Deskriptoren

2019-06-14 § Hinterlasse einen Kommentar

Eine x-beliebige aber bekannte Automarke beauftragt ein unabhängiges Ingeneursbüro eine Testung für ihr neues Modell durchzuführen. Viele unterschiedliche Werte müssen erhoben werden um in Folge gemäß Objektivität, Validität und Reliabilität bewerten und beurteilen zu können. Das Testdesign umfasst viele DIN-A4 Seiten – alles muss bedacht werden! Testungen unter Laborbedingungen, Testungen in freier Wildbahn, Stresstests und Tests mit unterschiedlichen Rahmenbedingungen bzw. Einflussfaktoren. Man testet die Straßenverkehrsordnung rauf und runter, selbst politische Veränderungen kommen ins Testdokument. Das Automobil muss auf Herz und Nieren geprüft werden – schließlich fließt das Testergebnis 1. in die Liste der Technical Details und 2. direkt in die Preisgestaltung hinein. Viel gespannter warten natürlich die verantwortlichen Diplomingeneure der x-beliegigen aber bekannten Automarke auf die Ergebnisse – wie weit weichen wohl die externen Textergebnisse von den kolportieren Berechnungen der Theorieabteilung des Konzerns ab? Die Höchstgeschwindigkeit ist das Thema von heute – gänzlich einer der wichtigsten Werte für das Automobil – schließlich wird das Ergebnis im Typenschein und in Folge im Zulassungsschein abgedruckt – aber wichtiger noch: Der Wert wird über das Marketing-Instrument Mundpropaganda ein bedeutendes Verkaufsmerkmal – die Masters of business administration warten schon gemeinsam mit den Diplomingeneuren auf das Ergebniss. Zuerst schauen wir einmal welche Geschwindigkeit ein „Max-Verstappen-Typ“ aus dem Automobil herausholen kann. 240 km/h in Hockenheim, 235 km/h in Silverstone und 238 km/h in Monza. Außentemperatur und andere Umwelteinflüsse sind gänzlich vergleichbar – wunderbar: Das Ingeneursburo geht also von einer durchschnittlichen Höchstgeschwindigkeit von 237, 6 km/h periodisch aus – das kann man problemlos im Sinn einer valdien Studie auf 237 km/h abrunden bzw. im Sinne einer „reißerischen“ Studie auf 238 km/h aufrunden. Nach langen Diskussionen einigte man sich schließlich auf 220 km/h – der bleifüßige Käufer wird sich sicher auf einer Deutschen Autobahn über den Zeigerausschlag am Geschwindigkeitstachymeter freuen. Nun gilt es aber die theoretischen 220 km/h zu validieren. 228 km/h auf einer österreichischen Autobahn, 224 km/h auf einer italienischen Autobahn, 218 km/h auf einer französischen Autobahn. Mist! Also was ist jetzt zu tun?

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ECOs Pendel

2019-08-30 § Hinterlasse einen Kommentar

In mitten einer Welt, in der drei Doktoren (drei Geisteswissenschaftler) ihrer Berufung nachgehen sollten, dennoch lieber ihrer Passion fröhnten, gelang das unfassbare – die Trennung von Stoffen mit rein physikalischen Methoden …

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Pädagogischer Beipackzettel

2019-08-28 § Hinterlasse einen Kommentar

Leistungsbewertung

Die Bewertung des|der Schüler|in ist keine interpersonelle sondern soll sich, getreu einem kognitivistischen Gesamtkonzept an der Prozessleistung des Lernerfolgs orientieren. Da die Leistungsbewertung im Vergleich zur Beurteilung immanent und ständig erfolgt, ist dem Lernprodukt nicht der gleiche Stellenwert beizumessen, wie es das punktuelle Lernprodukt einer Prüfungssituation nach sich zieht. So gesehen ist es klar, dass die Portfolio-Methode schlussendlich zur Beurteilung herangezogen werden kann – und m. E. auch in der Praxis passieren sollte. Die punktuelle Prüfung des Gelernten mag vielleicht einen Anreiz zur zweiten (bzw. mehrmaligen) Beschäftigung mit der Materie nach sich ziehen – ist aber m. E. nur sinnvoll in einem mündlichen Prüfungsgespräch, wo eigentlich nie die tatsächliche Festigung der Materie als eher die Fähigkeit Antworten auf Fragen zu geben geprüft wird. Ich empfehle, Kommentare im Quellcode des HTML, CSS und JavaScript Files ebenfalls als prozessorientierte Leistung zu werten, wie das logisch-zielorientierte Denken – welches sich in der Klarheit eines EDV-Codes (in welcher Form auch immer) darstellt. Ein bedeutender prozessorientierter Akt im Webdesign liegt definitiv in der Formulierung von visuellen Vorgaben als auditiven Text (Code) und umgekehrt – die Antizipation des Codes zu seiner visuellen Darstellung. Man merkt, dass hier also linke und rechte Gehirnhälften gleichermaßen gefordert sind und sich wechselseitig bedingen.

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Cut-Up

2019-06-28 § Hinterlasse einen Kommentar

Ein Cut-Up von diesem Blog bis zu diesem Zeitpunkt ist online. Wikipedia schreibt über Cut-Up:

Cut-up (oder: Schnitttechnik) nennt man eine Methode, den Zufall und die moderne Montage zum Beispiel in die Literatur einzubeziehen. 1959 erschuf Brion Gysin diese zufällig. Ähnliche Ansätze waren von Max Frisch und James Joyce bereits entwickelt worden. William S. Burroughs wurde zu einem der bekanntesten Protagonisten des Cut-up, und diese Schreibtechnik wurde von mehreren Autoren der Beat Generation bevorzugt.

Das moderne Cut-Up ist digital, vollautomatisch und kann hier abgerufen werden!

 

 

Erwartungsschrift zum Happening

2019-05-25 § Hinterlasse einen Kommentar

Kalenderwoche 20 brachte den Anstoss – Kalenderwoche 21 war dann die Leinwand für das groteske Billard-Spiel, wo eine Kugel die Nächste touchiert – gewollt oder ungewollt, Nebensache. Für die vielen Protokolisten empfehle ich als Zeichenreferenz: KW1920-21 – die Ästetik der Aktennummer kann dann im Stillen und Heimlichen weiter ausdiskutiert werden – zumindest wenn sich Juristen für jenes Unterfangen finden würden. Um nun aber einen judikativen Abschluss zu finden, geht eine weiterführende Nummer einfach zu weit – ist jene Nummer doch so oder so nur für die Augen weniger bestimmt und damit so relevant und irrelevant zugleich wie es nur möglich ist. Ich glaube dort finden wir auch des Juristen Seele Heimat. Auf übertriebene Spekulationen lässt der Herr Anwalt sich nicht ein, kleinkarierte Erbsenzählermentalitäten bei der Vergabe einer neuen Akt-Nummer, einem Ordner-Namen – dem Aktenzeichen. Referenz finden und gefunden werden, zwischen den langjährigen stummen Zeugen eines langen Advokatenleben – stumme Zeugen, die so viel zu erzählen haben. Das Bene Label machte schon seit langen Platz für das Unternehmer-Logo. Sinnflut & Sinnflut, vereint in einer Ligatur zum so oft gepressten Zeichen über der Drei –> dem Paragraph-Zeichen. Absatz zu Absatz, Zeilenschaltung zu Zeilenschaltung und Interpunktion, das ästhetische Zwischenspiel in der so nüchternen Interpretation. Aber wieso auch nicht, war es nicht der Berufswunsch?

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Lehrer aller Länder, verewigt euch!

2019-05-17 § Hinterlasse einen Kommentar

Noch vor weniger als 24 Stunden war ich hasserfüllt in die Egographie eines „rechten“ Professors für Deutsch und Philosophie an einem x-beliebigen Gymnasium der Hauptstadt, vertieft. Naja, hasserfüllt ist definitiv übertrieben. Und ob er sich selbst als einen „Rechten“ titulieren will, sei auch dahingestellt. Er sieht sich eher als einen, der von Links eine herbe Entäuschung nach der Anderen erfahren hat und sein tiefsitzender Wunsch nach Karrerie einfach nicht in Erfüllung gehen wollte – trotz all dem vielen politischen Engagement. Mir kullerten die Tränen beim Lesen – mitzuerleben, wie das traurige Leben eines Lehramtsabsolventen in einer Ewigkeit als einfacher Professor für Deutsch und Philospie endet.

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Mit Spürhunden nach Sprengstoff suchen

2019-05-10 § Hinterlasse einen Kommentar

oder wir begründen unsere Entscheidungen. Maturazeit im Lande bedeutet zugleich ein Hoch der Praktiker und ein Nachsehen der Theoretiker – die immer wieder das selbe vom Selben abverlangen aber nichts abgewinnen können. Wie sollten sie auch. Das Maturium geht weiter – zentral oder dezentral – der Wohlverdiente Abschluss will seinen Tribut verlangen – solange er Will, wird auch der Wille zur Macht in seinen Grundfesten weiter gelesen, weiter erzählt, weiter geträumt. Nur allein ein erster Schritt muss getan werden – und dieser ist nicht immer nur der Irrglaube sich als eine Persönlichkeit vor einer Kommission bestätigt oder abgelehnt zu wissen. Wie soll es auch anders sein – die Bestätigung will Graduierung, für die Ablehnung reicht eine einzige Note.

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