Alle Kreter sind Lügner!

2017-11-17 § Hinterlasse einen Kommentar

Um die Thematik mit der ihr zustehenden Ernsthaftigkeit zu bearbeiten, müssen einige Prämissen aus dem Laborat beschrieben werden. Natürlich ist da Prämisse Eins: Die Überschrift wird zur Thematik. So kupfert man nun das Bestehende von einer etwaigen Ideen-Welt ab, um die Argumentationsgrundlage auf der Basis von bestehenden Termini, deren Funktion und schließlich auch den determinierten Methoden anwenden zu können. Vorweg interessiert mich und damit auch meine Leser, ob die Aussage „Alle Kreter sind Lügner“ möglich ist. Sie wird über die mir allen zur Verfügung stehenden Werkzeuge einem ‚Stresstest‘ unterworfen; mit der Hoffnung (ich will Hoffnung verwenden und nicht sofort Arbeitshypothese, weil diese nun mal schwächer ist als die reine Hoffnung im Rationalen), einzig und allein –> es keine logisch gültige Prämisse ist. Damit entstehen schon zwei (gewichtige und damit relevante) Probleme:

1. Die Aussage kann nur als Prämisse fungieren.
2. Damit unterliegt sie der Prädikatenlogik und ist somit präjudiziell.

Deshalb möchte ich einen Exkurs in weniger bewegte Gefilde (als der reinen Logik) tun, um so offensichtliche ‚Stör-Argumente‘ gegen den Diskurs darzulegen – obgleich deren Verwendung seine Berechtigung hat.

Das einfachste zuerst – empirisch betrachtet: „Ja und natürlich“. Die kretischen Insulaner können selbstverständlich alle der Lüge bezichtigt werden. Mehr noch, ohne auch nur einen einzigen Kreter getroffen zu haben, ist die Wahrscheinlichkeit, ein empirisch geprüftes Argument für den Hang der „Kretaner zur Lüge“ und ihrer Ausführung offensichtlich, ja sogar Staatstragend (Polistragend) in der methodischen Begrenztheit (die zugleich ihr größte Stärke wäre) befangen ist. Jene Empiristen haben vordergründig die besten Voraussetzungen um Beweise zu liefern. Da wären zum ersten, eine Polis, dessen Gesetzgebung sich vom Rest-Griechenland unterscheidet. Und das euklidische Merkmal der zählbaren (und damit leicht geo-demographisch zuordenden-machenden) Stichprobe von N = 100 %.  Ihr Auftrag im chi-Quadrat auch nur eine Einzige Nicht-Lügende Person zu ermitteln, kann allein druch Vollerhebung nicht das Problem darstellen. Abgesehen, der Frage im Item 2: „Sind Sie ein Lügner“ – dessen Antwort allein schon Unklarheit bringt, wird der Empirist an der offensichtlichsten Hürde scheitern. Der Frage: „Was eine Lüge ist?“. Nur allein eine Lüge als Un-Wahrheit darzustellen, führt den Empiristen zur nächsten höheren transzendentalen Problematik -> Was nun Wahrheit sei, um dessen Gegenteil zu Erfassen. Seine Suche wird zum grotesken Schauspiel. Die Suche, nach einem der immer die Wahrheit spricht – um ihn zu fragen, was nun eine Lüge sei.

Eine Ebene höher befindet sich die Aussage: „Alle Kreter sind Lügner“ – gesprochen von einem Kretaner.  Er möchte sich selbst, und noch mehr den Rezipienten, in drei Welten entführen – dessen Realität genauso Bestand hat, wie die Frage nach dem Gegenteil eines „Taschenrechners“. Die Frage ist eine Einladung zu mind. drei Betrachtungsweisen:

  1. Es ist ein performativer  Widerspruch.
  2. Wir haben hier eine doppelte Negation.
  3. Die Aussage muss rekursiv verstanden werden.

ad 1.: Das es sich um einen Widerspruch handelt, kann in der Welt der Philosophie er als Grundspruch angenommen werden. Der Widerspruch ist das tragende Moment der Faszination und damit ein Werkzeug der Begeisterung für das Philosophische – was auch immer das Philosopische (per-se, an-sich, a-priorie, …) sei. Der Widerspruch begreift die Philosophie als Prozess ohne Abbruchbedingung. Der „fromme“ Wunsch nach Unendlichkeit liegt in ihm. Aus diesem Grund gibt es die „Kritik“. Die Kritik ist zum Widerspruch, genauso ein tragendes Element des Diskurses – sieht sich aber nicht genötigt performativ zu sein. Die Performanz des Widerspruches bietet schon die damit verbundene Selbstkritik (im Sinne unserer Aussage/Prämisse). Der performative Widerspruch ist minder-wertig im Vergleich der Selbstkritik, oder ‚en-Clusion‘ des perfomante Ich im Gegenteil meiner Selbst.

ad 2: führt eigentlich zu ad 3: und wird hier subsumiert. Die einfache doppelte Negation wird verstanden als: (exemplarisch) Ich  bin nicht ein/e xy-Gegenposition. Ich bin somit nicht das was ich nicht-sein-kann. Die einfache doppelte-Negation erlaubt aber Aussagen über das Ontologische hinaus – sie ist somit performant.  Arbeitsnotiz: {Nun kann also ein Seiendes keine Aussagen treffen, die ihr Nicht-Seindes zur Folge hat – ausgenommen, die Lüge könnte hier als Konstante seinen Platz finden}. Dem Philosophen ist es aber egal, ob seine Aussage mit einer Konstante operiert. – So erlauben wir uns den Schluss: Alle Philosophien operieren mit der Konstante „Lüge“. Das heist: „Sie arbeiten auch mit der Unwahrheit – was wider das Wesen wäre – und somit doch eine hochperformatene Widersprüchlichkeit darstellt, wie sie in ad 1 versucht wurde zu Widerlegen. Die Gegensätzlichkeit kann also nur über eine sich widersprechende Hypothese begriffen/damit_bewiesen werden. Die Rückführung in das darunterliegende System erlaubt eine Entgrenzung der Beweiskraft von seinem originären Sein und wird damit als ontologisches Problem eher zwi-spächtlichen Weltsichten anerkannt.  Es kann nun, was die Sein-Frage betrifft, sowohl ein Zustand des Performativen als auch ein Zustand des Widerspächlichen anerkannt werden. Keine Begrenzung soll hier dem freien Gedanken seinen Einhalt bieten. Trotz-alle-dem wird der Versuch einer nicht-performaten, um weiter zu gehen – eines rekursiven Gegenteil dargelegt.

So begreife ich nun den Sachverhalt: „Die Lüge ist eine Methode“. Die Lüge soll als solches begriffen werden. Ob nun der Sachverhalt einer Tätigkeit immer als Methode verstanden wird ist nebensächlich – das Verb braucht seine Prüfung um zu wirken. Ohne Prüfung, ist die Tätigkeit ein Summarium des Seins-Prozess. Alles Sein unterliegt der Prüfung um Sein zu sein. Dieser Ansatz ist unnötig (unperformant) – erlaubt auch keine Besonderheiten, die weder tragend noch argumentativ notwendig sind – jedoch eine Neudefinition erlaubt, um so der Gesetzmäßigkeit ohne Gesetz zu entsprechen.  Die doppelte Negation des Lügners, der behauptet zu lügen, ist nebensächlich – weil doch in seinem Wesen bedeutend und zugleich peripher. Was soll der Lügner auch tun, außer zu lügen? Was soll jener tun, der einen Lügner beim Lügen beobachtet/ertappt, außer ihm der Lüge zu bezichtigen? Welchen operativen Mehrwert hat nun die Beobachtung des Lügners beim Lügen für die Logik? Geht es darum, mit einer unbestimmten Variable zu operieren? Geht es darum diese Variable dem Typ Wahr/Falsch [boolisch] zu zuweisen? Wenn ja, dann öffnet uns ein Pool von Möglichkeiten, der Lüge, den Kretern, jenen die nicht lügen, jenen die glauben nicht-zu-lügen und jenen die das originäre Sein als höchste Instanz verstehen, einen Gegenpart zu liefern. Die Gegenwirklichkeit ist ein Teil der Realität. – Sie beschreibt jene Dinge die noch nicht beschrieben wurden. So ist es ein Einfaches den Versuch, die Aussage/das Argument: „Alle Kreter lügen“ neu zu betrachten:

Das Lügen() als Methode. Der Übergabeparameter ist boolesche – nun –> Lügen(wahr) oder Lügen(falsch). Die Übergabe macht die Erkenntnis und nicht die Aussage. Es ist eine sich-selbst-prüfende-Methode. Sie bestimmt sich nun über den Aufruf ohne Übergabe und wird damit zur Aussage als ein nicht-Elementares. Gegenwärtig stellt sich mir die Frage warum eigentlich ein performativer Widerspruch nicht auch eine doppelte Negation sein kann – mehr noch, wurde eigentlich eine doppelte Negation nicht immer als performativer Widerspruch erkannt – oder vielleicht als Zwischenkategorie. Der performative Widerspruch  erfährt hier seine Teilzeitbeschäftigung als Argument.  Sowohl wahr innerhalb des Konstrukts, als auch Relevant für weiterführende Darstellungen; Ich möchte fast behaupten – er nimmt den Stellenwert/Charakter eines Beispiels ein. Noch hat uns die Frage nach einem rekursiven Seins-Merkmarkmal unserer Grund-Hypothese nicht ausreichend Antworten gegeben, die als valide-wahrheitsbezogene und damit, weil schon durch das Attribut ‚Wahrheitsbezogen‘, eine induzierte Darstellung neu gedacht wird?

Arbeitsnotiz (Intermezzo): Um nun die Logik als unbrauchbar für Ethische-Grundsätze oder Moralische-Meinungen darzustellen, ist folgende Idee darzulegen:

P1: Epimenides war ein guter Lügner
P2: Alle Lügner sind Menschen
S1: Epimenides war ein guter Mensch

Unbrauchbar, weil gänzlich FALSCH! Der logisch richtige Satz lautet:

P1: Epimenides war ein guter Lügner
P2: Alle Lügner sind Menschen
S1: Epimenides war ein Mensch

Um nun aber die Unzulänglichkeit der Logik für Ethik und Moral abzuleiten, muss es zu einer Änderung in der Prämisse 2 kommen. Das Aussagenkalkül wirkt verstörend – ist aber logisch korrekt.

P1: Epimenides war ein guter Lügner
P2: Alle Menschen sind Lügner
S1: Epimenides war ein guter Mensch

 

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Die T-Maier Werbeagentur – Anno 2004

2017-10-21 § Hinterlasse einen Kommentar

Leistungsentschädigung

Die T-Maier, Werbeagentur arbeitet mit folgenden Abrechnungssystem für die Annahme bis zur Realisierung von externen Zielen (Aufträgen).

27 % Provision für gewöhnliche Werbetätigkeit bei Vorgabe des Werbeetat und dem Werbeziel. WYS-WYG (What you spend is what you get) Es wird dabei geachtet den bestmöglichen Werbeerfolg mit dem vorhandenen Werbeetat zu erreichen. Rabatte und Preisminderungen werden voll an den Werbekunden weitergegeben.

Die Provision vermindert sich um folgende Abschlagsätze:

– 8 % bei einem Verzicht auf betriebswirtschaftliche Optimierung der Auftragsabwicklung
– 3 % bei Vorlage einer Zielgruppenanalyse und Media Plan
– 7 % bei Vorlage des Kreativkonzeptes
– 7 % bei Eliminierung des Dubiosenrisikos (z.B. Vorauskasse, Bankgarantie, Wechsel udg.)

Kosten-Plus Aufschläge:

Errechnung des optimierten Werbeetats: € 700,-
Verbalisierung und Parapharsierung von Werbezielen: € 200,-
Erstellung von Zielvorgaben: € 3.500,-
Präsentationen: € 600,- + € 20 pro Rezipient der Präsentation

Preise für sonstige Leistungen auf Anfrage!

Unternehmensphilosophie

Die philosophische Konstruktion der T-Maier, Werbeagentur umfasst drei Bereiche welche alle die gleiche Prämisse haben: Und zwar das Leben!

Eingeteilt in:

  • Das Leben als Phänomen
  • Das Leben als Existenz
  • Das Leben als Politik

Auf diese drei Bereiche, wirkt die T-Maier, Werbeagentur permanent, selbstständig und unabhängig.

Das Leben als Existenz oder der Grundsatz der Permanents

Als Exploration für das Handeln und Wirken der T-Maier, Werbeagentur lässt sich der Mythos des Camus als Quelle angeben. Dieses Buch, ist mit unter ein wichtiges Fundament der Philosophischen Grundeinstellung, legitimiert die Existenzialistische Haltung der T-Maier, Werbeagentur und begründet gleichzeitig das Absurde am Wirken auf das Leben als Existenz.

Das Leben als Politik oder der Grundsatz der Unabhängigkeit

Für die T-Maier, Werbeagentur ist Politik ein Synonym für Interesse. Politik ist das Wechselspiel von Interessen wobei eine Evaluierung von Interessen für die T-Maier, Werbeagentur niemals in Betracht gezogen wird.

Begründung:

Über die letzten Fundamentalwerte in abstrakter Bezeichnung ist man sich zumeist oder bald relativ einig, soweit es sich um kultur- oder instituionssichernde Werte handelt und sobald man nicht einzelne von ihnen dogmatisch verabsolutiert und dadurch andere „unterdrückt“. Zitat Hans Lenk

Es gibt durchaus praktische, praktikable Argumente und im allgemeinen auch Übereinstimmungs- und Zustimmungsmöglichkeiten im Normativen, ohne daß deshalb strikte Ansprüche auf eine absolute Letztbegründung von Werten und Normen erfüllt werden müßten oder könnten… Zitat Hans Lenk

Was Lenk über die Philosophie sagt: „Sie ist keine Rezeptwissenschaft, sondern eine Bewußtmachungsdisziplin“ gilt ebenso für die Arbeitstechnik der T-Maier, Werbeagentur. Gepaart mit einem hohem Grad an Hermeneutik bewahrt die T-Maier, Werbeagentur damit seine Unabhängigkeit und sieht somit ihre Aufgabe in der Bedürfnissbefriedigung. Der Befriedigung des Bedürfnis Interesse und Interessen. Durch diese Deklaration dieser Philosophischen Grundeinstellung beweißt die T-Maier, Werbeagentur, dass sie eine wirtschaftlich Denkende Installation ist und akzeptiert damit die Gesetze des Marktes! In diesem Zusammenhang ersucht die T-Maier, Werbeagentur, jeden Versuch, diese Deklaration als eine pragmatische Form darzustellen, oder schlimmer noch, als einen Bestandteil des Pragmatismus auszulegen, zu unterlassen. In diesem Zusammenhang: Die Akzeptanz von Regeln und Gesetzen ist keine Innovation des Pragmatismus. Also muss in diesem Zusammenhang klar sein, dass jedes Argument, welches „das reine Akzeptieren als Wertschätzung“ beschreibt, als Indokrinationsmöglichkeit ausschließlich einen enervierenden Charakter hat.  Damit nun die T-Maier, Werbeagentur weiterhin kongruent mit seiner Philosophischen Grundeinstellung bleibt, ist sie gezwungen die Akzeptanz von Gesetzen und Regeln mit der Toleranz von Metaphysischen Erkenntnissen zu legitimieren um weiterhin den Grundsatz der Unabhängigkeit treu zu bleiben. Das hohe Gefahrenpotential der T-Maier, Werbeagentur liegt nun in der Annahme und Realisierung von externen Zielen, weil diese temporär den Grundsatz der Unabhängigkeit außer Kraft setzen und somit eine Indoktrinationsmöglichkeit schaffen für Philosophische Strömungen wie z.B. dem Pragmatismus nach Pierce und ähnliche. Weil nun aber schon eine temporäre Aufhebung des Unabhängigkeitsgrundsatz eine Falsifikation darstellen würde, sieht die T-Maier, Werbeagentur Ihre Unabhängigkeit nicht als absolut an sondern als relativ. Das hohe Arbeitspotential liegt nun darin den relativen Anteil der Unabhängigkeit so hoch als möglich zu halten, weil gerade auch diese Unabhängigkeit ein Faktor für die Attraktivität der T-Maier, Werbeagentur ist und somit auch ein USP. Das zwingt nun die T-Maier, Werberbeagentur die externen Ziele so rasch und so kompetent als möglich zu erreichen um den Grundsatz der Unabhängigkeit wieder in Kraft zu setzen und um mit diversen Strategien, die Relativität der Unabhängigkeit zu erhöhen.

Anmerkung: Diese Vorgehensweise lässt sich am besten mit dem schon oben erwähnten Camuschen Mythos verbildlichen (Sisyphos und Don Juan).  Beide getrennt erscheinen als Absurd – jedoch beide in einer Person mit den Attributen: Genuss, Arbeit, Selbstbewusstsein und Angst könnten eins in der Natur werden und den Hegelschen Kampf zwischen Herrschaft und Knechtschaft beenden. Mitunter auch eine Unternehmensvision der T-Maier, Werbeagentur die sich in der Wirkung auf das Leben als Politik wiederspiegelt.

 

Das Leben als Phänomen oder der Grundsatz der Selbstständigkeit

An dieser Stelle folgen Textstellen aus dem Buch: Hegel für Anfänger, Phänomenologie des Geistes, Eine Lese-Einführung von Ralf Ludwig (Kursive Schrift)

Ärmster Reichtum oder Die sinnliche Gewissheit

Das Bewußtsein in der Primitiv-Gestalt der sinnlichen Gewißheit meint, daß es sich direkt und unmittelbar auf einzelne Gegenstände beziehen kann. Das aber ist ein Irrtum, denn das vermeintlich Einzelne kann nur als Allgemeines erfaßt werden: Die Begriffe Diese, Jetzt und Hier, und vor allem die Sprache entlarven das Einzelne als Allgemeines. – Damit begnügt sich das Wissen nicht, es fragt weiter.
Ralf Ludwig, Hegel für Anfänger : Phänomenologie des Geistes. Eine Lese-Einführung Dtv Verlagsgesellschaft 1997

Das Spiel der Abstraktion oder Die Wahrnehmung

Als zweite Denkbewegung des Geistes finden wir die Wahrnehmung. Sie faßt die Gegenstände jetzt als Allgemeines auf. In dem Aufzeigen der Eigenschaften gerät auch sie in den Widerspruch zwischen Einheit und Allgemeinheit. Will sie eine Antwort geben, fällt sie der Täuschung anheim. Ebenda

Der Blick hinter den Vorhang oder Kraft und Verstand

Der Verstand erkennt das Dinge eine Kraft besitzen. Diese Dinge und diese Kraft verbindet der Verstand nun zu einem Begriff. Mit der Begriffsdefinition verdrängt der Verstand die Kraft ins innere der Dinge. Er weiß jetzt nicht nur, daß das Ding eine Kraft hat, er weiß jetzt auch von seinem Wissen. Ebenda

Wo die Wahrheit wohnt oder Das Selbstbewußtsein

Das Wissen erhebt sich über das gegenständliche Wissen zu einem Wissen um sein eigenes Wissen, es wird Selbstbewußtsein. Dieses will Erfahrungen machen, mit sich selbst. So richtet es sein Werkzeug, die Begierde, auf etwas anderes. Dabei entdeckt es, daß das angeblich Andere, die praktische  Seite des Selbstbewusstseins, in Wahrheit eine zweite Gestalt innerhalb des eigenen Selbstbewußtseins ist. Ebenda

Ein Maskenspiel als Meisterstück oder Herrschaft und Knechtschaft

Im Selbstbewußtsein kämpfen zwei Gestalten miteinander. Der Kampf um gegenseitige Anerkennung wird erbittert wie ein Kampf ums Überleben geführt. – Bei diesem Kampf darf keiner gewinnen, denn wie Herr und Knecht einander brauchen, brauchen sich die beiden Aspekte des Selbstbewußtseins. Ebenda

Düstere Aussichten oder Das unglückliche Bewußtsein

Nach gegenseitiger Anerkennung begibt sich das Selbstbewußtsein in den Kampf um seine Einheit. Es entdeckt, daß es im Denken herrlich frei ist. Dies nützt ihm aber nichts, da diese Freiheit überhaupt nichts bewegen kann. Will es dagegen zum Handeln vorstoßen, stolpert es in dauernden und isolierten Negationen im Gestrüpp endlicher Zufälligkeiten herum. Es erfährt seine Zerrissenheit und wird unglücklich. Ebenda

Das Selbstbewußtsein wird zur Vernunft

Im unglücklichen Bewußstsein ringen Begriff und Gegenstand in den Formen von Unendlichkeit und Endlichkeit miteinander. Zuerst wird der Zusammenhang angedacht, dann begriffen. Das Bewußtsein entzieht duch die Vernunft der Wirklichkeit des Endlichen den Seinsanspruch und begreift, daß das Denken vom Grund der Wirklichkeit her die Zerrissenheit in die Einheit mit hineinnimmt. Ebenda

Quellenverzeichnis:

  • Hegel für Anfänger ISBN: 3-423-30125-2
  • Der Mythos des Sisyphos ISBN: 3-498-00905-2
  • Phänomenologie des Geistes: ISBN: 3-15-008460-1

Litereraturverzeichnis:

  • Diogenes Laertios: Leben und Lehre der Philosophen ISBN: 3-15-009669-3
  • Möbus: Schopenhauer für Anfänger: ISBN: 3-423-30672-6
  • Nietsche: Also sprach Zarathustra: ISBN: 3-15-007111-9
  • Boning: Fliegenklatsche in Aspik: ISBN: 3-462-02511-2
  • Kierkegaard: Der Begriff Angst: ISBN: 3-15-008792-9
  • Hobbes: Leviathan: ISBN:3-15-008348-6
  • Salamun: Was ist Philosophie?: ISBN: 3-8252-1000-6
  • Rousseau: Abhandlung über den Ursprung und die Grundlagen der Ungleichheit unter den Menschen: ISBN: 3-15-001770-X
  • Marx & Engels: Manifest der Kommunistischen Partei ISBN: 3-15-008323-0
  • Gelfert: Max und Monty Kleine Geschichte des deutschen und englischen Humors aus der Beck’sche Reihe ISBN: 3-406-42048-6
  • Fürst und Trinks: Philosphie ISBN: 3-215-10085-1

 

 

 

 

Eine Autopsychographie

2017-09-08 § Hinterlasse einen Kommentar

Da sitze ich nun und schreibe eine Autopsychographie, nur allein um all meine Texte zu schützen. Kein Kopierschutz und auch keine rechtliche Sache – dieser Schutz soll meine Texte von meinen Ich trennen – ein für alle mal. Da sitze ich nun, auf dem zweiten Monitor laufen Webclips über masturbierende Frauen. So viele Frauen die es sich mit einem Dildo geben. Ich rede mir ein, das es echt ist, ich rede mir ein, das die volle Emotion für dieses Stück Plastik nicht gespielt ist. Die Herrlichkeit einer Vagina – geschändet durch die eigene Hand mit reinem PVC. I am a Barbie-Girl in a Barbie-World. Und ich: I am a Business-Boy in a Business-World. I pay with plastic. Losgelöst von dem was ich beobachte mache ich mir meine Autospychographie einfacher als es für mich ist. Im Grunde bin Ich gar kein Ich mehr. Ich bin die reine Wahrnehmung. Ich definiere mich über meine Augen – manche Leute behaupten sogar ich hätte Schöne. Egal, ich kann eigentlich meine Augen nicht sehen – es ist so, als würde eine Kamera sich beim Filmen filmen. Der blose Gedanke verschreckt mich – ich suche mir ein neues Webclip von masturbierenden Frauen. Diese sind noch unverbraucht – noch nicht angewixxt. Wieso gibt es eigentlich so viele unterschiedliche Dildos? Mir kommt es so vor als hätte jeder YouPorn-Star ihren(manchmal seinen) eigenen Dildo. In den unterschiedlichen Formen und Farben. Ich könnte fast behaupten, sie versuchen den Dildo zu verkaufen – ihn zum Star zu machen – ihn zu mystifizieren. Mystifizieren – ein tolles Wort in Tom’s Autopsychographie. Wodka mit Orange – ein schneller großer Schluck und ein kurzes Abwarten – Erbrechen oder, nein – ich will diesen Dildo nicht kaufen. Noch nicht. Es ist ja so – eine Entwicklungsaufgabe der Psyche –> finde deine Vagina! Gibt es Ekstasen ohne Vagina? Ich glaube nicht. Zeit pissen zu gehen – und danach ein frisches Glas Wodka-Orange – es tut mir gut. Kurzzeitig natürlich – und auch nicht besonders nachhaltig – aber was soll’s. Ich muss zu meinem anderen Job – ich bin Schizoaffektiv – ich muss also – ich muss – das ist mein Job. Diese masturbierenden Frauen sind wahrhaftig Schönheiten – nicht diese ABC-Promi Schönheiten – aber schön. Und Sexy – ich will glauben das ihr Orgasmus echt ist – lass es keine weitere Täuschung sein – lass mich an die sexuelle Selbsthingabe glauben. Gegenwärtig bin ich also ein Wodka-Trinker, ohne jede Selbstwahrnehmung der der Ästhetik einer femininen Selbstbefriedigung selbst Befriedigung findet. Ich lege nicht Hand an. Aber irgendwie sind diese Web-Clips (youporn) doch ein Mahnmal – eine Warnung zum Matriarchat – der Alleinherrschaft der Vagina. Ich frage mich, wie die Dildo-Theorie [die ich gegenwärtig in seiner Diversität] miterlebe in einem Planwirtschaftlichen Konzept (wie z. B. dem Kommunisten) möglich ist. Ich meine doch, das wird der tatsächliche Grund für den Zusammenbruch des Sozialismus sein – drei Standard-Dildos für Alle – das geht nicht. 3 Millionen Frauen wollen auch 3 Millionen Dildos – in seiner Form, individuell angepasst. Wie passt das alles nun zur Überschrift? Also ich – wenn ich mich selbst beschreiben muss. Wenn ich auf die Frage: „Wie geht es dir“ antworten muss – ich muss – weil ich bin Schizo-Affektiv. Ich muss – in einen Spiegel schauen, und wenn meine Frisur mir ein OK zum Wohlbefinden gibt, ja dann – dann geht es mir auch gut. Meist reicht der Blick auf die Frisur. Schweift mein Blick, über den Spiegel, zu meinen Augen – ja dann bin ich wieder neu in mich verliebt.

Urteilende Berufe

2017-09-01 § 2 Kommentare

Durch die Wechselseitigkeit und deren ständige Veränderung, die von der Perspektive abhängig, jedoch in der Immanenz des Seins eine klare Darlegung erkennt, sind es jene Berufe die urteilen. So mag es eindeutig sein, in seiner Berufung das Element des Verschiebenden im kontinuierlichen Veränderungswesen, welches seine konvoluten Begrenzungen als Begrifflich darstellt und versteht. Im Bedeutenden Moment sind die Einschränkungen als temporär verabschiedbar und somit obsolet. Es kommt also zur Wechselbedeutung als das Rekonstrukt seiner Darstellung und seiner inneren Bedeutung. Das Beurteilen als Beruf oder Berufung scheint dennoch nicht einfach genug zu sein, um es zu einem Massenphänomen zu erheben. Warum? Der Beurteilung, oder dem Urteil geht ein vorgelagert Prozess inne, dessen Deskriptoren erst zur Objektivität und damit dann zum entsubjektivieren Urteil veranlässt. Es erscheint kovalent und nicht mehr als Konvolut. Dessen Prozessstruktur aufzurollen ist nicht die Aufgabe, die ich (als Autor) mir gestellt habe – Ersten, zu einfach und Zweitens zu konkret. Die Abstrakte Ebene zu verlassen, wäre genau jener Schritt Richtung Abgrund, welcher dem gesamten Expose über die „Urteilenden Berufe“ seine Tiefe verleiht. Über die Erkenntnisproblemetik zu laborieren/diskutieren ohne Ausreichend die Wahrnehmungsproblementik gelöst zu haben, ist meines Erachtens nach anmaßend und zutiefst Unmodern (im Sinne der Kontinuität der Zeit), hauptsächlich weil seine Basis, sein tiefer Grund, sein Fundament die Lösung der Seinsproblematik in sich trägt – ja womöglich sogar klärt. Deshalb möchte ich Ebenen und Instanzen des säuberlich geführten Argumentenstrang überspringen und als gegebenen Hypoaxiomatik (eine Annahmevoraussetzung, die als Axiom in die folgende Beweisführung einfließt, um die Vorarbeiten als Gegeben zu betrachten und in Folge {zwar noch unter dem Simulationscharakter meiner Gedanken} ihre tragenden Darstellungen als fiktiv-real gegeben entgegen-zu-nehmen, um so den Metabereich untergeordneter Problembereichen seine iterative Gegenargumentskraft zu nehmen und in Folge auch einen Diskurs auf der konkret/abstrakten Ebene fortzuführen. So ist es mir möglich rudimentäre Angaben über das konkrete Thema darzulegen ohne die Abstraktionsebene verlassen zu müssen. [Anm.: Selbstverständlich kann ein genialer Ontologe die Progressionslogik meiner Argumentation in Frage stellen, und natürlich – was Philologen und Germanisten mit diesem Text verunstalten, möchte ich mir gar nicht vorstellen]. Einem reinen Ontologen gegenüber zu stehen versetzt mich selbst in respektable Erregung, weil die Seins-Frage m. E. als das höchste Betätigungsfeld der Philosophie einzuschätzen ist. Für Philologen und Germanisten habe ich nur ein schales Gähnen übrig; sollten sie beide [und beiderlei Geschlecht] Freude an der Kritik der Konstruktion anstatt dessen Bausteinen finden, so sollen sie auch urteilen dürfen. Um nun urteilenden Berufe zu sezieren benötige ich folgende, fertig determinierte Begrifflichkeiten [ca: Christlich geprägt, ec: entChristanisiert, sb: sprachlich begrenzt]:

1. Wahrnehmung [ec]
2. Zeuge [ca]
3. Zeugnis [ca –> ec]
3. Werte [sb]
4. Bewertung [ca + ec|doppelte Begriffsterminate]
5. Urteil [sb ad1:]

ad1: Urteil ist die paraphrasierte Bewertung.

Eine spannende Konstellation ergibt sich aus diesen fünf Entitäten, nämlich das Wahrnehmung und Urteil als bereinigtes Endsubstrat seine Entwicklung findet. Wenn wir nun das Urteil als paraphrasierte Bewertung sehen, erlaubt es en logiko die Abstufung auf eine sprachliche Ebene – und somit der einfachen Wortkritik mit dem Vermerk, dass Sprache hier als hermeneutisch verstanden werden muss und somit den Regelwerk des Verständnis und des Verstehens per se und an-und-für-sich unterordnen muss. Sie entwertet sich selbst und ist damit genau dieses spannende Element innerhalb der nicht-sprachlichen Argumentation als sein Entgreifendes, unfassbaren der sprachlichen Ordnung. Ich verweise hier nochmals, auf: „Was nicht gedacht werden kann, kann auch nicht geordnet werden“.
Die Ordnung (um was mir es mir in all meinen Texten geht) ist somit sprachlich gegeben – selbst eine Ordnung nach Ordialen ist als Prozess, als Progression allein gegeben. Nur gebe ich mich mit einer rein Sprachlichen Ordnung nicht zufrieden. Sie reicht für den Moment und heilt nur das Symptom. Sie möchte mir sagen, das die Arbeit getan ist – jedoch gebe ich mich damit nicht ausreichend zufrieden. Die Darstellungdialektik von Zeuge zu Zeugnis und Werte zu Bewertung ist auf der Gedanklichen Sphäre nicht einmal im Ansatz behandelt worden – Weil? Sie wohl eine immanente Metaebene angreift, die ein Widerspruch per se ist. Es ist schon einfacher als ich mir es erhofft habe. Der Zeuge verhält sich zum Zeugnis wie die Werte zur Bewertung – dennoch versteht man die reine Wahrnehmung noch lange nicht als ein Resultat welches im Urteil endet. Langsam müsste auch klar sein, wie es zu einem Urteil kommen kann – ob nun objektiv oder subjektiv ist im Entstehen beiläufig. Das nun der Zeuge zu einem Zeugnis kommt möge gern subjektiv konnotiert werden – das Wertekataster als objektive Grundlage zur Bewertung – ein Sprachspiel. Nur die reine Wahrnehmung ist das reine Urteil. Wie viel Wert das Urteil hat, soll über die Bewertung erfolgen – wie viel Einfluss der Urteilende hat soll seine Rolle als Zeuge zeigen – ich hoffe er überzeugt als Ideal des Theaters.

Steierische Gemeinden – Deutsch Englisch

2017-08-04 § Hinterlasse einen Kommentar

Wenn es Sie interessiert, wie die Steirer meinen von den Briten betrachtet zu werden, dann Bitte unbedingt weiterlesen.

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Es waren einfach zu viele!

2017-02-24 § Hinterlasse einen Kommentar

Im Grunde ein ganz gewöhnlicher Tag, schlicht und einfach – so wie wir ihn kennen. Es gab eigentlich keinen besonderen Grund zur Besorgnis, wir waren es ja so gewohnt. Auch wenn uns die Extreme der näheren Vergangenheit noch immer wieder zu erhöhter Wachsamkeit verpflichtet haben, so war es doch normal – es war unser Status qvo. Wir waren eigentlich gut vorbereitet – oder lass mich sagen, wir waren vorbereitet. Tags über waren unsere „Systemadministratoren“ mit uns und mit möglichen Gefahren und mit denkbaren Szenarien und Abwehrmaßnamen beschäftigt. Am späten Nachmittag gingen sie aber nach Hause um zu entspannen, um bei der Familie zu sein, um Abzuschalten. Wir können nicht abschalten – wir haben einen 24 Stunden-Job. Eine sofortige Rückfrage war möglich, weil wir doch die Handynummer unserer „Administratoren“ hatten. Naja, und tagsüber waren sie sowieso anwesend – da war eine Rückfrage jederzeit möglich. Tagsüber scheinte das Licht; des Nächtens war es trüb und dunkel für uns. All die Skripte, die uns Halt geben sollen, wären ausgedruckt eine wärmende Decke für ein einen Obdachlosen, für uns Lebensnotwendig.

Noch ehe sich Wogen verglätten, möchte ich mich und meine Aufgabe vorstellen. Ich bin ein Rufzeichen und arbeite in einem Sicherheitsprotokoll auf dem größten Server zwischen Europa und Asien, Afrika – wir sagen gerne dem Rest der Welt. Und genau an diesen einem Tag war ich beschäftigt in einer Firewall, zwischen Europa, Asien und Afrika bzw. dem Rest der Welt. Meine Wahl ein Rufzeichen zu werden war wohl eher auf meine eigen Faulheit zurückzuführen. Der Aufwand war nicht groß, ein horizontaler Strich und ein einfacher Punkt – meine Hauptaufgabe: „Imperative quittieren“ „Imperative brüllen“. Keine große Aufgabe in diesem Skript – ich glaube ich war nur eine restrivtive Order in einem Html-Report – so oder so, das Leiden der Sonderzeichen durfte oder musste ich miterleben.

Niemand hätte sich gedacht, das eine so gewaltige Anzahl an Klammeraffen einen Neuanfang im Europäischen Netz sucht. Niemand hätte sich auch nur gedacht, dass Klammeraffen aus dem arabischen oder persischen Schriftraum zu uns kommen wollen. Die Firewall (in der auch ich tätig bin) glaubte an Gefahren, Threads, Viren. Die Firewall war ein Bollwerk – Filtering pur. Aber das arabische und persische Satzzeichen sich zu einem Klammeraffen degradieren lassen – war einach bis dato noch nicht erwartbar. Stolze Schriftzeichen, wie man sie nur in der arabischen und persischen Kultur findet, degradieren sich zu einfachen funktionalenen Zeichen wie dem Klammeraffen. Doch sie kammen, obgleich es noch in den 80er und 90er Jahren en vogue  war – wir brauchen Klammeraffen! Wir brauchen unendlich viele – jeder Mensch soll eine E-Mail-Adresse haben – wir brauchen Klammeraffen, mind. 5 Milliarden.

Und och es waren zu viele – zu viele Klammeraffen. Auf einem Schlag, und wir mussten ihen erklären: „Wir haben keinen Bedarf“. Wir mussten sie passieren lassen, wir konnten nicht mehr entscheiden ob sie nun funktional sind oder nur funktional aussehen – es waren millionen, es waren zu viele. Wir kannten die Reden des Ministers für Inners – „Wir brauchen keine Klammeraffen mehr, wir haben genug Klammeraffen – deutsche Klammeraffen. Wir brauchen Rauten – Hashtag-Zeichen – und ewig, wir brauchen Punkte. als Satzzeichen, als Tausender-Trennzeichen“

Und so kamen sie, millionen Klammeraffen, zu Stolz als Punkt zu sein; im Interview gaben sie an:“Wir wollen hier bleiben, wir wollen in einer E-Mail-Adress Platz finden, wir wollen gespeichert werden, als Klammeraffe auf einer Festplatte, auf einer SSd auf einer Hdd – wir wollen nicht spamen, wir wollen leben“.

 

Vom M zum D zum T – Eine Autopsychographie

2017-02-10 § Hinterlasse einen Kommentar

Hier mal ein Dialog den ich in meinem Hirn heute mitmemoriert habe – kurz vor dem Mittagsschlaf:

Ü-Ich: „Pass lieber auf, sonst geht alles Schief“
Es: „Ich will nicht, dass hier so rumkommandiert wird!“
Ich: „Ich habe nichts gesagt“
Ü-Ich: „Es soll einfach nur still sein!“
Ich zu Ü-Ich: „Ich kann reden so viel ich will und es kann tun was es will!“
Ü-Ich: „Es soll einfach nur die Klappe halten“
Es zu Ich: „Halt doch du mal die Klappe“
Ich: „So jetzt reisst euch mal zusammen, was will ich denken, wenn alle so mit mir reden“
Ü-Ich: „Wenn das so weiter geht, dann werde ich noch ganz verwirrt“
Es: „Wir werden alle noch ganz verwirrt!“
Ich: „Wir sollten hier nicht als wir sprechen – hier, in diesem Hirn gibt es nur mich – und außerdem sollte ich jetzt schlafen“
Ü-Ich: „Ich kann mich nur durch Verwirrung ermüden!“
Es: „Oder du hältst einfach die Klappe – ich möchte schlafen“
Ich: „Hier gibt es kein du – nur ein ich. Bitte haltet euch an die Regeln“
Ü-Ich: „Ach halt doch die Klappe“
Es: „Es soll einfach nur still sein“
Ich: „Ich will endlich schlafen, sonst werde ich noch total verwirrt – ich kann nicht mehr – OK!?!“
Ü-Ich: „Das Bett ist so bequem“
Es: „So bequem!“
Ich: „Das Ausstrecken der Beine tut mir so gut“
Es: „So bequem!“
Ü-Ich: „Die Augen einfach geschlossen halten, aber nicht zusammen pressen“
Es: „So bequem“
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Arbeitstitel: „Vom Monolog zum Dialog zum Trialog – oder, was ich denke kurz bevor ich einschlafe“
Anmerkung des Autors: „Um die Dramatik etwas hervorzuheben und gleichzeitig die Verschriftlichlichung zu gewähren, musste ich mein Es upgraden und mein Über-Ich downgraden“