näher zu bringen. Lernen-Lernen bedeutet jetzt nicht nur, dem/der Schüler/in (ich muss endlich aufhören mit dem Gender-Sch…) die Vermittlung und die Nutzung eines Satzzeichchens – namentlich dem Fragezeichen seine Vollendung und sein Seinselement mit zu liefern, wie ein Attachement in einer E-Mail. Die ontologische Perspektive kann einzig und allein nur wegen der Produktionslogik des Lernadikts betrachtet werden. Sie ist es, die dem Lernenden von dem was bisher als Allgemeinwissen anerkannt war, einen Gegenmoment von dem zeigt, was als Allgemein-Interessant gilt. Das Allgemein-Wissen muss dem Interesse weichen – und … jegliches Interesse ist Subjektiv oder Notwendig!

Die Primarstufe!
Oder Volksschule, wie bisher geglaubt. In ihr ist jede Klasse absurd. Jegliche äußere Differenzierung ist ein Fehlschritt – so wie Noten oder Stundenpläne. Ich denke da mehr an ein Zugehörigkeitsgefühl wie Spatzen, Meisen, Faken, Adler oder ähnlichem. Was soll die Dokumentation von objektiv, validen und reliablen Leistungen. Der Lehrer ist kein Richter sondern der Lehrer ist immer ein Begleiter – so soll auch jener den jungen Menschen auf seinem Weg als einer sein, der seine helfende Hand auf diesem wirklich kurzem Weg anbietet und weder ihn als Autorität, als höheres Wesen oder/[und schon gar nicht] als Ersatz für elterliche „Fehlleistung“. So soll es sein – nach diesen vier Jahren, in dem der Schüler im inneren Klarheit, im außeren Eloquenz, für seine Freizeit Sinn und die Fähigkeit besitzt, jegliches Thema sich selbst anzueignen – er ein Autodidakt ist soll er in die nächste Stufe seiner Bildung überstellt werden – der besonderen Schulpflicht.

Die besondere Schulpflicht!
Vermindert natürlich die Lernobjekte Eindruck, Ausdruck, Freizeit und Lernen-Lernen, füllt aber den Rest der Zeit mit entsprechenden Wahlfächern, die den lokalen Kompetenzen entsprechen! Ich sehe mehr Sinn darin, eine Kurs in „Bienenzüchtung“ abzuhalten als Biologie laut Lehrplan zu unterrichten. Es werden Kurse angeboten – nach Angebot und Nachfrage! Und ich sehe auch keinen Widerspruch darin, Menschen des unmittelbaren Erlebens in den pädagogischen Prozess zu integrieren. Da ist auch kein Widerspruch, auch wenn ich Gewalt und Krieg hasse, darin zu finden, in der besonderen Schulpflicht die Grundprinzipien der Büchsenmacherei zu vermitteln, wenn im Umkreis eine solche Fabrik steht. Dennoch – vielerlei Dinge können angeboten werden. Vielerlei kann gelernt werden – und ebenso viel kann abgelehnt werden – vom Schüler oder von seinem Erziehungsberechtigten. Jene Kurse die nicht das Interesse des Schülers entsprechen, werden einfach durch Freizeitpädagogik ausgeglichen – Hauptsache: der Schüler ist Anwesend. Er soll nichts lernen, was ihn nicht interessiert – dennoch soll er geleitet werden, indem was wir als Freizeit verstehen.

Die Sekundarstufe!
Oberstufe und Universität gehören zusammen, und nicht Unterstufe und Oberstufe. Die Zeit zwischen dem 14ten und dem 18ten Lebensjahr soll die Vorbereitung auf die Profession sein. Es soll die Vorbereitung auf das Studium oder auf den Beruf sein. Das duale System ist gleichwertig, wie eine AHS zum Studium schöngeistiger Fächer oder einer BHS zur Vorbereitung zu höheren beruflichen Tätigkeiten. Die Sekundarstufe ist die Vorbereitung auf dass, was man vermeintlich tun will…

Ach ja…!
Ich krieg den Schulranzen nicht weg! Ich tue mir schwer – in all diesen neuen pädagogischen Vorstellungen, den jungen Menschen von der Last des Schulranzens zu befreien. Warum? Vielleicht sehe ich genau, im Tragen der Schultasche einen Entwicklungsschritt, der Notwendig ist. Dieses Tragen einer Last! Aber ich sehe auch, viele Mitmenschen, die einen Trolley ziehen – warum sollte es nicht einer unserer Azubis gleichtun? Ich sehe auch – Tabletts und E-Book-Reader – ich sehe die ‚Unnötigkeit allem Gedruckten‘ – und da sehe ich auch meine Blockade – da sehe ich den Widerspruch. Meine Liebe zum Buch – lässt mich zweifeln, mehr als Kostenrechnung – mehr als geglichene Innovation. Die Vorstellung also, eine neue Pädagogik einzuleiten, scheitert nicht an Geld, Kostenrechnung, Borniertheit – nein – sie scheitert daran, sich etwas Vorzustellen!

PS: das Trolley-Problem!
Mir ist klar, das dieses ethische Problem oft diskutiert wird – hier meine Antwort: „Wenn die Qualität von Leben keine Rolle spielt, dann zählt die Quantität!“.

 

 

 

Unterm Rad

2018-01-12 § Ein Kommentar

Für heute habe ich mir vorgenommen, meine erste Literaturkritik zu verfassen und in Folge auch zu veröffentlichen. Die Arbeit eines/r Literaturwissenschaftlers/lerin wird schon nicht so schwer sein. Für meinen Erstlingsversuch haltet Hermann Hesse und sein Text „Unterm Rad“ den Kopf hin – ich fühle mich wie ein Friseurlehrling bei seinem ersten Haarschnitt. Gleich einmal für jene die es nicht wissen, ein paar notwendige Basisinformationen vorweg – ja: Hesse hat den Literatur-Nobel-Preis erhalten. Ja: ‚Unterm Rad‘ ist als Oberstufen-Literatur einzuordnen – und ja: Autobiographische Züge sind nicht auszuschließen – der Text erzählt ja auch von Hesses Heimat: Baden-Württemberg. Selbstverständlich war Google-Maps (in der coolen Satellit Darstellung) einer meiner Begleiter durch die vielen Worte und Sätze des Textes. Ich musste mir einfach die Bilder von Calw, Stuttgart und Heilbronn synchron zum Lesen ansehen.  Und ja: Die gelieferten Bilder von Google entsprachen weitgehend den Beschreibungen von Hesse, ob sie auch der Realität nahe sind, getraue ich mich nicht zu bezeugen. Mir fehlen einfach die Mittel um empirische Vor-Ort-Kulissen-Forschung zu betreiben – es führt so oder so zu einem –> Irrelevant. Etwas Desktop-Research über die Nagold gehört auch hier zur Pflicht und noch lange nicht zur Kür – wo ich mich gerne hinschreiben möchte. Und die kleine Steinbrücke oder ‚den Falken‘ herauszudedektivieren – vor Ort hätte schon seinen Reiz – bringt aber nicht wirklich viel zur psychisch-philosophischen und philologischen Komponente der Kritik ein. Nur ein wenig Atmosphäre in der Nase – oder sich allein den Satz denken: „Hier, in diesem Kloster-Garten hatten Hermann und Hans ihre innigen Gespräche“ – sollte man jemanden mitnehmen, so braucht man sich die Plattitüde nicht nur denken – nein, man kann Sie dem/der Reisebegleiter/in direkt ins Gesicht sagen!  Viel wichtiger als die Atmosphäre (die von Hesse sowieso in den nur denkbar blumigsten Worten bestens [und mit bestens meine ich besser als die Realität aber dennoch immer Wahrheit] beschrieben wurden) ist sicher ein geschärfter Blick auf die Akteure – mehr noch: Auf dessen Psyche! Noch bevor ich mit der obligatorischen Reflexion auf die Personen beginne, muss ich nochmals mit Nachdruck festhalten, dass seine Verben, die ontologischen Entitäten und seine Auswirkung – dass Tätigkeiten im Konnex zu seinen Gemütsauswirkungen wohl den Literaturpreis legitimieren – mehr noch, ich sage dass darin das Genie zu finden ist. Einfach ausgedrückt: „Jemand der das kommunale Mostpressen mit einem feinst justierten Präzisionswerkzeug des Geistes in einer derartigen Form bearbeitet hat alle Ehren der Landwirtschaftskammer für sich gepachtet. Wer über Arbeit so schreibt wie es Hesse tat, soll mit Stolz den Karl-Marx-Orden für besondere Leistungen tragen. Das macht die Texte von Hesse so besonders – er ist Idealist – und idealisiert den Moment – er malt mit Farben die denkbar sind, die vorhanden sind und die für seine Zwecke schalten und walten. Es sind die Bilder im Kopf, die Hesse befähigen, befehlen will. Es sind die Filme im Kopf, die Hesse knebeln und geißeln, treiben und trainieren, beherrschen will. Der intellektuelle Leser will das nicht – eingestehen, dass das Wort eines Anderen überhand nimmt. Der intellektuelle Leser verdrängt jene Momente, die von Hesse so idealisiert wurden und richtet seinen Fokus wieder auf die Personen – die Schwachstellen – nur um wieder gut schlafen zu können. Und zu Recht – inkonsequent in jeder Hinsicht. Jede Person, ein Bild aus der Polaroid Kamera. Jede Person reduziert auf ihren ersten Eindruck. Allen voran sicher Hans’ens Vater, der die Ehre besaß gleich zu Anfang psychographiert zu werden, der aber gegen Ende sich Wider seine eigene Positionierung verhält. Er wird so widersprüchlich – er gibt Hans 50 Pfennig um sich zu Amüsieren, wartet aber mit Rohrstab um ihn für sein zu Spät kommen zu prügeln. Was soll das? Es ist seine Rolle, die er spielte. Es war immer seine Rolle – von Anfang an – und nie war es Ehrgeiz die ihn trieb (wie es so oft in anderen Kritiken zu lesen ist). Er funktionierte – wusste die Bekannten in Stuttgart zu nutzen – er wusste die kommunikativen Konflikte des Moments zu meistern. Er kaufte sogar den Blaumann für seinen angehenden Lehrling. In allem war nur das bloße Funktionieren in Hans’ens Giebenraths Leben seine raison de etre. Im Moment des finanzierten Untergangs seines Zöglings und der beabsichtigten Strafe für das Untergehen – erwachte Vater Giebenrath erst in seiner Rolle als Vertreter. Als Rad im Uhrwerk der Wirtschaft – er gab Hans die Möglichkeit zur Entscheidung, zwischen Vernunft und Rausch – Hans entschied sich für den Tod! Damit endet auch Hans’ens Vaters Dasein – allein nur weil er glaubte, sein eigenes Schicksal im Verhalten des Bubens zu finden – weil er glaubte, in einer Welt des „Entweder-Oder“ zu lebe und weil er erkannte, das es so etwas wie einer Alternative zum „Entweder-Oder“ gibt. Eigentlich würde ich gerne jetzt wieder in meinen Modus als Philosoph eintreten – möchte lieber über dieses „Entweder-Oder“ sinnieren, möge es beschrieben sein von Kierkegaard oder möge es als Phänomen noch immer über uns weilen – ich habe mich für die Literaturkritik entschieden – uns damit auch zurück zu den Personen „Unterm Rad“. Und da haben wir auch wieder die Genialität von Hesse, der eigentlich Hans nur mehr (in einer Metaphysischen Ebene) die Möglichkeit zwischen Prügel und Tod überlässt. So als wenn. Hansens Leben war zu Ende. Hans hatte nur Schmerz oder Tod als Zukunftsperspektive – und diese Verzweigung brachte ihn in den Tod – womöglich ein Freitod? Tatsache ist – gegenwärtig können wir Hansens Schicksals nicht auf eine Bildungskritik zurück führen. Gegenwärtig ist Hansens Schicksal nicht die Summe seiner negativen Erlebnisse – mein Gott, er hatte bisher auch wirklich keine. Keine Konflikte, die einen Selbstmord legitimierten. Er war, auch bis zu seinem Tode, immer das denkbar glücklichste Wesen seiner Zeit. Und wenn man erlaubt, in einer Krankheit Glück zu finden, so war er im Laufe seiner Geschichte dem Glück näher als es einem Anderen je. Es war nie eine Frage ob Hans Giebenrath durch (z. B. seinem Ausscheiden aus dem Seminar) sein Leben glücklich sei. Wir müssen uns „Hans Giebenrath“ als einen glücklichen Menschen vorstellen. Vorweg, bevor es zum Grotesken Teil der Arbeit kommt: Ich konnte keine Kritik am Schulwesen finden!

Nun zum ‚literarisch-relevanten‘ Teil dieser Kritik:

  1. War Hans Giebenrath schwul? Eher schon!
  2. War Hansens Vater schwul? Wahrscheinlich schon!
  3. War der Schuster Faith schwul? Spricht alles dafür!
  4. War der Pfarrer ein Päderast? Eher schon.
  5. Alle Akteure in Heilbronn, waren diese schwul? Ja.
  6. Hermann Heilner, der sooft als autobiographisches Element im Text interpretiert wurde, war dieser schwul? Höchst wahrscheinlich schon!
  7. August, der so hoch gepriesene Heiland, war er dem männlichen Geschlecht zugewandt? Grundsätzlich ja, aber es könnte sich auch um eine massive Störung eines funktionierenden Lebenskonzept handeln, dessen eine weitgehende Verwirrung innewohnt. August, ist mit Abstand die interessanteste ‚unsicher-als-schwul-zu-bezeichnende‘ Person. Noch nie, und darin liegt das Paradoxon, habe ich jemals so viel Wärme in einem handwerklichen Beruf erlebt, als in der Lehrausbildung von Hans Giebenraths „Ausbildung zum Mechaniker“.

Es bleibt uns eigentlich nur mehr die Frage, ob Hesse es geschafft hat, eine für einen eindeutig schwulen Hans Giebenrath, eine dementsprechende Umwelt zu schaffen? Und leider nein. Sie endet im Tod des Protagonisten. Sie endet und verschwindet wie eine nicht-verifizierte, also falsifizierte Realität. Sie verpufft im Tod eines im Grunde langweiligen Individuums. So stellte Hesse eigentlich nur den Versuch an, eine für einen potentiell schwulen, aber nicht eindeutig schwul gekennzeichneten Charakters, eine Utopie zu schaffen – die dem Schwulen ein Selbstbewusstsein jenseits seines Charakters bietet?

Und es bleibt mir schlussendlich nur die Frage übrig? War Hermann Hesse selbst ein warmer Bruder?

 

 

 

Eine Welt der zwei Geschwindigkeiten

2018-01-05 § Hinterlasse einen Kommentar

Vorweg möchte ich einen Anstoß in Richtung „Welt“ und in folge in Richtung „Geschwindigkeit“ geben. Unser Elaborat soll also mit dem Welt-Begriff, dem Welt-Verständnis beginnen, welches sich in vielerlei Denk-Disziplinen andersartig offenbart. So ist das Welt-Verständnis eines Geographen definitiv anders, als jenes des Psychologen oder Mathematiker. Die umfassende Welt soll, als begrenztes Etwas im Welt-All, als fortschreitende Konkression, die im Gegensatz zur Regression verstanden werden. Der Charakter dieser Konkression ist einer der Unendlichkeit nährendes, durch Aufbau (Konstruktivismus als Steigbügelhalter) gekennzeichnetes und als Zielbestimmung indifferent – sozusagen ein „Freies Spiel der philosophischen Kräfte“. Warum bringe ich dieses Faktum an dieser Stelle?

Nun – in einer aktuellen Online-Ausgabe einer Tagespresse wurde berichtet, das es Mathematikern gelungen sei, die höchste (bisher denkbare) Primzahl gefunden zu haben. Dafür – Applaus – dagegen: Ein Kommentar eines wiffen Komentarschreibers: „Es gibt unendlich viele Primzahlen …“. Die Mathematik träumt sich so aus der Verantwortung und überlässt es den Hilfswissenschaften, eine brauchbare Lösung zu generieren. Mein Anliegen ist es auch nicht, die grundlagenphilosophische Frage nach der Unendlichkeit auf der Agenda ganz oben anzusiedeln. Meine Aufgabe ist es hic-et-nuc die Welt der zwei Geschwindigkeiten zu betrachten. Die Welt ist also ein eingebettetes Element in einen metaförmlichen Gedanken. Sie ist die Beschränkung unseres Daseins und wird für Ontologen als das non-plus-ultra dargestellt. Sie erlaubt eigentlich nur, jeglichem Seins eine Grundlage zu bieten – sie ist die wahre Täuschung in einem Kosmos der Illusionen. Über ihr kann gedacht werden, genauso wie unter ihr gedacht wird. Über ihr ist Konstruktion – unter ihr ist die Konstruktion eine Regelverletzung, dennoch: Ist gerade unter ihr alles ein reines Postulat – ein verwässertes Dogma und damit das klarsichtigste, durch einen Nebel verhängtes Regelwerk. Axiome über Axiome, von Menschenhand geschrieben – aus dem reinen Gedanken entsprungen und schlussendlich manchmal mit dem Synonym „Gott“ veröffentlicht. Dies ist sie nun – deine und meine – ihre und seine – eure und unsere Welt. Sie ist als Erkenntnis zu klein und als Phantasievorstellung allzu trivial – zu seicht um nur allein den Marianengraben zu denken. In dieser Vorstellung wird, die dem/der Philosophen/in eigentlich keinen Weg übrig lässt, als jenen der Verwechslung und der permanenten Abkehr vom Grundlegenden, angeboten und angebiedert. Meine persönliche Art des philosophieren ist im Normalfall geprägt durch das Satz- und Fragezeichen. Das Satzzeichen als verständnisabhängiges Hermeuneutikum – das Fragezeichen um im Geiste meiner Vorfahren „Großopa Sokrates“ zu huldigen. Nun finden wir aber in diesem – und in vielen meiner anderen Aufsätze kein – oder nur wenige Fragezeichen. Die Analyse hängt ab vom Bericht – der Bericht hängt ab von der Wahrnehmung und die Wahrnehmung ist eine Baustelle auf ihrem bestimmten Weg zur Vollendung oder zur Verwirrung, die das entgültige Faktum aus seiner sich selbst entwirrenden Vollendung oder vollständigen Entwirrung allem Unnötigen – aller Metaempfindung, wenn man möchte: die Emotion als Meta-Auffang-Becken. Es entfremdet sich jegliche Physik und ersetzt vielmehr seine beschreibende Erkenntnis, die gebunden ist an der Wahrheit und weitgehend dem Gefühl von Wahrheit. Die Metaphysik der Gegenwart ist zwar noch immer der kognitive Abfalleimer eines Welt-Verständnisses, erlaubt aber Emotion mit-ein-zu-gliedern, und wird so als Verständnis mehr oder weniger tragbar. Es kann eigentlich unter einer untergehenden Sonne keinen größeren Schatten geben, als jenen den wir in seiner Hochblüte erlebten. Er wird zum Schatten der Vollkommenheit. Ist dennoch nicht die Nacht der allumfassende Schatten? Ist nicht das Denken in seiner Mittelmäßigkeit näher an einem Konsens – zwischen Licht und Schatten – wenn man es so will? Es erinnert mich an die Antwort eines meiner Professoren, als ich ihn mit der Theorie „Welt der zwei Geschwindigkeiten“ konfrontierte: „Ich bin einer der Schnellen“ und belege es durch empirische Untersuchungen, dass die Langsamen ein Pack von Arbeitslosen, Tagträumern (und was weiß ich noch für Begriffe gefunden worden) sind. Und zeitgleich erinnert es mich an die Frage an einen Studenten der Psychologie, erstes Semester: „Dualismus oder Materialismus?“ – er antwortete wie aus der Pistole geschossen: „Dualismus“. Er antwortete wie mein Professor – so als ob meine Fragen ein Bekenntis zu einem Glaubensdogma wäre. Zuwider, zuwider! Und es konfrontierte mich selbst, zu meinem Prinzip des Richtigen. „Was auch immer du sagst – es ist richtig, wenn du die Verantwortung dafür trägst.“ Nun ist aber dieses Richtig nicht der Gegenspieler des logisch FALSCHEM. Dieses Richtig ist auch kein moralisches oder gar ethisches Etwas. Dieses Richtig löst sich im Verlauf des Gegebenen selbst auf und wird so zum Richtigen weil es eine Wechselwirkung der Kausalität und schlussendlich sogar eine Bereinigung der Falschheit durch „Reue“ liefert. Das was uns diese Welt also bietet und jenes was eine andere Welt in seinem Angebot uns liquidiert ist schlussendlich ein Souvenir dessen was wir Leben nennen.

Wie zu Anfangs versprochen sollte ich auf das Entfragmentarium „Geschwindigkeit“ eingehen. Ich sollte nun gezwungen werden, gemäß meiner Kraft der Finger und der Kraft meiner Emotionen und der Kraft meines Geistes und sowieso schlussendlich der Kraft einer uns verbindenden digitalen Wesenheit (einem Seins-typischen-Phänomen) dem Verzicht auf Purismus einem Multi-medialen-Pixel-Daseins seinen Realcharakter verleiht. Die Frage der Geschwindigkeit ist somit allein über die Hilfswissenschaften neu und richtig gedacht. Die Hilfswissenschaften lösten die Physik ab. Sie bedienten sich einiger ihrer Axiome oder ihrer Dialekte und bildeten ein neues Begriffsspektrum dessen, womit wir zwischen Zeit und Ort bisher kalkulierten. Es waren die Hilfswissenschaften die den Ort – oder die Länge – oder die Distanz eliminierten. Die einfache Formel: „Distanz (Strecke) x Zeit = Geschwindigkeit“ ist neu gedacht und damit wird der endlich neu verstandene Sinn von Geschwindigkeit asphaltiert – somit beschreitbar.

Im reinen Denken war diese neue Form von Geschwindigkeit schon immer gefordert (von millionen und aber-millionen Pädagogen – z. B.). Vom entfernten Denken (das dem Reinen diametral liegt)  ist die Frage in welcher Zeit man ein Ziel erreicht vorrangig. Nun stellt sich die Frage, warum nun der Weg im reinen und entfernten gleichmäßig seine Wertigkeit findet? Warum nun für den Begriff der Geschwindigkeit ausschließlich ZIEL und ZEIT von Bedeutung sind? Nur allein warum das Ziel nur bedingt vom Weg anhängig ist? Die Fragen vermitteln schon weitgehend ein Spektrum des fächerübergreifenden Denkens. Dessen was in der trivialsten Ebene (der Wirtschaftswissenschaften, allem empirischen) genau darin die Fehlberechnung nahelegt und dem Begriff der „Effizienz“ einem veränderten Einblick auf die Materie gewährt. Effizienz ist nie an den Weg gebunden, sondern immer auf das Ziel gerichtet. Der Weg wird nun also zum analytischen Instrument um z. B. ein Produkt von seiner Idee bis zu seinem Recycling durchwanderbar zu machen, oder bis ein Neuron Synapse zu Synapse abwandert, bis endlich das Ziel – die durchgefertigte Reproduktion erreicht wurde.

Persönlich möchte ich noch empfehlen dass, in einer Welt der zwei Geschwindigkeiten die Schnellen „vorsichtig“ und die Langsamen „vorausschauend“ sein sollten!

 

Der freie Wille oder wie Dualisten mein Leben zerstörten!

2017-12-25 § Hinterlasse einen Kommentar

Die heutige Darstellung soll als eine der schlechtesten in die Geschichte einfließen – zumindest in den Fluss, der Geschichte ausmacht. Ich hätte einige Themen aufzuarbeiten. Ich wollte den Dualismus anprangern – ich wollte den Freien willen als eine Art Container beweisen – kein dem Menschen innewohnenden Impuls. Ich wollte sogar, alle Wissenschaften dazu aufrufen, ihr Handwerk niederzulegen um gemeinsam an der Frage nach „der Seele“ des Menschen zu forschen. Ich dachte, wir sind schon so weit. Weit gefehlt. Es ist weiterhin ein ringen um Gedanken – ein ewiger Fluss – der im Anschluss nur das ausmacht, was das gegenwertige/gegenwärtige uns darlegt. Ich bin gezwungen auf einer rein pädagogischen Ebene zu Argumentieren. Ich konnte so nichteinmal die sprachliche Ebenen verlassen – weil jene doch das Instrument aller Erziehungsversuche ist. Wo nun passiert das Gedankliche? Welche geographische Entität will das Rationale für sich beanspruchen – Hoheitsrecht! Keinesfalls soll davon abgeleitet werden, was sich als ein neue gedachtes Gebiert. Niemals sollen sich Grenzen des Sprachlichen – Regeln der Grammatik oder gar die vulgäre Orthographie als Beweisgrundlage für die so lieb gewonnene Falsifikation herhalten. Wäre die Gedankenwelt eine eigenstaatliche Organisation – müssten wir ihr für ihren reinen Selbstzweck Tribut zollen. Gebe es so etwas wie, das Denken und seine resultierenden Leistungen — als Wertgebinde? Der Gedanke – minus der Tara, minus eines ewigen Rabatt.  Natürlich nicht. Ist es nun so absurd – die Möglichkeit der Grundlagenforschung – als ein rein soziologisches Phänomen zu nutzen? Ist es absurd, die Regeln des Spieles so auszulegen, das man nicht zu den Gewinnern und auch nicht zu den Verlieren zählt, jedoch jede Spielpause nutzt um über die Grundlagenthemen der Philosophie zur plaudern und gleichzeitig zu hoffen im Spiel doch als Gewinner hervorzugehen?

Intermezzo: So oft wie es immer in meinen Texten passiert, ist es mir ein dringendes Anliegen, und Unwirksamkeit des Grammatikers gleichzustellen, wie die Authority des Logikers. Die Worte zu zersetzen führt nicht zum Ganzen der Idee – Sorry!

Die Endung – der finale Syllogismus – das Raison-de-fin. Ein Seinsbeweis. Ein ontologisches Etwas, das jenes Reale im kurzen Moment der Erscheinung nicht nur als Phänomen erkennt. Denn das Phänomen ist ein Werturteil des Historikers – nicht mehr und auch nicht weniger. Das Phänomen, sei es auch des Geistes – kann nur als eine weitere Denkensform (Gedanken-Form) erkannt werden und erlaubt mir so eine Beweisführung die das reine (im Gegensatz zum kritischen) Denken auf eine der Logik entfremdende und dem Rationalismus gegebenen Form offenbart. Die Wechselwirkung (im Sinne eines Wechsel von Math: x-y) ist seiner Aussage konkonvolut. Sie ist dem Denken als höhere Instanz eine Darlegung. Sie erscheint als eine nicht greifbare Idee, dessen Realität in der Realität nicht möglich ist.

Sozusagen als Sub-Realität. Es zwingt mich aber, um nicht einer Themenverfählung zu Grunde zu liegen, die Rückführung zum Topic anzustreben. Es stellen sich mir nun drei Fragen:

  1. Was ist der freie Wille?
  2. Gibt es überhaupt einen freien Willen?
  3. Was ist der Wille?

Und gleichzeitig, neben der unlösbaren Fragen – die einem jeden, der ernsthafte philosophische Grundlagenforschung betreibt aufgebahrt habe ich mir tatsächlich  den Auftrag gesteckt, in einem kurzen philosophischen Elaborat die Antwort auf die Frage, ob nun der Materialismus oder ob nun der Materialismus die neue Religion für den denkenden Menschen sein soll. Natürlich (aus rein persönlichen Einstellungen) ist der Dualismus – die Theorie, dass der Mensch eine Seele hat – a priori abzulehnen.  Möge eine Welt mit der Seele für Mensch und Tier existieren, so hat es für mich eigentlich nur wenig Einfluss. Ich würde weiterhin in der Philosophie eines Epikur dahinsiechen, und mich in Ataraxie üben. Anderseits, wenn mein Gehirn allein diese Welt konstruierte, so werde ich weiterhin meine Neuroleptika fressen und an Leben des dahinsichens hoffen. Die schwierigste Frage der Menschheit – ob ihr Dasein auf der Grundlage einer Seele existiert – ist gegenwärtig eigentlich nur eine Frage „ob-es-mich-berührt-oder-ob-es-mich-nicht-berührt“. Das Gegenwärtige wird zur Frageinstanzt eines verwaltungstechnsichen Vorgangs. Es wird zu ad-Acta. Und dennoch – solange ich Grundlagenforschung betreibe werde ich weiter fragen….

Alle Kreter sind Lügner!

2017-11-17 § Hinterlasse einen Kommentar

Um die Thematik mit der ihr zustehenden Ernsthaftigkeit zu bearbeiten, müssen einige Prämissen aus dem Laborat beschrieben werden. Natürlich ist da Prämisse Eins: Die Überschrift wird zur Thematik. So kupfert man nun das Bestehende von einer etwaigen Ideen-Welt ab, um die Argumentationsgrundlage auf der Basis von bestehenden Termini, deren Funktion und schließlich auch den determinierten Methoden anwenden zu können. Vorweg interessiert mich und damit auch meine Leser, ob die Aussage „Alle Kreter sind Lügner“ möglich ist. Sie wird über die mir allen zur Verfügung stehenden Werkzeuge einem ‚Stresstest‘ unterworfen; mit der Hoffnung (ich will Hoffnung verwenden und nicht sofort Arbeitshypothese, weil diese nun mal schwächer ist als die reine Hoffnung im Rationalen), einzig und allein –> es keine logisch gültige Prämisse ist. Damit entstehen schon zwei (gewichtige und damit relevante) Probleme:

1. Die Aussage kann nur als Prämisse fungieren.
2. Damit unterliegt sie der Prädikatenlogik und ist somit präjudiziell.

Deshalb möchte ich einen Exkurs in weniger bewegte Gefilde (als der reinen Logik) tun, um so offensichtliche ‚Stör-Argumente‘ gegen den Diskurs darzulegen – obgleich deren Verwendung seine Berechtigung hat.

Das einfachste zuerst – empirisch betrachtet: „Ja und natürlich“. Die kretischen Insulaner können selbstverständlich alle der Lüge bezichtigt werden. Mehr noch, ohne auch nur einen einzigen Kreter getroffen zu haben, ist die Wahrscheinlichkeit, ein empirisch geprüftes Argument für den Hang der „Kretaner zur Lüge“ und ihrer Ausführung offensichtlich, ja sogar Staatstragend (Polistragend) in der methodischen Begrenztheit (die zugleich ihr größte Stärke wäre) befangen ist. Jene Empiristen haben vordergründig die besten Voraussetzungen um Beweise zu liefern. Da wären zum ersten, eine Polis, dessen Gesetzgebung sich vom Rest-Griechenland unterscheidet. Und das euklidische Merkmal der zählbaren (und damit leicht geo-demographisch zuordenden-machenden) Stichprobe von N = 100 %.  Ihr Auftrag im chi-Quadrat auch nur eine Einzige Nicht-Lügende Person zu ermitteln, kann allein druch Vollerhebung nicht das Problem darstellen. Abgesehen, der Frage im Item 2: „Sind Sie ein Lügner“ – dessen Antwort allein schon Unklarheit bringt, wird der Empirist an der offensichtlichsten Hürde scheitern. Der Frage: „Was eine Lüge ist?“. Nur allein eine Lüge als Un-Wahrheit darzustellen, führt den Empiristen zur nächsten höheren transzendentalen Problematik -> Was nun Wahrheit sei, um dessen Gegenteil zu Erfassen. Seine Suche wird zum grotesken Schauspiel. Die Suche, nach einem der immer die Wahrheit spricht – um ihn zu fragen, was nun eine Lüge sei.

Eine Ebene höher befindet sich die Aussage: „Alle Kreter sind Lügner“ – gesprochen von einem Kretaner.  Er möchte sich selbst, und noch mehr den Rezipienten, in drei Welten entführen – dessen Realität genauso Bestand hat, wie die Frage nach dem Gegenteil eines „Taschenrechners“. Die Frage ist eine Einladung zu mind. drei Betrachtungsweisen:

  1. Es ist ein performativer  Widerspruch.
  2. Wir haben hier eine doppelte Negation.
  3. Die Aussage muss rekursiv verstanden werden.

ad 1.: Das es sich um einen Widerspruch handelt, kann in der Welt der Philosophie er als Grundspruch angenommen werden. Der Widerspruch ist das tragende Moment der Faszination und damit ein Werkzeug der Begeisterung für das Philosophische – was auch immer das Philosopische (per-se, an-sich, a-priorie, …) sei. Der Widerspruch begreift die Philosophie als Prozess ohne Abbruchbedingung. Der „fromme“ Wunsch nach Unendlichkeit liegt in ihm. Aus diesem Grund gibt es die „Kritik“. Die Kritik ist zum Widerspruch, genauso ein tragendes Element des Diskurses – sieht sich aber nicht genötigt performativ zu sein. Die Performanz des Widerspruches bietet schon die damit verbundene Selbstkritik (im Sinne unserer Aussage/Prämisse). Der performative Widerspruch ist minder-wertig im Vergleich der Selbstkritik, oder ‚en-Clusion‘ des perfomante Ich im Gegenteil meiner Selbst.

ad 2: führt eigentlich zu ad 3: und wird hier subsumiert. Die einfache doppelte Negation wird verstanden als: (exemplarisch) Ich  bin nicht ein/e xy-Gegenposition. Ich bin somit nicht das was ich nicht-sein-kann. Die einfache doppelte-Negation erlaubt aber Aussagen über das Ontologische hinaus – sie ist somit performant.  Arbeitsnotiz: {Nun kann also ein Seiendes keine Aussagen treffen, die ihr Nicht-Seindes zur Folge hat – ausgenommen, die Lüge könnte hier als Konstante seinen Platz finden}. Dem Philosophen ist es aber egal, ob seine Aussage mit einer Konstante operiert. – So erlauben wir uns den Schluss: Alle Philosophien operieren mit der Konstante „Lüge“. Das heist: „Sie arbeiten auch mit der Unwahrheit – was wider das Wesen wäre – und somit doch eine hochperformatene Widersprüchlichkeit darstellt, wie sie in ad 1 versucht wurde zu Widerlegen. Die Gegensätzlichkeit kann also nur über eine sich widersprechende Hypothese begriffen/damit_bewiesen werden. Die Rückführung in das darunterliegende System erlaubt eine Entgrenzung der Beweiskraft von seinem originären Sein und wird damit als ontologisches Problem eher zwi-spächtlichen Weltsichten anerkannt.  Es kann nun, was die Sein-Frage betrifft, sowohl ein Zustand des Performativen als auch ein Zustand des Widerspächlichen anerkannt werden. Keine Begrenzung soll hier dem freien Gedanken seinen Einhalt bieten. Trotz-alle-dem wird der Versuch einer nicht-performaten, um weiter zu gehen – eines rekursiven Gegenteil dargelegt.

So begreife ich nun den Sachverhalt: „Die Lüge ist eine Methode“. Die Lüge soll als solches begriffen werden. Ob nun der Sachverhalt einer Tätigkeit immer als Methode verstanden wird ist nebensächlich – das Verb braucht seine Prüfung um zu wirken. Ohne Prüfung, ist die Tätigkeit ein Summarium des Seins-Prozess. Alles Sein unterliegt der Prüfung um Sein zu sein. Dieser Ansatz ist unnötig (unperformant) – erlaubt auch keine Besonderheiten, die weder tragend noch argumentativ notwendig sind – jedoch eine Neudefinition erlaubt, um so der Gesetzmäßigkeit ohne Gesetz zu entsprechen.  Die doppelte Negation des Lügners, der behauptet zu lügen, ist nebensächlich – weil doch in seinem Wesen bedeutend und zugleich peripher. Was soll der Lügner auch tun, außer zu lügen? Was soll jener tun, der einen Lügner beim Lügen beobachtet/ertappt, außer ihm der Lüge zu bezichtigen? Welchen operativen Mehrwert hat nun die Beobachtung des Lügners beim Lügen für die Logik? Geht es darum, mit einer unbestimmten Variable zu operieren? Geht es darum diese Variable dem Typ Wahr/Falsch [boolisch] zu zuweisen? Wenn ja, dann öffnet uns ein Pool von Möglichkeiten, der Lüge, den Kretern, jenen die nicht lügen, jenen die glauben nicht-zu-lügen und jenen die das originäre Sein als höchste Instanz verstehen, einen Gegenpart zu liefern. Die Gegenwirklichkeit ist ein Teil der Realität. – Sie beschreibt jene Dinge die noch nicht beschrieben wurden. So ist es ein Einfaches den Versuch, die Aussage/das Argument: „Alle Kreter lügen“ neu zu betrachten:

Das Lügen() als Methode. Der Übergabeparameter ist boolesche – nun –> Lügen(wahr) oder Lügen(falsch). Die Übergabe macht die Erkenntnis und nicht die Aussage. Es ist eine sich-selbst-prüfende-Methode. Sie bestimmt sich nun über den Aufruf ohne Übergabe und wird damit zur Aussage als ein nicht-Elementares. Gegenwärtig stellt sich mir die Frage warum eigentlich ein performativer Widerspruch nicht auch eine doppelte Negation sein kann – mehr noch, wurde eigentlich eine doppelte Negation nicht immer als performativer Widerspruch erkannt – oder vielleicht als Zwischenkategorie. Der performative Widerspruch  erfährt hier seine Teilzeitbeschäftigung als Argument.  Sowohl wahr innerhalb des Konstrukts, als auch Relevant für weiterführende Darstellungen; Ich möchte fast behaupten – er nimmt den Stellenwert/Charakter eines Beispiels ein. Noch hat uns die Frage nach einem rekursiven Seins-Merkmarkmal unserer Grund-Hypothese nicht ausreichend Antworten gegeben, die als valide-wahrheitsbezogene und damit, weil schon durch das Attribut ‚Wahrheitsbezogen‘, eine induzierte Darstellung neu gedacht wird?

Arbeitsnotiz (Intermezzo): Um nun die Logik als unbrauchbar für Ethische-Grundsätze oder Moralische-Meinungen darzustellen, ist folgende Idee darzulegen:

P1: Epimenides war ein guter Lügner
P2: Alle Lügner sind Menschen
S1: Epimenides war ein guter Mensch

Unbrauchbar, weil gänzlich FALSCH! Der logisch richtige Satz lautet:

P1: Epimenides war ein guter Lügner
P2: Alle Lügner sind Menschen
S1: Epimenides war ein Mensch

Um nun aber die Unzulänglichkeit der Logik für Ethik und Moral abzuleiten, muss es zu einer Änderung in der Prämisse 2 kommen. Das Aussagenkalkül wirkt verstörend – ist aber logisch korrekt.

P1: Epimenides war ein guter Lügner
P2: Alle Menschen sind Lügner
S1: Epimenides war ein guter Mensch

 

Die T-Maier Werbeagentur – Anno 2004

2017-10-21 § Hinterlasse einen Kommentar

Leistungsentschädigung

Die T-Maier, Werbeagentur arbeitet mit folgenden Abrechnungssystem für die Annahme bis zur Realisierung von externen Zielen (Aufträgen).

27 % Provision für gewöhnliche Werbetätigkeit bei Vorgabe des Werbeetat und dem Werbeziel. WYS-WYG (What you spend is what you get) Es wird dabei geachtet den bestmöglichen Werbeerfolg mit dem vorhandenen Werbeetat zu erreichen. Rabatte und Preisminderungen werden voll an den Werbekunden weitergegeben.

Die Provision vermindert sich um folgende Abschlagsätze:

– 8 % bei einem Verzicht auf betriebswirtschaftliche Optimierung der Auftragsabwicklung
– 3 % bei Vorlage einer Zielgruppenanalyse und Media Plan
– 7 % bei Vorlage des Kreativkonzeptes
– 7 % bei Eliminierung des Dubiosenrisikos (z.B. Vorauskasse, Bankgarantie, Wechsel udg.)

Kosten-Plus Aufschläge:

Errechnung des optimierten Werbeetats: € 700,-
Verbalisierung und Parapharsierung von Werbezielen: € 200,-
Erstellung von Zielvorgaben: € 3.500,-
Präsentationen: € 600,- + € 20 pro Rezipient der Präsentation

Preise für sonstige Leistungen auf Anfrage!

Unternehmensphilosophie

Die philosophische Konstruktion der T-Maier, Werbeagentur umfasst drei Bereiche welche alle die gleiche Prämisse haben: Und zwar das Leben!

Eingeteilt in:

  • Das Leben als Phänomen
  • Das Leben als Existenz
  • Das Leben als Politik

Auf diese drei Bereiche, wirkt die T-Maier, Werbeagentur permanent, selbstständig und unabhängig.

Das Leben als Existenz oder der Grundsatz der Permanents

Als Exploration für das Handeln und Wirken der T-Maier, Werbeagentur lässt sich der Mythos des Camus als Quelle angeben. Dieses Buch, ist mit unter ein wichtiges Fundament der Philosophischen Grundeinstellung, legitimiert die Existenzialistische Haltung der T-Maier, Werbeagentur und begründet gleichzeitig das Absurde am Wirken auf das Leben als Existenz.

Das Leben als Politik oder der Grundsatz der Unabhängigkeit

Für die T-Maier, Werbeagentur ist Politik ein Synonym für Interesse. Politik ist das Wechselspiel von Interessen wobei eine Evaluierung von Interessen für die T-Maier, Werbeagentur niemals in Betracht gezogen wird.

Begründung:

Über die letzten Fundamentalwerte in abstrakter Bezeichnung ist man sich zumeist oder bald relativ einig, soweit es sich um kultur- oder instituionssichernde Werte handelt und sobald man nicht einzelne von ihnen dogmatisch verabsolutiert und dadurch andere „unterdrückt“. Zitat Hans Lenk

Es gibt durchaus praktische, praktikable Argumente und im allgemeinen auch Übereinstimmungs- und Zustimmungsmöglichkeiten im Normativen, ohne daß deshalb strikte Ansprüche auf eine absolute Letztbegründung von Werten und Normen erfüllt werden müßten oder könnten… Zitat Hans Lenk

Was Lenk über die Philosophie sagt: „Sie ist keine Rezeptwissenschaft, sondern eine Bewußtmachungsdisziplin“ gilt ebenso für die Arbeitstechnik der T-Maier, Werbeagentur. Gepaart mit einem hohem Grad an Hermeneutik bewahrt die T-Maier, Werbeagentur damit seine Unabhängigkeit und sieht somit ihre Aufgabe in der Bedürfnissbefriedigung. Der Befriedigung des Bedürfnis Interesse und Interessen. Durch diese Deklaration dieser Philosophischen Grundeinstellung beweißt die T-Maier, Werbeagentur, dass sie eine wirtschaftlich Denkende Installation ist und akzeptiert damit die Gesetze des Marktes! In diesem Zusammenhang ersucht die T-Maier, Werbeagentur, jeden Versuch, diese Deklaration als eine pragmatische Form darzustellen, oder schlimmer noch, als einen Bestandteil des Pragmatismus auszulegen, zu unterlassen. In diesem Zusammenhang: Die Akzeptanz von Regeln und Gesetzen ist keine Innovation des Pragmatismus. Also muss in diesem Zusammenhang klar sein, dass jedes Argument, welches „das reine Akzeptieren als Wertschätzung“ beschreibt, als Indokrinationsmöglichkeit ausschließlich einen enervierenden Charakter hat.  Damit nun die T-Maier, Werbeagentur weiterhin kongruent mit seiner Philosophischen Grundeinstellung bleibt, ist sie gezwungen die Akzeptanz von Gesetzen und Regeln mit der Toleranz von Metaphysischen Erkenntnissen zu legitimieren um weiterhin den Grundsatz der Unabhängigkeit treu zu bleiben. Das hohe Gefahrenpotential der T-Maier, Werbeagentur liegt nun in der Annahme und Realisierung von externen Zielen, weil diese temporär den Grundsatz der Unabhängigkeit außer Kraft setzen und somit eine Indoktrinationsmöglichkeit schaffen für Philosophische Strömungen wie z.B. dem Pragmatismus nach Pierce und ähnliche. Weil nun aber schon eine temporäre Aufhebung des Unabhängigkeitsgrundsatz eine Falsifikation darstellen würde, sieht die T-Maier, Werbeagentur Ihre Unabhängigkeit nicht als absolut an sondern als relativ. Das hohe Arbeitspotential liegt nun darin den relativen Anteil der Unabhängigkeit so hoch als möglich zu halten, weil gerade auch diese Unabhängigkeit ein Faktor für die Attraktivität der T-Maier, Werbeagentur ist und somit auch ein USP. Das zwingt nun die T-Maier, Werberbeagentur die externen Ziele so rasch und so kompetent als möglich zu erreichen um den Grundsatz der Unabhängigkeit wieder in Kraft zu setzen und um mit diversen Strategien, die Relativität der Unabhängigkeit zu erhöhen.

Anmerkung: Diese Vorgehensweise lässt sich am besten mit dem schon oben erwähnten Camuschen Mythos verbildlichen (Sisyphos und Don Juan).  Beide getrennt erscheinen als Absurd – jedoch beide in einer Person mit den Attributen: Genuss, Arbeit, Selbstbewusstsein und Angst könnten eins in der Natur werden und den Hegelschen Kampf zwischen Herrschaft und Knechtschaft beenden. Mitunter auch eine Unternehmensvision der T-Maier, Werbeagentur die sich in der Wirkung auf das Leben als Politik wiederspiegelt.

 

Das Leben als Phänomen oder der Grundsatz der Selbstständigkeit

An dieser Stelle folgen Textstellen aus dem Buch: Hegel für Anfänger, Phänomenologie des Geistes, Eine Lese-Einführung von Ralf Ludwig (Kursive Schrift)

Ärmster Reichtum oder Die sinnliche Gewissheit

Das Bewußtsein in der Primitiv-Gestalt der sinnlichen Gewißheit meint, daß es sich direkt und unmittelbar auf einzelne Gegenstände beziehen kann. Das aber ist ein Irrtum, denn das vermeintlich Einzelne kann nur als Allgemeines erfaßt werden: Die Begriffe Diese, Jetzt und Hier, und vor allem die Sprache entlarven das Einzelne als Allgemeines. – Damit begnügt sich das Wissen nicht, es fragt weiter.
Ralf Ludwig, Hegel für Anfänger : Phänomenologie des Geistes. Eine Lese-Einführung Dtv Verlagsgesellschaft 1997

Das Spiel der Abstraktion oder Die Wahrnehmung

Als zweite Denkbewegung des Geistes finden wir die Wahrnehmung. Sie faßt die Gegenstände jetzt als Allgemeines auf. In dem Aufzeigen der Eigenschaften gerät auch sie in den Widerspruch zwischen Einheit und Allgemeinheit. Will sie eine Antwort geben, fällt sie der Täuschung anheim. Ebenda

Der Blick hinter den Vorhang oder Kraft und Verstand

Der Verstand erkennt das Dinge eine Kraft besitzen. Diese Dinge und diese Kraft verbindet der Verstand nun zu einem Begriff. Mit der Begriffsdefinition verdrängt der Verstand die Kraft ins innere der Dinge. Er weiß jetzt nicht nur, daß das Ding eine Kraft hat, er weiß jetzt auch von seinem Wissen. Ebenda

Wo die Wahrheit wohnt oder Das Selbstbewußtsein

Das Wissen erhebt sich über das gegenständliche Wissen zu einem Wissen um sein eigenes Wissen, es wird Selbstbewußtsein. Dieses will Erfahrungen machen, mit sich selbst. So richtet es sein Werkzeug, die Begierde, auf etwas anderes. Dabei entdeckt es, daß das angeblich Andere, die praktische  Seite des Selbstbewusstseins, in Wahrheit eine zweite Gestalt innerhalb des eigenen Selbstbewußtseins ist. Ebenda

Ein Maskenspiel als Meisterstück oder Herrschaft und Knechtschaft

Im Selbstbewußtsein kämpfen zwei Gestalten miteinander. Der Kampf um gegenseitige Anerkennung wird erbittert wie ein Kampf ums Überleben geführt. – Bei diesem Kampf darf keiner gewinnen, denn wie Herr und Knecht einander brauchen, brauchen sich die beiden Aspekte des Selbstbewußtseins. Ebenda

Düstere Aussichten oder Das unglückliche Bewußtsein

Nach gegenseitiger Anerkennung begibt sich das Selbstbewußtsein in den Kampf um seine Einheit. Es entdeckt, daß es im Denken herrlich frei ist. Dies nützt ihm aber nichts, da diese Freiheit überhaupt nichts bewegen kann. Will es dagegen zum Handeln vorstoßen, stolpert es in dauernden und isolierten Negationen im Gestrüpp endlicher Zufälligkeiten herum. Es erfährt seine Zerrissenheit und wird unglücklich. Ebenda

Das Selbstbewußtsein wird zur Vernunft

Im unglücklichen Bewußstsein ringen Begriff und Gegenstand in den Formen von Unendlichkeit und Endlichkeit miteinander. Zuerst wird der Zusammenhang angedacht, dann begriffen. Das Bewußtsein entzieht duch die Vernunft der Wirklichkeit des Endlichen den Seinsanspruch und begreift, daß das Denken vom Grund der Wirklichkeit her die Zerrissenheit in die Einheit mit hineinnimmt. Ebenda

Quellenverzeichnis:

  • Hegel für Anfänger ISBN: 3-423-30125-2
  • Der Mythos des Sisyphos ISBN: 3-498-00905-2
  • Phänomenologie des Geistes: ISBN: 3-15-008460-1

Litereraturverzeichnis:

  • Diogenes Laertios: Leben und Lehre der Philosophen ISBN: 3-15-009669-3
  • Möbus: Schopenhauer für Anfänger: ISBN: 3-423-30672-6
  • Nietsche: Also sprach Zarathustra: ISBN: 3-15-007111-9
  • Boning: Fliegenklatsche in Aspik: ISBN: 3-462-02511-2
  • Kierkegaard: Der Begriff Angst: ISBN: 3-15-008792-9
  • Hobbes: Leviathan: ISBN:3-15-008348-6
  • Salamun: Was ist Philosophie?: ISBN: 3-8252-1000-6
  • Rousseau: Abhandlung über den Ursprung und die Grundlagen der Ungleichheit unter den Menschen: ISBN: 3-15-001770-X
  • Marx & Engels: Manifest der Kommunistischen Partei ISBN: 3-15-008323-0
  • Gelfert: Max und Monty Kleine Geschichte des deutschen und englischen Humors aus der Beck’sche Reihe ISBN: 3-406-42048-6
  • Fürst und Trinks: Philosphie ISBN: 3-215-10085-1