Für eine bessere Gesellschaft

2019-02-01 § Hinterlasse einen Kommentar

Auf die Frage, warum ich mich Sozial engagiere und mein Denken permanent am äußerst linken Rand chauffiere – ist die Antwort: „Warum nicht? Schließlich habe ich es gelernt und kann es – also tue ich es auch!“. Nun will ich hier aus dem Herzen Europas (Österreich) nochmals die Bedeutung von Sozialismus, Demokratie und einer progressiven Gesellschaft in den Fokus meiner Schreiberei rücken. Vorweg, der Österreicher ist in seinem Wesen mit sozialistischem Denken im gleichen Verwandtschaftsverhältnis wie der Ehemann zum Schwippschwager. Das österreichische Denken ist nicht darauf ausgelegt tiefe kommunistische Ideen in die Realität zu transponieren. Es ist mehr ein Denken welches sich teleologisch direkt auf die absolute Mitte hinbewegt – so nivelliert sich das linke Denken und im rechten Denken kommt es nach einem Prozess der jahrelangen klerikalen Indoktrination zu einem höheren Bewusstsein im höheren Alter. [Ein guter ÖVP Politiker ist erst im hohen Alter wirklich gut – bis dahin sind seine Entscheidungen eher überflüssig.]  Und so zeigt sich das österreichische Denken auch in seinem Hochglanz – nicht unbedingt als gläubiger Christ aber auch nicht als bekennender Sozialist. Das Politische passiert im Dunkeln und im Heimlichen – in der Wahlkammer, am Polit-Stammtisch, in den Klassenzimmern etc. überall, nur nicht im  öffentlichen Denken – dort sind wir neutral und der Mitte zugewandt. Die politischen Überlegungen des Volkes sind derart diffizil und gänzlich irrational, das eine Erklärung für ein Wahlergebnis definitiv nicht mit empirischen Methoden erklärbar ist  – dennoch aber nach einem kategorialen Denkprozess ersichtlich und verständlich wird. Das politische Denken der Österreicher|innen ist definitiv momentbezogen – psychologisch. Es denkt manchmal: „Wir wollen einem Schreihals die Möglichkeit geben sich zu bewähren und warten solange, bis bei ihm oder ihr die Selbsterkenntnis einsetzt!“ manchmal dann aber: „OK, das Ganze war jetzt doch etwas teurer als wir uns es gedacht haben!“. Dennoch –> Ein budgetärer Wahnsinn hat meist wenig Auswirkungen auf ein neues politisches Setting – hier in Österreich, schließlich lag es in der Vergangenheit und zahlen müssen wir so-oder-so – es soll das Problem des Finanzministers sein bzw. der Finanzministerin (Ups, bisher gab es keine Frau in diesem Job!). Und so passierten finanz-fiskale Paradoxien (und ich glaube es werden noch weitere davon passieren)! Der Irrglaube einer finanziellen Gummizelle ist noch immer im Volk verankert – womöglich hat das Volk in einem philosophisch-volkswirtschaftlichen Theorem sogar recht. Aber zu glauben, das Geld so wie Energie nicht verloren geht – sondern nur umgewandelt wird, erleichtert den Menschen in den  höheren Gehaltsstufen des Finanzministerium nicht unbedingt ihre Arbeit. Aber solange das Steuersystem gerecht bleibt – ist es auch gut. Die Lohnsteuertabelle liefert äquivalente Werte wie es der Steuerberater für die Einkommenssteuer eines Anderen schafft. Schlupflöcher im Steuersystem zu korrigieren ist ebenso ehrbar wie die Rechtschreib- und Grammatikkorrektur eines beliebigen deutschen Aufsatzes. Steuerliche Ungerechtigkeit ist eigentlich nur unschön – und nicht mehr – aber genau dort will das österreichische Volk voll seine Ästhetik legen –> in der Rechnung, in der Buchhaltung, am Kontoauszug – die Ästhetik der Zahlen steht über ihrem Sinn. Und damit liegen die Österreicher|innen auch gar nicht so falsch wie man glauben möchte – den Gerechtigkeit, Korrektheit und eine harmonische Ausgeglichenheit sind definitiv Merkmale einer guten Budgetierung und wenn Budgetierung auch Politik bedeutet, dann soll es so passieren –> Ästhetisch.  Unsere Sozialinvestitionen sind oftmals nützlicher und kostengünstiger als die Vorschläge eines zynischen Rechts-Populismus. Ich persönlich befürworte jede Maßnahme, die einen Handtaschendiebstahl an meiner Oma schon im Vorhinein verhindert – und so etwas gelingt nicht durch mehr Budget für Polizei und Videoüberwachung – sondern es passiert dort, jene Menschen von solch einer Tat abzuraten. Die Finanzierung eines guten sozialen Systems hat Auswirkungen auf unsere Gesellschaft – in den meisten Fällen meist positive. Willkommen im 21. Jahrhundert – gutes Tun wirkt auf die Schlussbilanz – und immer unverhoffter als gedacht!. Die Wirtschaft profitiert exponentiell daran ihre Arbeiter besser zu bezahlen als es ein turbokapitalistisches System empfiehlt. Wir geben einem potentiellen „Straftäter“ 1.000 Euro um ihn davon abzuhalten Kosten in der Höhe von 10.000 Euro zu verursachen. Was sollen wir auch anders bisher tun? Man will jetzt mitrechnen – aber Sozialismus lohnt sich – so oder so! Der wahre Sozialismus ist wie Pflegebalsam für die Seele des Finanzverantwortlichen. Sozialismus will uns alle reich machen – wobei Sozialismus keine seltsamen Vorstellungen von Reichtum hat. Der Reiche im Sozialismus zeichnet sich durch Leistung und leider (im falsch interpretieren Sozialismus) durch Parteizugehörigkeit und Ideologietreue aus. Den wahren Gewinner im Sozialismus erkennt man am Wohlstandtsbäuchlein und seiner gelassenen Gemütsruhe – er ist meist entfremdet von allen Extremen und hat ein ständiges Lachen im Petto um auf einen Witz zu reagieren.  Und neoliberal-kapitalistische Störmungen gebären sich: „Er soll das viele Geld einsetzen – soll es in Umlauf bringen! Er soll es zu seinem und zu unserem Nutzen nutzen“. Damit entwickelt sich die Darstellung von Reichtum im Sozialismus – man erkennt den Reichen in der öko-kulturellen Planwirtschaft an seinem leichten Lächeln im Gesicht. Er ist entbunden von den qualvollen Vorstellungen einen Reichtum zu leben. Er empfängt seine Daseinsberechtigung tag-täglich. Der sozialistische Reichtum ist losgelöst von jeglicher Verpflichtung – er durchlebt es – endlich!

Da der Kommunismus definitiv unter Stalins Administration sich von der denkbar schlechtestens Seite gezeigt hat – bekam er auch diesen negativen Nibus – den zu beseitigen mehr Arbeit nach sich ziehen wird, als ihn von neuem neu zu Denken wäre. Die Ermordung von millionen unschuldigen Menschen, wie sie auf Geheis von Stalin passierte – ist nicht gut zu reden oder schreiben. Aber dennoch ist die Anzahl der Toten, die ein System zu verantworten hat keine Konstante oder ein Kriterium für ein zynisches Ranking. Eine einzige bzw. ein einziger Tote reicht aus um einem Gedanken eine grotske Larve aufzusetzen die grausam auf das Leben grinst. Einem dieser hat mehr und dieser hat weniger gemordet – gefoltert – misshandelt ist für jene liebenden Menschen nicht einmal ein kleiner Trost. Aus der Geschichte zu lernen ist unsere vorrangige Pflicht – jedoch wollen wir unseren Lehrstoff nicht von den Grabsteinen des Einen bzw. des Anderen ablesen. Zu Lernen bedeutet nicht Leid zuzulassen um daraus einen Fortschritt für unsere Gesellschaft abzuleiten – nie mehr wieder! Ein ’starker‘ Mann, der sowohl Armut und Hunger sah, als auch die denkbar grausamsten Szenarien, wie sie im zweiten Weltkrieg feilgeobten wurden – miterlebte, soll seine Stärke niemals mehr durch seine Vorstellung von Grausamkeit oder durch seine gebildete Form von Gerechtigkeit nähren. Systemkritik ist keine Frage von Stärke – Mut und die Pflicht zum Widerstand sehr wohl. Und das Brechtzitat sagt schon: „Dort wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht!“. Da ein Widerstand im geschwächten Zustand des Übergangs zwischen Krieg und Frieden eher kleinlaut klingt und mit welchen Mitteln auch immer, niemals den Artilleriefeuer-Tinitus der Mächtigen übertönt – mag einen Teil unserer Geschichte relativieren – aber nicht als gänzlich Erklärbar machen. Und genau aus diesem Grund, fällt es mir schwer von einem guten Kommunismus zu sprechen oder schreiben. Es bleibt mir nichts anderes übrig, als von einem Sozialismus zu predigen. Und dabei beziehe ich mich auf Marx, Lenin und im gemäßigten Sinne selbstverständlich auf Rosa Luxemburg die den Gedanken zweifellos richtig und wahrhaftig gedacht haben. Natürlich ist ein Gedanke der Gleicheit unter den Menschen schwer denkbar – wie sollte sonst unter dem Pöbel der Über-Mensch erwachsen (wie es sich Zarathustra gewünscht hätte) aber ein Diktat der Herrenrassen hat schon gezeigt, das es in den wichtigen Disziplinen: „Ethik und Moral“, „Intellekt und Geist“ sowie „Menschlichkeit und Tugend“ gänzlich versagt hat. Eine Gleichheit vor Gott wurde kategorisch von den Vertretern Gottes auf Erden falsifiziert – den nur wem dem komplexen Regelwerk von Wahn und falschen Werten der Megaphone Gottes entspricht – wird ein Eingehen in irgend ein überirdisches Dasein gewährt. Und eine Salbung am Totenbett oder gar die Taufe allein, sollte schon ausreichen um Gott näher zu kommen, als dieses Kommen uns vorstellbar macht – ist absurd. Gott starb nicht am Mitleid mit den Menschen – es starb an Langeweile. Dem Übermensch im Wesen inne haftig ist das Schenken – warum wollte es nicht auch einem Gott inne sein. Und wenn wir die Geschenke Gottes nicht lieben – nicht tanzen zu einer Musik die nicht von dieser Welt sein kann – uns über alles Gute freuen und es nicht weiter hinterfragen – werden wir vielleich Gott wieder dazu motivieren, seinen Blick auf uns zu richten und ihn höhren wie er sagt: „Ja – das ist Entertainment – so wollte ich es sehen!“. Aber da nun, Göttlichkeit niemals nur durch einen einzigen Gott möglich ist – auch wenn uns Menschen im besten Fall nur ein einziger Gott zusieht (in dem was wir Leben nennen) – wäre alles uns denkbar-spirituelle hervorzuheben, dass alle anderen Götter motiviert uns anzusehen – wir wollen in seine Objektive blicken! Die Kritik am realen Sozialmus beinhaltet aber wenige theologische Argumente. Vorranging ist natürlich die Frage der Freiheit. Wieso sollte man im realen Sozialismus die Grenzen nicht verlassen dürfen? Warum sind diese Grenzen da, um andere Menschen davon abzuhalten den realen Sozialismus zu besuchen oder ihn zu verlassen? Wer in Grenzen denkt – denkt weiterhin noch immer einen Sozialismus des vorherigen Jahrhunderts – der Sozialmus der Gegenwart muss international und globalisiert sein. Wer die Gleichheit unter den Menschen an irgendwelchen geographischen Grenzen neu bewerten möchte – ist im Sinne von Stalin ein guter Beamter (ob nun im Rang eines Kanzlers oder Innenministers) – aber für das was die Gleichheit ausmacht, eher nebensächlich. Die Gleichheit im Sozialismus exisitert nun also nicht vor Gott, sondern nur vor dem Gesetz – und Gesetz ist die Sprache der Mächtigen und im realen Sozialismus geht die Macht vom Volk aus – es ist das Wort des Volkes, das im Ohr des Menschen gleich klingen muss! Diese oftzitierte Gleichheit ist also nur von juristischer Bedeutung – niemals ist eine Gleichheit unter den Menschen möglich. Auf die Frage: „Glaubst du, dass du etwas besseres bist?“ ist die Antwort: „Ich glaube etwas anderes zu sein!“ – der Individualismus unter den Menschen ist das tragende Element einer Philosophie des 21Jahrhunderts – losgelöst von seinem administrativen System. Diversität ist nicht nur ein Modewort sonder Realismus. Eine „Gleichheit vor …“ ist ein Reliquid der Vergangenheit – von diesem Irrglauben müssen wir uns trennen, wie sich Gläubige vom Dualismus trennen sollten. Eine geschwächte Gleichheit entsteht aber im realen Sozialmus nur mit einer gestärkten Brüdlichkeit. Ein „Ich bin nicht gleich wie du, aber ich bin dein Bruder“ ist die Philosophie welche sozialistische Ideen wahr macht! „Ich bin Herr eines Knechts und du bist Knecht eines Herrens“ – wir sind in unserem Tun gänzlich verschieden – und dennoch brüderlich miteinander verbunden und so entwicklet sich auch die Schwiergkeit einer Gleicheit vor dem Gesetz. Wieso sollten für den Herren, den Diener, dem Knecht und dem Künstler die gleichen Gesetze gelten – schließlich ist ihr Leben nicht gleich genug um Mühsal mit dem Schweiß abzuwägen. Die Wahrheit liegt wohl darin, Wert niemals als eine Konstante oder als statische Einheit zu betrachten sondern, das Wert einer ständigen Dynamik unterworfen ist – die sich selbtbezüglich evaluiert. Wert – eines Menschen oder seiner Arbeit, seinem Tun bzw. seinem Nicht-Tun wird zum beständigen Element einer öko-kulturellen Planwirtschaft und damit einer Machtpolitik die jenseits vom Willen der Allgemeinheit seinen Einzug ins Reale findet. Solange kein Gold-Fetisch im System ist – kann genau dieses Güter-und-Dienstleistungen verteilende System sehr wohl gerecht und bestimmbar sein. Dieser Bewertungsprozess ist einem höheren soziologischem Denken verpflichtet – die selbe und gleiche Speck-Ration ist im Vergleich Schreibtisch-Baustellen-Arbeiter|in unangepasst – und das Bedürniss sich mit Fett vollzustopfen ist erwiesermaßen (durch die Öko-Soziale-Marktwirtschaft) für einen Schreibtisch-Hengst eher kontraproduktiv, im Vergleich zu einem Bauarbeiter auf einer Baustelle. Leistung in Kalorien anzugeben ist sicher ein Impuls für den Sozialismus 2.0 und mit ihm auch die neue Öko-kulturelle Planwirtschaft. Reichtum wird neu bewertet – und Bewertung ist das Lebenselexier einer Systematik – was ist nun also Reichtum: „Der mit Ledersitzen ausgestattete SUV oder das Wiener Schnitzel am Teller“ – „Körndl‘ Futter vs. einem SUV ohne Luxusausstattung“?  Die freie Marktwirtschaft kennt die Problematik und sie antwortet sehr wohl mit dem Wort „Freizeit“! Freizeit ist also die Freiheit in der Marktwirtschaft – die die wohlverdienenden zu einer Reduktion der Freizeit zwingen indem sie Gesetzmäßigkeiten der Vernuft nachgehen. Das Fitnessstudio nach der Arbeit – ein Work-Out. Ein Paradoxon der gegenwärtigen Gesellschaft – schließlich soll Schufterei und dem damit verbunden Mehrwert für die höhere Ebene wohl bezahlt sein – mit Dollar, Euros oder Yen. Dem Menschen innewohnend bedeutet es aber ein radikaler Eingriff in ihre Freizeit und ist das nicht der ultimative Eingriff in die Freiheit – ich sage nein. Arbeit darf keine Einschränkung der persönlichen Freiheit sein – schließlich stand schon auf mehreren KZ Lagern die Aufschrift: „Arbeit macht frei“. Das Paradoxon führt also dazu, das die Arbeit das befreifende Moment ist und die Freizeit erst die Notwendigkeit zur Regulierung einer Disharmonie ist – in der freien Marktwirtschaft trägt man diese Dissonanz sogar hinein in die Familie und erwartert dort seine Regulierung – die wahre Freiheit ist nur im konsequenten Sozialimus möglich! Das dem Menschen also die Freiheit innewohnt, soll ihn nicht davon abhalten das Unfreie nicht zu tun. Tatsache ist nun weiterhin, das jegliche planwirtschaftliche Ambition Machtpolitik bedeutet – eine Macht die nicht mehr vom Volk ausgeht sondern von einer Zentraladministration abhängt und somit kategoralen Einfluss auf die unmittelbare Lebenswelt des|der Genossen|in nimmt. Aber die demokratischen Prozesse sind jetzt möglich – sie sind jetzt technologisch möglich – und so wird das Zentralbüro 2.0 endlich digital gedacht!

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Konventioneller Unterricht

2019-01-17 § Hinterlasse einen Kommentar

Fünfte Schulstunde in einer beliebigen Unterstufe. Am Stundenplan steht Deutsch und  auf dem Ziffernblatt der großen Bahnhofsuhr im „Multifunktionsaufenthaltslernflur“ touchiert der große Zeiger den kleinen und beide zeigen auf die Zwölf. Traditionell eine Zeit, wo gerne Mittag gemacht wird. 30 Minuten plus minus – das geht schon in Ordnung aber die fünfte Stunde biegen wir noch runter. Diese 45 Minuten werden sicher nicht das kosmische Zeitgefüge aus den Angeln heben um so zu einem Supergau der geladenen Gewohnheiten explosionsartig unsere Realität auszulöschen im Stande wäre. Alles kein Problem – keine Panik auf der Titanic.  12:45 Uhr – dann ist diese Deutschstunde zu vorbei. Und der Administrator dieser Schule hätte auch hier schon eine Mittagspause von 20 Minuten einplanen können – aber die 6. Stunde (von 12:55 bis 13:40) noch schnell reinpressen – schließlich ist an vier der fünf Schultagen nach dieser 6. Stunde sowieso Schluss weil der Admin genialerweiße Religion oder Bildnerische Künste dorthin verlagert – Fächer die auch mit leeren Magen schaffbar sind. Aber dann ist schon ist zeitlich – der Admin rechnet: Die Frühschicht in der Fabrik beginnt um 06:00 Uhr und endet 8 Stunden später um 14:00 Uhr – Papa kommt also rechtzeitig zum gemeinsamen Mittagessen um 14:30 Uhr – für eine funktionierende Familie einfach unentbehrlich – dieses gemeinsame Mittagessen und zuvor das gemeinsame Frühstück, das ja so nicht stattfand – weil man den bzw. die liebe|n Kleine|n nicht um 5:00 Uhr wecken will – nur für dieses gemeinsame Frühstück. Aber mein Gott – was soll man machen? Das Eine ist mit dem Anderen möglich – ansonsten hat man doch noch ein entweder-oder. Und wenn zwischen 05:00 Uhr und 14:30 Uhr keine Mahlzeit passiert – das interessiert wohl doch nur den Ernährungsberater bzw. |in der|die an die Tür des Administrator klopft und sagt: „So nicht!“. Noch immer kein Problem – keine Panik auf der Titanic! Es gibt ja noch immer das Schulbuffet mit der ‚xSundn Jause (ein Kürbiskernweckerl mit Kräutercremeaufstrich und Salatbeigabe) und im Süssigkeitenautomat wurde Mars, Snickers und Milka verbannt. Er liefert per Knopfdruck einen frischen steirischen Apfel oder halt eine Orange. So oder so – Fast Food, weil die sozialisierende Wirkung eines gemeinsamen Essens weiter ignoriert und durch Vitamine und Nährstoffe beschönigt wird. Aber genug Energie für die 5 bzw. 10 Minuten Pause zwischen Englisch und Mathematik – verhungern wird sicher kein Schüler! Außerdem ist nicht jeder ein Schichtarbeiter – Doktoren und Ingeneure haben sicher Gleitzeit. Sie können sicher ihre Arbeitszeit so planen, dass auch das Familiäre, das Gemeinsame wieder in den Fokus gerückt wird. Schließlich ist die Entwicklung in der Familie ebenso wichtig wie die Entwicklung in der Schule – für die Kinder natürlich (was wirklich prägend ist, können Psychologen gerne auf Anfrage beantworten). Aber egal – funktioniert die Familie (eben wegen so nebensächlichen Dingen wie der Existenzsicherung) nicht, dann kann man doch jederzeit die SPÖ wählen die dann die Erziehung auf eine soziale Stufe stellt und den jungen Leuten dann eine Ganztagsbetreuung mit einem Mittagessen dazwischen anbietet. Gut, es ist ein Essen mit Freunden (bzw. Arbeitsfreunden) und nicht mit den Lieben der Familie – aber, in der Werkskantine geht es nicht anders zu. Naja gut – in der Schule gibt sicher nicht das Käsekrainer-Trio aus der Mikrowelle – sondern, eine Mahlzeit mit Suppe und Salat (manch einer würde darin schon den Himmel auf Erden erahnen). Danach die Nachmittagsbetreuung – die Ganztagsschule, Hausaufgaben werden gelöst – mit Hilfe und Kontrolle und bis 15, 16, 17 Uhr noch Spiel, Spass und Sport. Danach Family and Friends – Sparetime nach all dem Spiel, Spass und Sport. (Oh hätten wir nur ein Bachlorstudium für die Ganztagsbetreuung – es soll nicht unprofessionell passiern). Aber – in einer Demokratie wählen halt nicht alle die SPÖ – nur allein, weil der|die Wahler|in in einem sozialistischen System ihre eigene Armut vermuten – nur weil die Armut an anderer Stelle bekämpft wird – eigentlich für alle anderen aber nie mich mich! Und so lebt der verkehrte BOBO in einer Welt, in der er links lebt aber rechts denkt. Und ich selbst habe in einem Gespräch etwas erfahren auf die Frage: „Was sollen wir mit dem Geld machen, wenn wir damit keine Arbeitslosen und Asylwerber unterstützen? Sollen wir uns einen oder zwei neue moderne Panzer kaufen?“ – die Antwort: „Ja, das wäre mir lieber!“. Aber ich will den verkehrten BOBO nicht an den Pranger stellen und ihn mit faulen Tomaten bewerfen! Er ist ein Produkt des cinematographischen Exports der USA – er ist geprägt durch eine Philosophie dessen geistige Erziehungsberechtigte ca. 56 % des Budgets für Militär und Sicherheit ausgeben. Und das tun sie auch gut – schließlich sind es die USA die zum ersten Mal eine Atombombe auf Großstädte geworfen haben – sie müssen Angst haben – solange bei ihnen noch Geschichten der Rache erzählt werden! Oder der verkehrte BOBO ist einfach nur beeindruckt – das ein einfacher Präsident in einem Twitter-Posting die Weltpolitik neu ordnen kann – nur weil dieser Tweed mit Säbelrasseln gleich-gesetzt wird – ein Vorteil der massiven Sprengkraft eines Landes – koste es, was es kostet. Und so ist es, dass unsere Populisten mit US-Amerikanischen Ideen werben und damit auch das geistige Empfinden des Anti-BOBO ansprechen. Berittene Polizisten in Wien – wie in New York. Demontiert werden aber nur Systeme die wir uns mit „LINKS“ leisten könnten – mit einem 2 % Budget für das Bundesheer –> jederzeit. Ja natürlich können wir mit sowenig „Schlagkraft“ wenig an der Weltpolitik ändern. Gut, vielleicht gibt es das eine oder andere Land das gerne mit uns Handel treibt und uns deshalb wohlgesonnen ist – jedoch: „Angriffswaffen“ haben wir keine – und das finde ich auch gut so. Wir brauchen das auch nicht. Wir müssen nicht 300.000 Euro für ein Eurofighter-Manöver ausgeben. Das müssen wir wirklich nicht. Wir haben eine günstigere aber effektivere Landesverteidigung. Wir haben die älterste Militärakadmie der Welt. Unsere Offizier sind besser geschult – so wie jeder Soldat – und diese Schulung – dieses Wissen – diese Kompetenzen werden uns auch mit einem 2 % Budget für die Landesverteidigung vor Agitatoren beschützen und bewahren. Wir werden Angreifer auf unsere Berge führen, wo sie entweder erfrieren oder wegen Erschöpfung aufgeben. Wo sie mit ihren Dronen Lawinen auslösen die ihre eigenen Basen zerstören – wo sie allein durch die Bergluft in einen Rausch verfallen – der uns genug Zeit gibt um uns zu helfen – um uns vor Feinden zu bewahren, die es nicht gibt. Nur allein, es gibt sie nicht, weil wir gut sind – weil wir neutral sind – weil wir der Gewalt eine Abfuhr erteilt haben. Und so können, diese Millionen Euros, die wir uns erspart haben, indem wir keine „hochmodernen“ Angriffswaffen kaufen, für unsere Ärmsten verwenden. Für humanitäre Hilfe an Flüchlingen und Menschen in Not – für unser Sozialsystem – für unser Gesundheitssystem – fur unsere Bildung. In Mitten der fünften Stunde in Deutsch passiert alles das, was meine Ausschweifungen bisher dargelegt haben – jedoch es passiert nebenher – heute, jedoch nicht immer. Denn heute haben die Schüler|innen der 5.ten Schulstunde ein Diktat vor sich. Die Lehrerin ist pünklich in der Klasse – die Schüler|innen haben ihr Diktatheft geöffnet. Natürlich wird nur auf der linken Seite des Heftes geschrieben – die rechte Seite bleibt frei für die Kommentare der Lehrerin. So blättert also der Schüler am Ende der Seite zur nächsten über – wie es das Wesen eines Schriftstück verlangt – und weil er Rechtshänder ist (so wie viele) liegt sein gesamter Arm über dem anderen Blatt. Die Lehrerin (geschult auf den konventionellen Unterricht) kennt natürlich die Diktatgeschwindigkeit – sie kennt ihre Lesegeschwindigkeit – sie kennt ihre Vorlesegeschwindigkeit – sie kennt die Geschwindigkeit des Schülers. Das macht ihr auch nichts, denn es liegt sowieso dieses Prickeln in der Luft – diese Elektrizität, die Haare zu Berge stehen lässt, aber nicht noch genug ist, um ein E-Kraftwerk zu betreiben. Ein Diktat – ein Diktat. Implizit natürlich eine Lehrzielkontrolle – explizit eine Lernzielkontrolle. Dem Schüler wird die bevorstehende Bewertung bewusst – er|sie muss sich beweißen. Viele neue Wörter – viele schon bekannte Wörter. Jetzt bloss keinen Schnitzer – schon gar keinen bei eh schon bekannten Worten. Das Diktatheft ist unerbittlich – es zeichnet die Wahrheit auf – so wie sie passiert. Es geht darum, den jungen Schüler|innen klar zu machen, wie sich die Spracheingabe von Google fühlt – wenn sie später dann einmal ihre vorwissenschaftliche Arbeit ins Smartphone dikitieren. Das Diktat muss weiter leben – darf niemals an Bedeutung verlieren – weil es doch eine Form der Kommunikation ist, die die Überprüfbarkeit der eigenen Wahrheit transportiert. Und so läuft die LZK im Unterricht weiter. Ein Polaroid gibt uns ja so treffend die Wirklichkeit wieder – so wie ein Diktat sich eigentlich nicht vom vorgelesenen Text unterscheiden darf. Die Spannung im Unterricht ist jedoch für die Lehrerin nicht mehr als ein Eintrag in einen der vielen Kataloge, die sie mitschleppt – die sie zu füllen hat. „Diktat 3.4 Seite 45“ der Eintrag eines Events für den Lehrer und ein Happening für den Schüler. Der konventionelle Unterricht verlangt von der Lehrperson, dass sie|er dieses Dikat auch nachbearbeitet – es kontrolliert – es bewertet und aus der Bewertung heraus eines von vielen Urteilen über die Leistungsfähigkeit des|der Schülerin darniederlegt. Beide (er und sie) haben so viel Einsatz gezeigt – so schmerzhafte Erfahrungen in den Händen gespürt – so viel Spannung erlebt. Ein Feedback dafür wäre wohl das mindeste. Wir sind noch immer im konventionellen Unterricht – und wäre er nicht so standardisiert und von oben herab gelehrt – dann hätte wahrscheinlich dieses Mädchen in der 3. Bankreihe nicht zu weinen begonnen. Trännen des Stress? Aber Tränen und Tränen sind ein Indikator für den Lehrer seinen Unterricht zu hinterfragen – sein Diktat zu hinterfragen. „Warum weinst du?“ – „Ich kann nicht so schnell schreiben“ – „Dann lass einfach einen Satz aus!“ – und bei der Beurteilung fällt dieser fehlende Satz auch nicht auf! Ein Satz mehr oder weniger – was soll’s?  Bislang dürfen wir der konventionllen Lehrerin vieles unterstellen, aber eines sicher nicht – Faulheit. Sie gibt doch regelmäßig Hausaufgaben auf – 43 im Schuljahr. 43 mal 25 Schüler|innen sind allein für diese eine Klasse 1.075 Bewertungen pro Jahr – also mehr Hausaufgabe für sich selbst als für den einzelnen Schüler bzw. für die einzelne Schülerin. Der konventionelle Unterricht verlangt es – und wie schon Ostbahnkurti gesungen hat: „Weil in da Arbeit – in da Arbeit muaß ma ollas geb’n. – siehe Songtext des Lieds ‚Arbeit'“. Und genau so wird die Komponente Arbeit des Lehrers auf eine höhere Stufe zur Arbeit des Schülers gestellt – für den Schüler nicht begreifbar – für Eltern nebensächlich – da sie die anderen 24 nicht sehen. Der konventionelle Unterricht geht aber weiter – und so schleppt sie brav die 25 Hefte mit nach Hause, wo sie brav und sorgfälltig die leichten Fehler mit einem roten Strich markiert und die schweren mit zwei roten Schrägstrichen anzeigt – das allein ist aber noch nicht ihre intellektuelle Leistung – so etwas könnte auch ein Affe mit JavaScript Kenntnisse lößen – nein, sie notiert aus diesem einen Diktat Auffälligkeiten bzw. Konformität und deduziert damit ein Notenbild – eine Graduierung der Leistung die sowohl einer Kontrolle des Landesschulrats als auch der begierigen Fragen der Eltern standhalten kann. Sie kennt die Bedeutung dieser Notenskala (sie weiß, um die Graduierung in 5 Stufen bescheid). Sie weiß auch, dass es keinen großen Unterschied ergeben würde – täte sie ihre Beurteilungen auf eine 100-Grade-Skala ausrichten – (der Schüler hat 87 % des Lehrstoffes erreicht. Von Fünf bis Eins ist ihr berufliches Leben determiniert – und das tut sie auch gerne. Will sie durch die Noten eine Art Macht ausüben? Will sie durch die Noten eine gesellschaftssttabilisierende Funktion ausüben? Will sie durch die Noten ein Feedback geben – ja – ja – ja. Aber, sie kennt die Noten noch von früher – und so wird aus den Grundsätzen einer objektiven und validen Benotung eine Erringung an ihre eigene Schulzeit. Das ist das psychologische Moment des konventionellen Unterrichts – die Visualisierung der eigenen Schulzeit und das Transponieren der Erfahrungen auf das reale jetzt und hier. Und damit unterliegt sie einer breit aufgestellten Kritik – die ihr Verhalten auf die Methodik des „Frontalunterrichts“ reduziert – sie erlaubt sich die Meinung, dass Frontalunterricht seine Berechtigung hat – und trifft damit auch meine Einstellung – Frontalunterricht als eine Methode zu betrachten – eine unter vielen. Da sie nunmal mit der Dokumentation von Schülerleistungen ebenso beschäftigt ist, wie mit der Deduzierung ihres eigenen Unterricht – und damit einem Hinterfragen ihrer eigenen Persönlichkeit – ihrer Lehrerpersönlichkeit – ergibt sich für sie selbst tag-täglich ein Entwicklungsauftrag der sie selbst als Maßstab allem sieht und sich selbst dem Maßstab von allem gerecht werden will. Aber der konventionelle Unterricht geht weiter. Er ist den Rahmenbedingungen unterworfen – und die gute konventionelle Lehrerin sieht diese Rahmenbedingungen in einem Rechtskodex niedergeschrieben. Sie will also SchUg und SchOG Wort und Beistrich folgen – doch das sind nicht die Rahmenbedingungen, die die Gesellschaft verlangt – und mit Gesellschaft meine ich in diesem meinem Blog mich – die ich nicht will. Ich als kritischer Schreiber möchte die konventionelle Lehrerin niemals auf die Schulgesetze reduziert wissen. Ich, als Repräsentant von Gesellschaft will das die Lehrerin die Zukunft der Gesellschaft – die Zukunft von Österreich – die Zukunft von allem bildet. Ich will, das diese Lehrerin die Zukunft genauso kennt, wie sie die Gegenwart versteht und einfließen lässt – nur allein, weil es die Gegenwart ist. Sie weiß darum, das ihre pädagogische Freiheit in der Methode liegt, aber nicht im Inhalt – sie weiß, das sie den Inhalt genaus gestalten kann, da Wien weit entfernt von ihrem Klassenzimmer ist und sie weiß auch, das ihr konventionelles Verhalten jenen Effekt hervorruft, der genau Wien ins Klassenzimmer bringt – selbst wenn sie ihre pädagogische Ausbildung in Salzburg, Linz oder Graz erworben hat. Eine geisteswissenschaftliche Didaktik orientiert sich nunmal an Lehrplänen, Bildungsstandards und prototypischen Unterrichtsbeispielen – eine freie Pädagogik verlangt dagegen ein gesellschaftskritisches Denken welches Curricula ad absurdum führt.

philofiction: ontology 2.0 (new release)

2018-12-31 § Hinterlasse einen Kommentar

Am Wendepunkt von der Philo Fiction Version 2.018 stable zum nächsten release (2.019 spec) wollen wir uns nicht mit tristen Rückblicken auf die kognitiven Fortschritte der Vergangenheit langweilen. Was dürfen wir hoffen und somit erwarten? Und ist es eigentlich wirklich ein Wendepunkt, oder gar ein Extremwert? Liefert der neue Punkt auf der Funktionsgleichung uns endlich neue Erkenntnisse über die Argumentation der Gleichung – vielleicht sogar über seine Struktur? Knacken wir den Code? Und wird der Mohn-Strudel von Lidl demnächst revolutioniert? Solche und ähnliche Fragen stellen sich die hoch motivierten Schreiber|innen von Zeichentrickserien die sich das Besondere ans Revers geheftet haben und das Besondere weiter tragen und transportieren wollen. Selbst in die Xte Staffel hinein.

Nun ist das Main-Entertainment des Menschen – sein reines Denken – sicher schon so alt wie der erste Gedanke selbst, obgleich es sich von Version zu Version weiter entwickelt bzw. verwickelt. Gehen wir in die Tiefe, verlieren wir den Fokus auf das Wesentliche. Blicken wir auf das Wesentliche sagt man uns Trivialität nach. Die Krux des coolen Gedankens wurde definitiv nicht so circa plus minus Null vor bzw. nach Christus geboren. Der coole Gedanke braucht die konsensuelle Wahrheit – das ist klar. Ob nun in der Quantität (Top 10 Rating der besten Refrains des Jahres) oder in der Qualität (wo ein 25jähriger Kiffer nach einem Näschen „Speck“ über seine 80jährige Lebenserfahrung im Management von Hedge-Fonts an den großen Stock-Exchange Lokations dieser Erde referiert um so einen edlen Übergang zu seinem prall gefüllt-und-gelesenen Bücherschrank und seiner letzten Buchbesprechung eines jungen Autors der selbst ein 24jähriger Kiffer nach einem Näschen „Speck“ über seine 90jährige Lebenserfahrung im … geschrieben hat, referiert) und dieser (ich will ihn ihm die Spin-Doktor-Würde verleihen) genau diesen Gedanken aufgreift. Der einfache Hobby-Denker, wie ich einer bin, glaubt nicht wirklich an den Durchbruch seiner Bemühungen die Sprache der Seele zu dechiffrieren bzw. die Willkür der elektrischen Ladungen zwischen Billiarden von Synapsen ins Licht des besseren Denkens zu stellen. Es spielt keine Rolle ob es nun ein dualistischer oder ein materieller Ansatz ist – wie wir den Gedanken erklären wollen. Außer natürlich es spielt die Rolle schlecht hin den Gedanken mit Gedanken zu klären. Was tut nun ein|e Kunsthistoriker|in der|die vor einem Gemälde steht? Er|Sie betrachtet das Werk ganzheitlich. Freut er|sie sich über ein neues Werk?  Was macht der|die Denker|in wenn er|sie vor einem neuen Gedanken steht? Das Selbe – wahrscheinlich. Die tiefenpsychologische Wirkung vom Gedanken, im Vergleich zum Gemälde verleiht erst dem Denken seine Sinnlosigkeit, sollte er nicht gesprochen werden. Wo es einfach nicht mehr darum geht – das Medium neu zu erfinden – um den Gedanken in Flüchtigkeit zu gießen – weil es doch der befreiende Teil aus der Kopf-Isolation sein soll. Wäre z. B. ein Urmensch fähig über seine inner Welt mit Urlauten dem|der Nächsten Auskunft darüber zu geben, das phonetisch am ehesten dem gleicht was in ihm|ihr vorgeht – so täte er|sie es um einen Schatz zu vermehren, der dem Menschen tatsächlich als Asset verbucht werden kann – sein|ihrem Wort-Schatz, einen Dienst für die Zukunft. Und so wird der Maler und die Schauspielerin, der Musiker und die Künstlerin auf ewig versuchen jene Momente des inneren Denkens in ein Medium zu bringen, das wie ein Totem zwischen dem real-existierenden Wesen und dem Wesen-seiner-eigenen-Unbeholfenheit vermittelt. „Denn wer sich retten tut – der hat zum Untergang kann (kein) Mut, Falco (in den 80er Jahren)“ und so entsteht eine Art Zensur des Weltengeistes – der sich über die Äonen der Zeit hinweg bewegt hat und selbst (höchstwahrscheinlich) die Zensur erfunden hat. Er löscht sich selbst aus seiner Relevanz um das übriggebliebene als die Essenz zu verkaufen – in Kunst oder Philosophie – egal! (bzw. ?) Ob die Zensur im Wert oder in der Definition (die den Wert trägt) liegt, ist nebensächlich für das Immanente. Die Definition ist die Metakategorie des Wertes – der Wert allein ist leer bzw. unterliegt der reinen Interpretation ohne seine Metakategorien – die ebenfalls zensuriert sein können – wie oben beschrieben). Die Metakategorie beschreibt Elemente wie die Sichtweise, die Beziehung zu-und, die Relevanz zu-und, Erkenntnis von-und so weiter. Die tatsächliche Zensur ist nun im Wert oder seiner Beschreibung gleich fruchtbar wie die Wiederherstellung eines unterdrückten Selbstvertrauens (im Moment). Wir erlauben im einen eine Freiheit – die sogern genossen wird. Im Anderen verbieten wir diese Erkenntnis zu erkennen. Das ist Zensur – jenseits eines KGB-CIA-Komplex der das und jenes verbietet. Zensur ist kein Verbot! Zensur führt nur zum Missverständnis – und so funktioniert sie auch. Dient sie jedoch jemandem? Solange wir das Missverständnis versuchen zu verstehen – dann schon! Wir sind aber in unserer Fähigkeit die Missverständnisse der Philo Fiction 2.0 in der Version 2.018) aufzudecken so gewachsen, dass wir diese schon als eine Art Sport von den Mediengestalter verlangen – nur um uns in unserer Fähigkeit das Missverständnis zu Verstehen zu Erkennen bestätigt fühlen.  Und so tun‘ wir weiter …

Als fortschreitende Dialektik soll das Erkenntnismoment genauso tragbar sein, wie eine in seinem Wesen diametral gesetzte Bedingung die erst das Moment definiert. Es fühlt sich sicher etwas anders an, als jene Worte, die die Symptomatik aufrufen sollten – wie es in einer Automatik passiert – die einfach nur passiert. Weitläufigkeit ist der Fang des Tages. Der Erkenntisgewinn berechnet sich selbst neu – solange man den Preis dafür zu zahlen bereit ist. Ein intellektueller Deckungsbeitrag wird der Maßstab zwischen dem Aufwand einer ide’e’alen Preisgabe wie es die versteckte Summe der zu befolgenden Rhythmen des reinen Denkens hervorruft – sie ist in ihrem (aber auch in seinem) Wesen einfach ein Element des Begreifens und hebt damit wieder den Begriff – das Leitnomen des Begreifens in den Fokus. Es weicht gänzlich der Wahrnehmung bzw. der Erkenntnis – da der Begriff erst jenes Begreifen als ein hermeneutisches Kleinod feilbietet – sich selbst verkauft, wenn man so will. Es gibt für die Philosophie keinen Markt (nicht einmal ein Ideal des Marktes) der das Wissen auf den Sockel (bzw. die Waagschale) in einer Balance zwischen Angebot und Nachfrage austariert um so dem Begehren des Individuums zum Zweck des Gemeinen empor hebt um damit die Wirklichkeit zwischen einem Gleichgewicht einpendeln zu lassen. Sicherlich wird auch in der Version 2.019 das ökonomische Denken im Individuum Platz finden – zwischen der unteilbaren Liebe zu seinen|bzw. ihren Lieben und der einfachen – wenn gleich doch seit Äonen von Jahren Wahrhaftigkeit ökonomischer Gesetze. Das Prinzip von Angebot und Nachfrage wird gegenwärtig durch psychologische Gründe getrübt, die den Konsumenten dazu verlassen nicht immer das billigste Produkt in seiner gleichen Qualität zur Kassa zu tragen. Mein Gott – es gibt sogar Fälle in denen (nachweislich dokumentiert) der|die Kunde|in bereit ist, ein teureres aber dafür in der Qualität schlechteres und in der Menge gleich (wenn nicht sogar weniger) vollständiges Produkt über den Bar-Code-Leser zu schleifen. Dieses tragende Argument für die gänzliche Unvernunft kann problemlos auf die Philosophie umgewälzt werden – wie man eine Glühbirne zum leuchten bringt oder sie austauscht – nur weil ihre Zeit gekommen ist. Genauso unterliegt das gedruckte Wort wirtschaftlichen Axiomen – dabei muss man es nicht einmal durch ein Offset jagen – es verkauft sich auch in Rot-Grün-Blau, oder noch effektiver –> als gesprochenes Wort!. Die Erkenntnis weicht dem gängigen Ideal eines Denkens, welches bereit ist, Interessen zu bedienen. Ich will es probieren und die grenzgeniale Dialektik eines K. Marx auf die Verwertbarkeit des reinen Gedanken anwendbar zu machen. Dafür benötigen wir zwei elementare Prämissen, zur Umwandlung marxisitischer Theorien auf die Handelsware „Wissen“ anzuwenden. Vorrangig natürlich gilt es den Kapitalisten in die Terminante „Intellektueller“ transponieren – damit liest sich „Das Kapital“ schon leichter. Wenn wir nun den Kapitalisten durch den Intelektuellen ersetzt haben können wir gleich zum lustigen Teil unserer Arbeit vorschreiten – dem psychologischen Aspekt: „dem Fetisch“. Was dem „Kapitalisten“ sein Gold ist, ist wohl dem „Intelektuellen“ sein gesichertes Wissen. Er oder Sie will sicher nicht auf irgendwas unsicheres zurückgreifen – so muss Wissen verstanden werden (als gesichert oder eben nicht). Der Intellektuelle fangt mit desaximatischen Wissen in einem Small-Talk-Diskurs genauso wenig an, wie ein Kapitalist sich über Katzen-Gold freuen kann. In der Optik ist beides gleich – im Wesen jedoch unterliegt beides der Meinung eines Experten – einem Experten für Wahrheit oder einem Experten für Alchemie mit seinen Widerlegungen. Der Fetisch ist in beiden Fällen die konstruierte Motivation – im Einen das Eine – im Konkreten das Konkrete. Aus dem Fetisch erst kann die Erklärbarkeit allem „dem-tragenden-Element“ seine Deutlichkeit verleihen – wir wollen einfach das Motivationale dort lassen wo es herkommt – nämlich aus der Psyche wo die Erklärung all-zu-menschlich bleibt. Dem aufmerksamen Lesers von „Kapital“ und „Manifest“ wird sicher das scholastische Moment aufgedrängt haben. Es lässt den Schluss einer deskriptiven Philosophie zu – es relativiert aber immer noch die Beziehung des einzigartigen Hegels zu Marx – eine Beziehung von Lehrer-Schüler – eine ewige Genialität die durch bestandene Zeugnisse zur Lehrveranstaltung, einem Marx mehr Genie zuspricht, als des dem Meister je möglich gewesen wäre – den der Meister hat sein Genie erst bestätigt. Wie stellen wir uns nun diesen Hegel vor – der beim Einmarsch von Napoleon aus dem Fenster blickte – kurz blickte – und sich dann (unbeeindruckt) sich seine Texten widmete. Wir müssen uns also einen eher mittelmäßigen Professor Hegel denken aber dennoch weiterhin einen grenz-genialen Doktor Hegel. Ich bin doch weiterhin noch immer stark dem Hegelschen Genie verfallen – ich als Autor dieses Aufsatzes. Und die Tatsache, das ein brillanter Geist eine Unterschrift tätigt – um einen seiner Schüler die elitäre Legitimation zu verleihen – die Welt durch das reine Denken zu verändern, stimmt mich wehmütig. Ich kann aber nichts daran ändern – und Milliarden Kapitalisten (im Jetzt und in Ewigkeit) werden beipflichten – es widerspricht einfach ihrem Ideal des einfachen Denkens. Das Denken des Hegels ist definitiv durch seine „Religiosität“ geprägt – er macht in seinen Schriften kein Hehl daraus – sein Protestantismus. Nur stelle ich mir diesen Hegel weiterhin wie einen Marathonläufer des Geistes vor – der an einem Fuss eine Last (einen Klotz) trägt und dennoch immer wieder intellektuell als Spitzenläufer einläuft. Die marxsche Genialität lässt sich also auf die geniale Dialektik eines Hegels zurückführen – er meinte das das dialektische Verhältnis von Ware zu Geld in einem mehr von Geld (für den Kapitalisten) und einem mehr von Ware für den Arbeiter besteht. Dieses w = g = w‘ wandelt sich in der Perspektive zu g = w = g‘ wobei g für Geld und w für Ware steht. Furchtbarerweise erkennt nun Marx den bedeutungslosen Akteur im Wirtschaftsprozess gleich seiner psychologisch-entarteten Instanz darüber. Es wird die liefert erst die Erklärung für das, was wir als Rezipienten verstehen – als jene die das Denken über das Wissen zu stellen verstehen um so eine Realität zu beschreiben die mehr Farben besitzt als das rein Theoretische. „Hätte ich als einfachen Schreiberling die Möglichkeit einem Hegel gegenübergetreten – ich würde ihn fragen ob er einen Schoppen Wein mit mir dringen möchte – jedes Wort würde ich wie bar Münze nehmen“. Aber wir haben die wichtigsten Aussagen einer marxschen Philosophie aufgearbeitet.  Und wir können damit den „Intellektuellen“ per se genau gleich konstruieren wie wir auch eine andere Person mit gleichem Status denkbar machen. Die Wechselwirkung eines Gegenwärtigen ist nebensächlich. Sie wird erst zur Erkenntnis – wollen wir die Erkenntnis nicht so hoch bewerten, wie sie im Norm-Fall zur Anwendung kommen sollte. Deshalb ist es meine Aufgabe die Dialektik von w = g =  w‘ bzw. g = w = g‘ auf das reine Denken zu übertragen. Ich nehme einmal zaghaft ein w als Wahrheit an. Ich traue mich – ein a als Aussage anzusprechen – und lande damit schon frühzeitig in einer falschen Überlegung. Die Aufgabe ist es, ein w als Wahrheit in ein w‘ als Wahrheit höherer dialektische Instanz zu überleiten. Die Schwierigkeit eine Wahrheit als These in die Synthese zu führen scheitert bzw. befruchtet sich erst durch und an der Antithese. Im einfachen Gebiet der Ökonomie sind die Überlegungen leicht anzustellen – sie sind schließlich axiomatisch determiniert… So gesehen werden Denkaufträge ebenso als solche betrachtet – als Aufträge. Denkleistung hingegen bleiben weiterhin einer strengen Evaluation jedes einzelnen Wortes unterworfen – lang lebe die Bewertung – schließlich muss man doch ein Urteil fällen. Der ökonomische Kontext verkauft sich selbst an das Wesen seiner Begreifbarkeit und vermittelt damit seinen Sinn – nämlich den Sinn der Vermittlung per se.

Das Denken selbst ist damit der Kommunikationskompetenz des narrativen Subjekts – der den Gedanken erzählt – unter zu orden (jedoch nicht zu subsumieren). So wie eigentlich den Empfänger eines Briefes nur der Zustand des erhaltenen Briefes interessiert, seinen Inhalt und den Zustand des Inhaltes – so wird das Gedankliche ebenso einigen Gesetzten der mittelbaren Vermittlung oder der vermittelnden Mitteilung ausgesetzt sein. Das kommunikative Moment ist der entscheidende Gradmesser in der weitergabe einer radial ausströmenden Denkrichtung – jedoch nur Scheinbar. Scheinbar, weil das kommunikative Moment selbst Schein ist – Scheinbar, weil es durchwegs vorkommen kann, das die gedankliche Qualität einfluss auf die Sprechsituation selbst hat und damit ein sich selbst erschaffendes Moment im ontologisch-bedeutenden Ablauf der Kommunikaiton generiert. Wir müssen uns also die Bedingungen sowohl innerlich als auch äußerlich beeinflusst vorstellen – um gleich vor der Argumentation die innerliche Einflussname auf den Gedanken selbst auszuschließen – oder ausschließbar zu machen. Der innere Einfluss auf die Vermittlung des Gedankens ist schon deshalb aporiestisch da der Einfluss nur reversiv auf den Gedanken selbst wirkt bzw. wirken kann. Doch große Denken haben schon lange die Antwort auf Widersprüchlichkeit selbst gefunden – sie fanden die Metaebene – ja selbst die Metaebene des Gedanken in seiner Reinform. Damit bleibt der Gedanke selbst unangetastet und stabil. Ich will es exemplarisch Darniederlegen. Stellen wir uns vor, wir hätten eine Antwort auf die Frage „Was ist der Mensch?“. Gänzlich unreflektiert nehmen wir als Antwort: „Der Mensch ist Herr oder Knecht!“. Wir hätten damit eine dualistische Eventualität die den zu transportierenden Gedanken darstellen soll. Im philosophischen Prozess spielt es sehr wohl eine tragende Rolle ob eine Frage der Antwort selbst zugrunde liegt. So ist die Konstruktion der Frage selbst nicht nur von logischer Bedeutung – sondern spielt später in der Metakategorisierung zu unserer Antwort jenen kognitiven Teil aus, der entweder die Frage selbst unbeantwortet zurücklässt oder die Antwort in einen logischen Strang zu zwängen – ein Mittelding zwischen der Kritik der ersten und darauffolgenden Abstraktionsebene. Kategorisch darf die Antwort als Wahr betrachtet werden (möchte man einzig die Formulierung um ein –> entweder <– erweitern, führt es schon zu einem Syntax error). So ist (ohne die Metaebene anzutasten) der Mensch ein Knecht oder ein Herr – er kann damit auch Knecht und Herr zugleich sein und in Folge natürlich – sollte er niemanden Knecht und niemanden Herr sein, so ist er es doch, nur eben niemanden gegenüber. Die Schwierigkeit ergibt sich bei der Determination von Herr und Knecht, insbesondere, wenn sich das Eine erst durch das Andere ergibt. Würde selbst diese Schwierigkeit als Argumentation ins Feld geworfen, dass nun erst ein Herr ein Herr ist, wenn er einen Knecht hat und ein Knecht eigentlich nur ein Knecht sein kann, wenn er einen Herren hat (das natürlich die Antwort sofort ad absurdum führt und damit dialektisch Falsch wäre) – Wäre …, wenn nicht die Frage der Antwort vorangestellt wäre. Und die Frage war nicht: „Was bin ich?“ sondern „Was ist der Mensch?“. Darin liegt die dialektische Überlegung – den ein „Was ist der Mensch?“ erfordert ein ontologisches Sein von mehr als einem Menschen, also mehr als einem Ich. Die Erkenntnis „Ich bin ein Mensch!“ allein reicht nur aus, wenn  man von einem „Ich bin ein Mensch und mein Sein ist ebenfalls menschlich um damit rückbezüglich das eigene in eine Vielfalt von Erscheinungen zu pressen“ – Rubbish. Die Überlegung in seiner Anfangskonstruktion löst sich durch die Fragestellung allein schon von jeglicher Singularität im Sein ab – oder einfach ausgedrückt: „Gäbe es nur ein Ich so gibt es garantiert entweder keinen Herren oder keinen Knecht (wenn sie sich durch ihre Rückbezüglichkeit bedingen). Es geht aber in diesem Aufsatz nicht um den Beweiß bzw. die Widerlegung der hegelschen Dialektik zwischen Herrschaft und Knechtschaft und auch nicht um eine kantsche Fragekategorie. Zum einen weil es zu weit abschweift die Komplexe „Selbstbewusstsein, Arbeit, Angst und Genuss“ aufzulösen – ich will als einfacher Kommunikationspädagoge die Metaebene des Gedankens betrachten und seine Auswirkungen an einem Beispiel (das allein schon zu Rechtfertigen mich viele Tastenanschläge gekostet hat – als das man sich nicht einfach schon im Vorhinein darauf einigen hätte können, das ein Beispiel illustriert und nichts beweist). Aber mit dieser ausschweifenden Rechtfertigung des Gedankens (der Antwort) habe ich schon eine Form der metakategorialen Einflussnahme auf die Aussage selbst, dargestellt. Sie wirkt bestätigend oder falsifizierend auf die Antwort und ist damit einer der vielen inneren Beeinflussungen im Kommunikativen Prozess. Wirkt sie bestätigend – so festigt sich das Selbstvertrauen (im Innere) – falsifiziert sie, so wirkt das kommunikative Wesen selbst unsicher und wird mühe haben, den Gedanken so zu transportieren – wie er beim Empfänger ankommen sollte.

 

 

 

 

mit imperativen [programmieren] lernen

2018-12-07 § Hinterlasse einen Kommentar

Wer die Informatik verstehen möchte, muss sich zu allererst etwas Bewusst machen. Alles was du weißt, ist Oberfläche – Vergänglichkeit – Flüchtig und immer nur ein Teilbereich vom Ganzen. Im Hintergrund – den man definitiv vertiefen kann – finden unzählige Translationsprozesse statt. Das Eine wird in das komplex-Tiefere übersetzt. Die Tiefe vertieft sich selbst weiter in die Überleitung zum gänzlichen Prozess. Nur allein deshalb ist die Informatik auch nicht an die Gesetzte von Kausalität und Wirkung, oder an ein Aktions|Reaktionsmuster gebunden. Doch zuvor …

… hat mir Duden.de eine PDF-Leseprobe der Ausgabe „Gute Texte in 8 Schritten – Verständlich, lebendig und überzeugend schreiben von Christoph Fasel“ zugesandt.

Die acht Schritte im Überblick:
Schritt 1: Suchen Sie das richtige Wort! [check]
Schritt 2: Wie man schlank und zupackend schreibt! [check]
Schritt 3: Wenn der Amtsschimmel wiehert [check]
Schritt 4: So entrinnen Sie der Adjektivitis [check]
Schritt 5: Lassen Sie Verben sprechen! [check]
Schritt 6: Der Charme der kurzen Sätze [check]
Schritt 7: Fremdwörter – bitte mit Maß! [check]
Schritt 8: Wir wollen verstanden werden [check]

Keinen dieser Schritte werde ich bewusst durchwandern jedoch habe ich jeden einzelnen gecheck – was im Neudeutsch am ehersten mit „gelesen aber nicht gelesen“ oder als „verstanden aber halt nicht wirklich verstanden“ übersetzt werden kann. Wer jetzt vermutet, dass der Autor diese Quotierung nur deshalb veröffentlicht hat, um bei Google Plus-Punkte zu sammeln um so in der Hierarchie der auffindbaren Stecknadeln im Tera-Heuhaufen der Texte|Strings|Zeichenketten hinaufzuwandern, irrt nicht unbedingt. Wer aber nun vermutet, dass der Autor diese Schritte ‚unbewusst‘ in seine Textoperationen einfließen lässt, irrt ebenfalls nicht unbedingt aber zumindest weniger als der Irrtum von vorhin. Der dritte Irrtum ist zu glauben, dass die Erwähnung inhaltlich Einfluss auf mein Gedankenprotokoll haben wird, irrt aber nur im Glauben und so sind alle Drei wohl irgendwie Irrtum und Wahrheit zugleich. Die Logik des Janus – vielleicht waren da einfach in seiner Jugend zu viele Imperative die er zu befolgen hatte. Jetzt aber, lieber junger Janus darfst du die Befehle geben – jetzt darfst du mit Imperativen programmieren!

Ich begleite den jungen Janus durch die imperative Programmierung und erkläre ihm die Möglichkeiten und Grenzen dieser Fähigkeit. Noch bevor ein paar Befehle an den Prozessor gesendet werden, sollte Janus sich über die Professionalität seines Handelns bewusst werden. Nun ist imPro* nicht „Just Cause 4“ oder „Hitman 2“. Durch das Schreiben von hochwertigen Code wird nicht nur der Nimbus der Arbeit vermittelt, nein nein das Ludische wird zur Gänze vom Screen entfernt und schwarze Pixel werden wieder Schwarz** – subjektiv betrachtet natürlich. Überhaupt, die Pixel kommen erst wirklich wieder zurück – dann wenn Janus ein Point-Set ausprogrammiert oder gar, Punkte über eine Gleichung der 3. Ordnung wandern lässt. Und dann sind sie alle wieder da – auch wenn es bereits 4000 über die Breite sind – aber mein Gott, der informatorische Pointillismus muss weiterleben – weiterleben durch dich, mein lieber Janus. Allem Anfang liegt nicht immer nur ein Zauber inne. In der Pädagogik sind oft die Anfänge die größten Anstrengungen für den|die planenden|e Pädagogen|in und die Quelle aller Herausforderungen für den|die spontanen|e Pädagogen|in. So oder so – in der Informationspädagogik macht es keinen großen Unterschied ob nun das Ziel dem Ist-Zustand entspricht oder der Ist-Zustand das explizite Ziel darstellt. Im pädagogischen Prozess zählt wie so oft eigentlich nur das Jetzt-und-Hier. Und genau dieses hic-et-nunc ist auch das stärkste Argument für Lern-Ziel-Kontrollen, Prüfungen, Schularbeiten – alles was dem aufrichtigen Informatiker zu-wider sein sollte, da scripten und coden nichts spontanes oder momentanes ist, sondern auf Gründlichkeit, Treue zur Logik und damit auf Immanenz ausgerichtet ist. Der kontemplative Prozess des Scripten von Code kann nicht in ein billiges 45-Minuten-Prüfungsszenario gepresst werden. So wie jede schriftliche Prüfung (egal welcher Gegenstand) absurd und unnötig ist – da sich Schreib- und Denkarbeit niemals der Zeit beugen darf. Die mündliche Prüfung jedoch ist umso edler. Sie zeigt tatsächlich im Moment das Können – ob nun in der Fremdsprache der Weg zum Bahnhof gefunden wird, oder das Wissen über Photosynthese abgefragt wird – es geht immer dabei ums sophisticted-being. Dem jungen Janus ist dieser Umstand aber wohl eher unbedeutend – da er sowohl ein Recht als auch ein Bedürfnis hat, dass seine Leistungen bewertet und beurteilt werden. Diese seine Arbeit ist nun in diesem Moment produktorientiert obgleich seine Leistung prozessorientiert sein sollte. Der|die Informatik-Lehrer|in muss also beides berücksichtigen – jedoch sollte sich Prozess und Produkt nicht durch Zeit bestimmen – wo dann die große Schwierigkeit entsteht: „Wie kann man einen Prozess im Jetzt bewerten?“. Dem jungen Janus sollte im einfachsten Angesicht eines Editors nun Ehrfurcht vermittelt werden. Die Leere der Tabula-Rasa soll sich von Ehrfurcht in Respekt wandeln. Aus einer Welt der Reizüberflutung wird der junge Janus also in eine Welt der Geduld aber Unnachsichtigkeit eingeführt. Die Ästhetik daraus ergibt sich von selbst. Dieser neue Konstruktivismus ist natürlich durch eine Unmenge an Imperativen determiniert – und nun lernt also Janus tatsächlich die Regeln einer leeren Tafel – denn, das Werk muss einer Logik entsprechen und wenn es auch nur die Logik der Imperative ist. Das unlogische Werk in der Informatik ergibt in einer tieferen Translationsebene wieder Sinn. So soll es auch sein – da der Unsinn in der Informatik gegenwärtig nur Oberfläche sein kann – dahinter hat der eingelesene Informatiker nur ein Lächeln für den Versuch „Unsinn zu stiften“ übrig. Janus soll zu diesem Lächeln hintrainiert werden! Allem Anfang nun liegt ein Zauber inne! Und hier blickt der|die Lehrer|in in Janus Gesicht um zu Erfahren ob eine Eingabe die zu einer Ausgabe führt – irgend einen affektiv-pädagogischen Mehrwert generiert. Für Janus nicht besonders – da seine Eingabe zu einer Ausgabe führt – ist für ihn eigentlich nur die doppelte Darstellung dessen, was er geschrieben hat. Und nun beginnt die imPro. Zwei Dinge lernt nun Janus. Erstens: Wird er einer Geliebten namens EVA vorgestellt, die zwischen der Eingabe und der Ausgabe eine Verarbeitung kennt. Zweitens: „Wird er auf die Möglichkeit, dass ein Anderer die Eingabe tätigt und dieser sowohl rational als auch irrational sein kann, instruiert.“ EVA soll ihm helfen, diesen Anderen zu verstehen. Die Welt des Janus erweitert sich enorm. Dieser Andere, er will so viel wissen. Er will wissen welcher Tag heute ist, er will wissen welche Verzinsung sich bei einem Eigenkapital von € 5.000,- und einem Prozentsatz von 3 % ergibt. Dieser Andere will Sachen wissen, die Janus unter Umständen interessieren könnten, aber eher im Moment irrelevant sind. Aber unser Janus ist ein guter Schüler. Ein guter Schüler weil er die Imperative und die Logik liebt und jede Möglichkeit als Eventualität betrachtet. EVA hat also leichtes Spiel mit Ihm – wäre EVA ein Mensch. EVA ist aber die imaginäre Freundin von Janus, die von seinem|ihrem Lehrer|in zugeteilt wurde. Eine Ehe auf Zeit – bis zur Matura – eine Liebschaft bei jeder Prüfung – je nachdem wie der|die Lehrer|in Janus zur Traurigkeit oder zum Lachen zwingen will. Die imperative Logik ist in seinem Wesen ästhetisch einer andren Logik gleichzusetzen – sei es nun eine Prädikative oder eine Mathematische oder eine Fuzzy-Logik. Aus allen Erscheinungen lässt sich eine Informatik bilden – ob sie nun einfach nur auf der Booleschen Algebra basiert ist nebensächlich. Eine Informatik kann auch rein deskriptiv sein – sie muss nicht nur Nullen und Einsen durch einen Prozessor jagen, der in seinem Wesen doch nur ein Allzumenschliches ist. So ist es ebenfalls denkbar, vom informatischen System eine Antwort auf eine Frage zu bekommen ohne das informatische System deklarativ aufzufordern eine Antwort zu geben – in Form von Imperativen. Das Design eines Prozessor hängt weniger von seinen möglichen Zuständen als eher von der Art der Verwendung ab – und so bleibt gegenwärtig eine Eingabe nichts anderes als die Aufforderung Billarden von Elektronen im Prozessor nach links oder rechts zu schupfen um so eine neue Anordung von Elektronen zu erzeugen – die in ihrer Reihenfolgen Nullen und Einsen geordnet zurückgeben. Janus wird immer dem Ganzen Freude und Langeweile zugleich abgewinnen und die Nullen und Einsen werden zu Zeichen. Wird Janus jedoch in seinem ausgewachsenen Alter ein Offizier einer militärischen Armee, dann wird er Befehle in einer logischen Reihenfolge und in seiner Korrektheit richtig vermitteln können. Das hat ihm die imperative Programierung gelehrt. Aber das affektive hat er wohl eher von „Just Cause 4“ oder „Hitman 2“ gelernt.

 

* Abkürzung für imperative Programmierung, ich will mir etwas Schreibarbeit erleichtern, auf Kosten der Lesbarkeit – aber ein $meinText = substr(„imPro“, „imperative Programmierung“, $meinText); macht den Text wieder schön.
** Der Silver-Screen ist Schwarz geworden – Feng Shui Innenarchitekten rotieren im Kreis, wenn sie mit AutoCAD ein perfektes Habitat planen!

Das „Dazwischen“ Debakel

2018-11-16 § Hinterlasse einen Kommentar

Die Vielfältigkeit des abweisenden Subjekts ist genauso staatstragend wie es von dem einen oder anderen Politiker in seinem Geschäftsfeld vermutet wird. Ob die Tagespolitik einen Grund liefern sollte, einen Philosophen mit der Flüchtigkeit des Moments zu beauftragen hängt nur allein von der Höhe der Entlohnung ab. Ob der gesamte Gang zu einer noch nicht offenen aber denkbaren Verzweigung führen will oder soll, ist mehr als kategorisch in Frage zu stellen – obgleich die Fragestellung allein noch keine ultimative Ablehnung nach sich ziehen wird, bzw. nach sich ziehen kann – ist ein kurzes Intermezzo in die Scheinwelt der medial und journalistisch aufbereiteten Politik immer wieder ein Pläsier das mit nur sehr wenig zu vergleichen im Stande ist. Das wechselseitige Moment zwischen dem Realen und der realen Empfindung fließt stark in sich zusammen – da nun sowieso das Medium in seinem Charakter wenige Spielräume zur Manipulation des Stärkeren zulässt (so wie die allgemeine Macht, den Irrglauben zu beeinflussen) oder die notwendige Korrektheit des Manipulativen-Prozess jenseits seiner Schalter und Hebel in Gang zu setzen nicht unbedingt unmöglich, aber definitiv äußerst Komplex nur allein in seiner Vorstellung darstellt. Bedingung ist das offene Intermezzo – Ablehnung das Geschlossene! Nämlich – die Bedingung legitimiert die Willkür – das Wesen des juristisch medialen Schaffens. Doch ich schweife ab. Dem aufmerksamen und der aufmerksamen Leser|in müsste nun (berücksichtigt man die anderen Beiträge meines Blogs) klar sein, in welche Richtung sich die bisherige Argumentation, oder genauer die Prämissendeklaration des Diskurses führt. Die Schaffung der Grundsätzlichkeiten können das zwischengeschaltete Debakel nur durch seine Gegenwirkung in ein näheres Bestimmungsfeld transponieren um so [teleologisch] die Ontologie der „Zwischenstufe“ oder dem „Dazwischen“ in einen Seinprozess zu setzten, der sowohl die direktionale Richtung als auch kondirektional ein Seinsmoment zwischen dem Sein als gedankliche Instanz und dem Sein als Grundlage für Erkenntnis|Erfahrung|Wahrnehmung auftut. Will ich den Gedanken weiterspinnen, dann frage ich mich nach der gelenkten und ungelenken Seinserfahrung die sowohl objektiven als auch subjektiven Einfluss besitzt. Die objektive Seinserfahrung unterliegt den Axiomen aller anderen gesetztgebenden Instanzen, die sich definitiv nicht ins spekulative/philosophische wagen. Warum? Weil sie in Ihrem Wesen deskriptiv oder normativ sind und damit eigentlich nur sprachlich Real sind. Die subjektive Seinserfahrung wird durch die vier großen Subjekte beeinflusst – Das ICH, das der|die ANDERE, das die ANDEREN Schlussendlich das WIR als Konklusion des ICH in das ANDERE (Wenn das ANDERE dem die ANDEREN gleichzusetzen ist –> reduziert sich die Subjektenliste nachvollziehbarerweise auf Drei). Die Unterscheidung zwischen den ANDEREN und dem WIR ist keine trennscharfe Unterscheidung, weil sie sowohl losgelöst von der Begrifflichkeit als auch als gänzlich Unmöglich gedacht werden kann. Das WIR substrahiert um die ANDEREN ergibt das ICH – nun ist aber ein (aus der Grammatik entnommenes) IHR nur denkbar, wenn das ICH definitiv und absolut terminiert (nicht-existent ist – was sein weiteres Problem zur Folge hat: also eher die gänzliche Abwesenheit von Sein, die selbst durch ihre eigene Rahmenbedingung unmöglich ist.) Nun wie soll also das Nicht-ICH existieren um das IHR abzuleiten? Oder wie ich schon als Kind gesagt haben soll: „Ich bin einer von uns!“ In der Vollendung eines Seins, dass sich sowohl durch die eine als auch durch die im diametral des einen befindliche Tatsache gegenspiegelt, ist sowohl das Erkennen als auch die Verarbeitung durch die sprachlichen Begrenzungen eingeengt. Sie kann sich nicht gegenseitig entwickeln – auch wenn die Meinung des hermeneutischen Zirkels weit verbreitet ist – und damit eine Wahrnehmung durch die Erfahrung und die Erfahrung durch die Wahrnehmung beeinflusst werden kann – offenkundig. Nur allein, weil das Wir (losgelöst von seiner Erfahrung) im Wahrnehmungsmoment eine Dimension erfährt, die jenseits der subjektiven Einschätzung und damit der subjektiven Erkenntnis passiert. Ein ontologischer Fortschritt kann definitiv nicht deduziert werden – nur allein, weil das Seiende den Fortschritt nur teleologisch oder als Resultat betrachtet. Jedoch ein Fortschritt im Ontologie-Diskurs kann per Definition Einzug finden – möchte man das Wir lösgelöst vom Euch und das Ihr als Bestandteil des Ichs erkennen. Dann, und wie oben schon formuliert, ist das Seinende von der Subjektivität und seiner Abhängigkeit von der Subjektivität nur dann erkennbar definierbar – wenn, sowohl Seins-Tatsachen (die Seins-Objektive) durch Seins-Wesen (die Seins-Subjektive) gegenseitig bedingen. Worauf soll diese Abzweigung im Diskurs hinführen? Nun, kann ein Sein-Objekt seine relative Beständigkeit nur durch die Deskription eines Seins-Subjektiv verändert werden, so wie das Seins-Subjekt sich im Kontext seiner Ich-Subjektivität im Vergleich zur Wir-Subjektivität verliert und so dem beständigen nur die Existenz seiner Selbstbestimmung verleiht. Es ist das selbstbestimmte Ich im Wir – wo es kein fremdbestimmtes Ich durch das Wir gibt. Deshalb kann sich das Subjektive-Ich nicht an dem orientieren, was es selbst durch seine Wahrnehmung bestimmt, sondern muss gezwungener-maßen das Seins-Dasein durch die Entfernung vom Ich zum Objekt neu vereinbaren. So entwickelt sich die Schwierigkeit aller Erkenntis nicht durch das Medium seiner Bestimmungsmodalitäten (die doch nur Meta-Gedanklich zu tragen kommen) sondern durch die Entfernung und der Neuerung die sich durch die Entfernung ergibt. Hier ist das Sein durch die üblichen Erscheinungsformen der Entfernung mit zeitlicher oder räumlicher Entfernung definitiv nicht gemeint. Das räumliche lässt sich in ein Maßstabs-Relativ setzen, das Zeitliche in Interval-Relativ. Beiderlei Entfernungen sind vom Subjekt zum Subjekt messbar – so auch vom Subjekt zum Objekt und auch vom Objekt zum Subjekt. Vom Objekt zum Objekt ist doch ziemlich grotesk, weil dem Objekt das Messen, Bewerten, Beurteilen ferner liegt als dem Subjekt ein Erstarren durch die Entgleisung aus den euklidischen Maßstäben der Entfernung zur Eigens-Motivation haben will. Beschreibung anderer Realitäten ist noch keine Begründung von der Substanz der letzen Aussage abzuweichen – deshalb: müssen wir uns das ontologische Moment der Entfernung – losgelöst von seinen naheliegenden Bestimmungsprämissen anzusehen um so das Ferne und das Nahe in die Relevanz des Subjekt – Objekt – Verhältnis, als auch in das Subjekt – Subjekt – Verhältnis implementieren zu können. Beschränkt man nun das Subjekt auf ein Menschliches, so ist die Erklärung einfacher und leichter von der Hand zu nehmen, als wenn wir das Subjekt als Sein-Gegenstand ansehen. Das menschliche Subjekt entfernt sich emotional. Das menschliche Subjekt entfernt sich kognitiv. Das menschliche Subjekt entfernt sich durch sein reden. Die Liste (wollen wir das Subjektive auf das Menschliche reduzieren) lässt sich exemplarisch weiter führen – es veranschaulicht aber nur – so wie es jedes Beispiel tut. Das subjektive Sein darf nun nicht nur auf die Spezies Mensch beschränkt sein – so wie das objektive Sein auch nicht auf die Erscheinung Stein reduziert werden soll. In der wahrhaftigen Seins-Frage sind die einen Austauschbar mit den Anderen – solange sie durch ihre Definition und Prämissen keine logischen Fehler im Seinsgefilde zur Folge haben. Dieses ist die Frage … wenn man eine Frage als Antwort sucht! Die ständige Analyse des Seins wird auf die Dauer nichts Leerers als dem sinnlich befreiten eine neue Instanz zu bieten. Damit wird ein „Dazwischen“, das auch das Debakel sein wird, nicht nur ein Intermezzo sein. Die Darstellung von dem Einen kann als Darstellung durch das Eine ebenso seine Bewandtnis begreifen, wie auch ein Fern-Definiertes im Vergleich zur unmittelbaren Definition genau jenes Äquivalent eingeben, das so notwendig ist, um das unmittelbare Sein mit dem Fernen als Entwirklicht zu verwerfen. Will man aber, ausgenommen vom temporären Fluss des Seins – die Folge eines „Dazwischen“, der Folge eines Intermezzos, einer Pause, einer Unterbrechung, einer Abwechslung und vom Sein entfremdetes Nichts, in die Rolle des kontinuierlichen setzten; so ist das Eine durch die Vielhaftigkeit begrenzt (das am Vielen-haftige) als auch der ‚Moment der Unterbrechung‘ eher als Philologisches begreifbar gemacht. Deshalb auch die Anführungszeichen – nur allein ich bin/war gezwungen es auf eine sprachliche Ebene zurück zu führen. Die Folgerungen liegen auf der Hand –> der Komparativ vom Leeren, der Komparativ vom nichtigen – beide undenkbaren Begrifflichkeiten sind aber genau jene dialektischen Entitäten die in die Seins-Diskussion Einzug finden müssen, nur allein um das Philosophische wieder vom Sprachlichen abzutrennen. Damit offenbart sich die wahre Philodizee – die Rückführung vom Äußerlichen zurück auf den reinen Gedanken um so den Grenzen durch Grammatik und Vokabular definierten Sprachlichen zu entfliehen und das reine Denken in den Kontext des Seins zu stellen. [Anm.: Dies ist bitte keine patitude Neuinterpretation eines cogito ergo …] Im Seinsprozess ist das Denken nicht an eine Konsequnz gebunden – deshalb ist auch ein ergo sum gleichwertig zu einem je suis, sois, i am …  zu jeglichem Bemühen das Sein zu konjugieren – das Sein also einer anderen Person anzudichten. Das reine ‚Du-Bist‘ ist schon entweder Spekulativ oder Normativ. Ist es Spekulativ so ist es Philosophisch – ist es Normativ so ist es. Damit zeigt sich dass, das normative Sein dem deskriptiven Sein ziemlich nahe kommt. Die Paradoxie der Wechselwirkung ist genau jene Aporie aus der ein aufrichtiger Ontologe niemals heraus kommt – gäbe es nicht das „Dazwischen-Debakel“.

Aus aktuellem Anlass

2018-11-09 § Hinterlasse einen Kommentar

Wir schreiben (genauer genommen schreib ich) den 09. November 2018. Dieser darf nicht nine-eleven gelesen werden, wenngleich er auch für uns Österreicher|innen eine tragische Geschichte erzählt – die Novemberpogrome des Nationalsozialistischen Regime. Unser Bundeskanzler reagierte wieder mit einem äußerst ernst und zutiefst glaubhaften Lippenbekenntnis zu dem, was wir als reale „Erbsünde“ in unsere österreichische Seele gelegt bekommen haben – über Generationen. Diese Schuld abzuzahlen ist kein finanzmathematisches Kalkül, kein juristisches Konkursverfahren und auch kein politisches Reden, sondern eine Aufgabe für unsere Pädagoginnen|en die Gräueltaten aufzuzeigen um so einer Generation klar zu machen, warum sie diese Schuld tragen. Es ist eine Aufgabe unserer Historiker|innen die Wahrheit im Laufe der Geschichte weiter zu erzählen – und diese Erzählungen sollen nicht als Beschwichtigungen der Gläubiger im Rahmen der allgemeinen Reparaturzahlungen an die Vier im Jeep sein, sondern für einen Teil eine Aufgabe die sie niemals in die wahren tiefen der Historie des Menschens eintauchen lässt, weil dieser Teil der Geschichte wie eine Firewall sie abtrennt von dem Davor (und selbst wenn das davor der erste Weltkrieg war). Es ist die Aufgabe der Medien und der Journalisten den Blick von der gegenwärtigen Chronik auf die vergangene Chronik zuzulassen – obgleich das Berichten des Unmittelbaren ihr Handwerk ist – so soll das Berichten des Grauen ihre Profession sein – auch wenn es nicht informieren sondern erinnern ist. Für alle Anderen ist es ein Lernprozess auf Ewigkeit, verbunden mit der Tugend der Demut gegenüber dem Verlauf und der Tugend des Respektes gegenüber dem Menschen um sie nicht als Verlierer und Gewinner ihrer Zeit abzutun, sondern daraus die Tugend der wahren Gerechtigkeit abzuleiten. Selbst für jene lernresistenten Leugner, die die Geschichte nicht in jedem Detail oder in jeder Auswirkung für Wahr haben wollen, müssen die Bilder und Erzählungen ein Gedankenimpuls für das eigenen Handeln sein. Seht euch die Geschichte an und entscheidet selbst wie ihr in dem einen oder anderen Fall handeln würdet und bewertet dann euer Handeln ob es gut und menschlich ist. Und wenn wir es schaffen, eine Gesellschaft zu gründen die Tugendhaft, Gut, Wahr und Schön ist – dann werden wir wieder unseren Humor finden und unser Lachen zurückbekommen, das bisher noch immer unter der Geiselhaft unserer eigenen Schuld steht – aber im Erkennen der Anderen, das wir bessere Menschen geworden sind, als erstes Geschenk für unsere Bemühungen verstanden wird. Im Anfang wird es ein befreiendes Lachen sein, dann kommt der „Wiener Schmäh“ zurück und am Schluss das „herzhafte Lachen“ das dem Wesen des Österreiches näher liegt als alles Andere.

Die Kollektivverhandlungen zwischen den Metallern sind heute zu keinem akzeptablen Ergebnis gekommen. Die einen verlangen 5 % – die anderen sind bereit 3 % zu geben. Die einen stehen auf und gehen – die anderen beklagen es (naturgemäß). Nun ist es aus philosophischer Sicht noch immer eine Verhandlung zwischen einem Metaller und dem anderen Metaller. Die Wesens-sein-heit ist schon lange nicht mehr durch die Argumentation der Produktionsmittel begründbar. Das eine Darstellungsäquivalent kann vom Wesen nicht abgetrennt werden (solange man die österreichische Sozialpartnerschaft richtig verstanden wissen will). Es scheint als ob ein Diskurs über Stunden über die selben Interesse vorherrscht die sich eigentlich nur mehr durch das vorwurfsvolle argumentieren in der Gradwanderung zwischen Gier und Vernunft vorherrscht. In Wahrheit aber, sitzt ein Metaller dem anderen Metaller gegenüber – und sie streiten über Fakten, über Excel-Sheets über Zahlen und andere hard Facts die mit begleitenden soft Facts emotionalisieren. Aber die Verhandlungen der Metaller haben für Österreich (oder kurz O5) einen Vorzeigecharakter – die Handelssozialpartner haben noch nicht einmal eine Forderung gelegt. Was ist das los im ersten Rot zwischen dem Rot-Weiß-Roten der alpenlandischen Politlandschaft? Zuviel Türkis -zuviel Blau – zuwenig Rot damit die Show weitergeht? Aber sie haben sich mal ganz süffisant auf einen Probestreik geeinigt. Ich nenne es einen Probestreik, die Medien sprechen von einem richtigen Streik ab Montag – aber das Milchmädchen in mir flüsstert mir zu, das ein einziger Streiktag der VÖST allein Millionen kosten würde. Abgesehen von On-Demand-Lieferschwierigkeiten, neustart der Gerätschaften nach einem temporären Shutdown – ach sogar die Personalverrechner|innen werden unter einem Streik stöhnen (nicht nur weil sie nicht wissen ob sie nun mitmachen sollen oder lieber im Betrieb pünktlich erscheinen werden). Das System lebt nunmal mit einer Kalkulaktion von 365 Tagen – und ein 365stel der Produktivität bedeutet noch lange kein 365stel des Umsatzes. Blöd wäre es für die Vertreter|innen der arbeitenden Metaller wenn eine Produktionspause eigentlich einen Moment des Aufatmens für die arbeitgebenden Metaller darstellt. Saublöd, wenn die Produktivität schon lange auf Lager geht und Absatzmärkte wie die USA Zölle kolportieren und die Chinesen|und|Innnen Metallerzeugnisse über AliExpress günstiger verhöckern als es der VÖST jemals, ach bei haarscharfer Deckungsbeitragsrechnung möglich wäre. Aber das ist nicht der Fall. Die VÖST macht die besten Gewinne mit Lizenzen und Patenten und Urheberrechtsangelegenheiten und intelligent Profit-Centers und Joint-Venture-Investments in Fern-Ost und Fern-West. Der ehrlich arbeitende Eisenbieger am Hochofen ist ja nur mehr eine Zahl mit Relevanz für die betriebseigenen Human Resources. Eine kleine Zahl, versteht sich natürlich. Aber dem einen Metaller (mit einem Studium an der Montanuniversität mit einem Zweitstudium der Betriebswirtschaftslehre an einer anderen Universität oder Fachhochschule) kommt plötzlich in den Sinn, das Wirtschaft nur funktioniert, wenn Menschen daran beteiligt sind. Das Wirtschaft kein Verweis im SAP-System ist, sondern das Eine das Andere bedingt und die kläffende Stimme seines Volkswirtschaftsprofessors aus Ausbildungszeiten ihn zur Ratio zwingt und er (oder sie natürlich) sich nochmals zu seinem|ihrem Excel Sheet setzt um so einen Streik mal durchzurechnen und er|sie zur Erkenntnis kommt, dass der Differenzbetrag von 2 % eigentlich nur Auswirkungen auf die Dividende (der meist nicht-Metaller-Aktionären|innen) hat und mit den Spekulationsverlusten bzw. gewinnen mehr Verlust oder Gewinn generiert wird. Es fangt mal ganz langsam an zu rotieren in seinem|ihrem Schädel. Aber es spielt auch keine Rolle, denn die kleinen Metallerbetriebe, die Schmiede in St. Ruprecht an der Glan, ist es, die die 5 % nicht stemmen können (teilweise ja, teilweise nein). Ach – würden wir nur in einer ehrlichen öko-kulturellen Planwirtschaft leben, dann müsste ich mir nicht die Finger wund-schreiben … (obgleich schon – die kritischen Texte würden Eingaben an das Zentralbüro weichen).

Ein österreichischer Offizier in Rente (der gute Mann hat es geschafft, von dem ein gros der Österreicher|innen träumen), hat über Jahre (nämlich 20 am Stück) Informationen aus dem Intranet des O5ischen Bundesheer an die Russen verkauft. Genauergenommen an irgend welche interessierten Personen in Russland, die schon damals (in der UDSSR) als auch danach noch immer Budget-Mittel zum Ankauf von Informationen zur Verfügung hatten. Oder gar nur eine Einzelperson, die ebenfalls gerade die klägliche russische Pension für Einzelpersonen der gemeinschaftlichen Einsatzbereitschaft genießt. Was wird es sein? Die Rasurverordnung, die Redewendung „Bög“ für die Stiefel, die unsachgemäße und sachmäßige Verwendung des Klappspatens? Oder gar das hinterlistige Verraten staatswichtiger Schutzszenarien zur Sicherung von kriegswichtigen Unternehmen wie die Ottagringer Brauerei, das Pendant in Puntigam oder Stigl in Salzburg. Ich nehme an, er hat Reinigungsvorschriften des STG77 genauso brav gemeldet wie die vollständige Liste der Rekruten der Garde, die sowohl am Maturaball der HLW St. Pölten beim Tanzen ausgeholfen haben, wie auch jene aufrichtigen Soldaten die den Telefondienst von 0664/2412 übernommen haben und sich damit als das christliche Bollwerk gegen eine schon lange nicht mehr existieren sozialistische Regierung auf taten. Wie auch immer! Der gute Mann ist im Rentner-Alter und muss jetzt Rede-und-Antwort für seine Apanage von monatlich € 1.250,- ohne Weihnachts- und Urlaubsremuneration her halten. Ob er nun mit einem fairen Prozess zu rechnen hat, sei dahin gestellt. Die Justiz hat jetzt endlich ein Beispiel für „Korruption“ bis „Hochverrat“ – Insubordination und Fahnenunträue – und möchte der|die Richter|in aus den vollen Schöpfen um erschwerend ein Exempel zu statuieren, ja dann, hat der gute Mann für seine Geschwätzigkeit keine angenehme Pension zu Erwarten.

Donald Trump will in Zukunft nur mehr registrierte Flüchtlinge registrieren. OK – soviel dazu.

Und ich persönlich sitze hier vor dem Bildschirm und frage mich noch immer, warum alle von einer CO² Einsparung sprechen. Ich meine, das ist doch das Gas das wir Menschen und die meisten Tiere ausatmen. Das ist auch das Gas das die Pflanzen für ihre Photosynthese benötigen – oder liege ich da falsch? Ja klar – zuviel Kohlendioxid zerstört die Ozonschicht – aber im gleichen Ausmaß wie es FCKW tut? Bitte korrigiert mich über die Kommentar-Funktion! Ist es nicht das giftige Kohlenmonoxid, das bei einer Verbrennung entsteht, vor dem wir alle Angst haben sollten? BITTE KORRIGIERT MICH ÜBER DIE KOMMENTAR FUNKTION!

Kritischer Objetivismus

2018-09-14 § Hinterlasse einen Kommentar

In mitten einer objektiven Darstellung eines beliebigen Gegenstandes liegt sowohl das für sich begrenzende Moment eines durchgesetzten (legitimierten) Nominatives und dem rein sinnlichen Deskriptiv welches das Subjektive der Darstellung konsensuell  zu eliminieren versucht. Nichts liegt mir ferner als an dem Objektiven zu zweifeln, dennoch möchte ich den Objektivismus kritisch in die Petrischale des Denkens legen um zu sehen, wie sich die einzelnen Elemente mit seinen Attributen und Eigenschaften einem kognitiven Stresstest widersetzen. Einige Prämissen müssen vorweg geklärt werden! Die Dialektik von „Alles ist relativ“ und das Erkenntnisspektrum, dass „ich weiß, dass ich nichts weiß“.  Das ich mich wieder einmal an Grundlagenforschungsbereichen der Philosophie labe, will nur zum Ausdruck bringen wie hungrig mein Geist ist – und wie gerne ich bereit bin, alle bisher gewonnenen Erkenntnisse der allgemeinen Erkenntniskritik in eine Arena des Streites zu schicken um am Schluss das stärkste Erkenntniselement einer tiefsitzenden Prüfung zu unterwerfen. Nun ist die Schwierigkeit ein Argument als stark oder schwach zu konnotieren hinlänglich bekannt. Ich will das Argument als Basis für Erkenntnis heranziehen (in einer spekulativen Form der Philosophie wie ich sie betreibe sollte diese Prämisse standhalten). Des weiteren will ich die Erkenntnis als das Veränderbare ansehen, sodass jegliche Erkenntnis im Grunde kein Gesetz, kein Theorem, kein Philosophem – nicht nicht einmal eine These (in schwacher oder harter) ist. Sie ist im Wesen eine Zwischenspeicherung der kognitiven Arbeit und verleitet so in Folge zu voreiligen Aussagen, die weder Gehalt noch Permanenz besitzen. Die Erkenntnis bewegt sich immer im Besonderen und nie im Allgemeinen – und wollen wir davon ausgehen, dass das erst Allgemeine Wahrheit ist und das Besondere niemals Wahrheit sein kann – so sehen wir die Veränderbarkeit der Erkenntnis unterworfen durch Mode, Stil und Zeitgeist herumgewirbelt wie ein kleines Fischerboot auf den stürmischen Wogen der Weltmeere. Exemplarisch (und damit bebildere ich wieder nur ein Besonderes) müssen wir uns das Sokratische Prinzip des „Ich weiß, dass ich nichts weiß“ dem Objektivismus unterordnen um so der Erkenntnisproblematik ein Gesicht zu verleihen. Natürlich wusste Sokrates, dass er etwas (wenn nicht sogar ganz schön viel) wusste. Er war doch nicht irgend ein Penner der sich wichtig aufspielen wollte – in dem er durch seine Hebammen-Kunst seine Mitmenschen in Verlegenheit bringen wollte. Auch kein Sophist des alten Griechenlands, der schamlos seinen Schülern beibringen musste, dass sowohl im Guten etwas Falsches und im Schlechten etwas Gutes steckt – man möchte und wollte damals einfach die Erkenntnis als die Ratio-Ultimo verkaufen und konnte auch so durch reine Argumentation zum gewünschten sophistischen Ergebnis gelangen. Für den edlen Geist des „Wende-Philosophen“ Sokrates definitiv akademischer Humbug. Effekthascherei. Heute würden wir einen Versuch das Wahre als Falsch darzustellen definitiv genauso verurteilen wie jeder Versuch im Falschen das Wahre zu suchen und mit Argumenten zu finden. Die Frage in diesem Zusammenhang was nun Wahr und was nun Falsch ist, ist ein Thema für einen anderen Blog-Beitrag – hier geht es nicht darum, sondern (spekulativ) um die Tatsache, das man das, was man als das Wahre gefunden hat, als Falsch darstellt – frevelhaft, abartig und abnormal einzustufen sein sollte. Diese Aussagen sind nicht dogmatisch sondern beziehen sich ausschließlich auf das absolute Wahre. Genug davon. Dieser Sokrates, war hochgradig gebildet. Er kannte die Philosophien der Ahnen und seiner Vordenker. Neben seiner hochgradigen Bildung war er auch ein talentierter Stein- und Bildhauer. Und weil er für seine Unterrichtstätigkeit sowohl kein Geld (Obolus) als auch die Todesstrafe (Verführung der Jugend) in Kauf nahm, war er für mich (während meines Studiums) der erste echte Lehrer – der für seine pädagogischen Ideale starb. Leider, und so sehen wir an mir das Erkenntnisproblem, musste Sokrates nicht wegen Verführung der Jugend bzw. Gotteslästerung sterben, sondern einzig und allein wegen einem juristischen Detail des antiken Athens. Er wurde, wie jeder Verurteilte, nach der Art der Bestrafung befragt. Verbannung oder eine Geldstrafe? Doch da er sich für keine der beiden Bestrafungen entschieden hat, wurde ihm der Schierlingsbecher serviert – die Todesstrafe. Das Paradoxon ist der Rechtsphilosophie zuzuweisen. Schließlich war er es, der die unbedingte Befolgung der Gesetze propagierte aber dennoch keine von den zwei äußert geringen Bestrafungen einer Entscheidung näher bringen wollte – es wäre für ihn ein Schuldeingeständnis gewesen. Aber darüber zu diskutieren soll den jungen Jusstudent|innen auferlegt werden – wenn sie über die Philosophie der Gerechtigkeit räsonieren (müssen). Im Grunde ist es eine einfache Prämisse die dem sokratischen Prinzip auferlegt wird. Ich – das ist jeder. Einfacher ausgedrückt: „Man klingelt bei jemanden – über die Gegensprechanlage hört man: „Wer ist da?“ – man antwortet „Ich“ und bekommt als Antwort: „Ich ist Jeder“. Das setzen wir einfach ins sokratische Prinzip ein, und erhalten: „Jeder weiß, das jeder nichts weiß“. So wird aus der Erkenntnis ein argumentatives Faktum, das wiederum (und leider) sophistisch Eingesetzt werden kann. Denn wenn ich weiß, das mein Gegenüber ebenfalls weiß, das ich nichts weiß – so ist es kein Statement gegen meine Unwissenheit sondern ein Impuls gegen die Einstellung zu glauben, das mein Nächster (und das ist mein Gesprächspartner) wohl kaum Kenntnis glaubt über jenes was ich zu wissen glaube. Aber darum geht es, wir und ich (und wenn der Philosoph unter meinen Lesern das Ich tatsächlich dekonstruiert hat) ein wechselseitiges Erkenntismoment einstellt. Damit stellt sich erst das Wechselseitige aus dem Vorstellungsbereich eines unwissenden im vergleich zum wissenden Absoluten dar. Das absolut Wissende ist nicht Wahrheit – außer es ist Allgemein und nicht Besonders. Besitzt nun das Wissen den Status als Allgemeinen, so kann es explanatives Wissen werden um so als Argument in den Wahrnehmungsprozess der Erkenntnis aufgenommen zu werden. Bislang deduziert es aber nur. Deshalb müssen wir uns das „alles ist Relativ“ einer Bedingtheit des ontologischen Realismus anbiedern um aus einer rein dem Solipsismus-Theoretischen ebenen selbiges als Unwahr einzustufen. Aber das wollen wir nicht. Um nun selbiges deiner Dialektik zuzuführen – haben wir zweierlei Negationen zu Auswahl. Die Negation „alles ist absolut“ führt uns zu einem äußerst interessanten Punkt kognitiver Bemühungen. Details später. Die Doppelnegation: „nicht ist absolut“ hat schon wieder diesen sophistischen Charakter – will aber tendenziell im logischen Denken seinen Einzug finden. Will nun dem Syllogismus aus dem einen oder dem anderen zu einer Wahrheit führen, so müssen wir in erster Line das Eine mit dem Anderen in Relation setzen (ohne damit dem Relativismus Spielfeld zu geben). Warum? Nicht der Relativismus ist das Problem – genauso wie der Postulat des Objektivismus es sein kann. Wieso soll auch nicht sowohl relative Wahrheit als auch objektive Wahrheit das Quint-Essenz sein? Mein Versuch das relative dem objektiven entgegenzusetzen ist nur ein schwacher Versuch, eine dialektische Negation für das Eine und das Andere zu finden. Die Negation als Methode ist ja auch nicht das Non-Plus-Ultra. Den in ihrer ist „alles relativ“ in seiner Negation „nicht ist relativ“ oder „nichts ist absolut“ – ich hoffe der Leser versteht nun die Problematik. Sehen wir nun, im Nichts das Relative, so ist es unmerklich schwer, einen Syllogismus (Schluss) zu finden – der sowohl dem Relativen die selben Berechtigungen zuschreibt wie einem der Negation absolut gesetzten Wahrheits-Argumentativ näher bringt. Die Schwierigkeit ein Absolutes zu denken, wird eben in einer antiken Philosophie zu einer Leichtigkeit transformiert. Schon wenn wir uns auf die Philosophien eine Epikur oder genauer eines Pythagoras (ich war nur kurz abgelenkt vom Hedonismus des Epikur [in abgeschwächter Form] so sehe ich definitiv keinen Einspruch im Versuch glücklich zu werden, so wie ich keinen Einspruch in dem Philosophem des Nous finden kann). Das eine soll das andere nicht bedingen. Die pythagoreische Philosophie kann und will ich nicht auf irgend ein a Quadart zu irgend einem b Quadrat reduzieren – in ihr beheimatet sich ein Theorem, welches bislang unverfälscht ist. Auch wenn wir Pythagoras als eine Definitor zwischen der Einheit (dem Nous) und der Vielheit (von 2 – 10) denken müssen, erscheint uns doch jenes Bildnis als langfristiges Axiom in all unseren Überlegungen wieder. Die Einfachheit der Erkenntnis ist das Moment des restriktiven Denkens. So soll sowohl der Objektivismus durch eine grundlegende Idee weiter gedacht werden –> Es gibt nur eine Gesundheit, aber viele Krankheiten. Es gibt nur eine Ruhe aber viele Bewegungen. Damit hätten wir eine rudimentäre Ausgangslage geschaffen um Bezugspunkte um ein antithetisches Kalkül zu setzen, die sowohl das Absolute als auch die Unmöglichkeit im Besonderen die Wahrheit zu finden, eingrenzt. Selbst wenn das Besondere vom Allgemeinen abgeleitet wurde, ohne dem Allgemeinen ein weiteres Attribut zu verleihen und so dem Besonderen im Hinblick des absoluten Allgemeinen eine Äquivalenz als Schluss darlegt, ist es ebenso als absolutes Besonderes zu betrachten. Entsteht nun als dem (exempl.) absolut-allgemeinen Stuhl ein absolut-besonderer Stuhl [in der Annahme, das beide gleich sind] so haben wir einen leeren Prozess in der ersten Abstraktionsstufe. In der zweiten Stufe eine Kopie vom Original und erst in der dritten Abstraktionsstufe die Gleichsetzung (und damit auch die Absolutsetzung) beider Stühle durch die Metaebene der Stuhl-Idee – dem transzendentem Stuhl. Ich will dieses Modell auf das Aussagekalkül „Es gibt nur eine Gesundheit, aber unzählige Krankheiten“ anwenden, bevor ich die bisherigen Erkenntnisse dem anfangs erwähnten Fehlglaube der absoluten Relativität zuweise. Betrachten wir also die Gesundheit als Allgemeines an, dann ist es ein leichtes zum Besonderen vorzuschreiten. Psychische Gesundheit, physische Gesundheit usw. leiten sich von der unbestreitbaren Existenz der Gesundheit ab und bislang ist auch noch immer ein leerer Schluss von der Gesundheit zu sprechen um damit sowohl die psychische als auch die physische usw. als Aussage zugrunde zu legen, solange alle Formen (damit das Absolute) eingeschlossen sind. Kopieren wir aber das Allgemeine auf das Besondere und so ist sowohl das eine mit dem Anderen ident, jedoch nicht in seiner Absolutheit vollständig. So ist der Scherz in meinem Fuss verschwunden und damit auch der Zustand der Gesundung eingetreten. Damit erlaubt die zweite Abstraktionsstufe auch die Absenz der Negation einer Eigenschaft des besonderen Zustandes. Das Allgemeine liegt schemenhaft auf dem Besonderen und deckt sich (Deckungsgleichheit zwischen dem Original und dem Besondern ist gleichgesetzt mit der Deckungsgleichheit zwischen dem Allgemeinen und der Kopie). Man sieht sofort, das die zweite Abstraktionsstufe noch immer durch die Unterscheidung zwischen Induktiv und Deduktiv geprägt ist, denn wenn beide Zustände absolut gesetzt sind so unterscheidet sich das Original durch die Kopie ausschließlich durch den chronologischen Unterschied beider Erscheinungszustände. Wird der Mensch gesund geboren, so ist das Verschwinden einer Krankheit die Wiedergewinnung von Gesundheit im Besondern.  Schwieriger wird es nun, wenn ein Mensch mit einem Gebrechen (oder einer Erbsünde als psychologischer Schmerz) geboren und dieses kuriert sich im Laufe der Zeit (oder durch irgendwelche anderen Künste der Gesundheitswissenschaften – ich bin kein Arzt oder spiritueller Heiler und es spielt im Detail auch keine Rolle) so bekommt die zweite Abstraktionsstufe gerade durch die Absolutsetzung ein schwerwiegendes aber nebensächliches Problem. Dieses Deduktion-Induktion-Problem ist genauso einfach zu Lösen wie die Frage nach der Henne und dem Ei. Es bedingt sich also gegenseitig und ist somit auch nicht mehr durch eine chronologisch bedingte Einschränkung in Kritik zu stellen, da nun das Original nicht das (zu)Erste ist, sondern das Original im Anderen gefunden werden kann und die Kopie sich durch die Konsequenz daraus ergibt. Ich sehe den gelösten Priester von der heilenden Wirkung einer Beichte vor Gott sprechen und erkenne damit das Original der Gesundung meiner durch Erbsünde induzierten Psychose. Ich sehe einen Langstreckenläufer seine Bahnen ziehen und erkenne damit das Original der Gesundung meiner Lähmung von Geburt an. Aber es ist nunmal noch immer die zweite Abstraktionsstufe und damit naiv-kritischer Objektivismus aber noch lange kein wissenschaftlicher, oder rein kritischer Objektivismus. Dafür haben wir aber die dritte Abstraktionsstufe, die die Unbestimmtheit ihrer eigenen Bestimmung als Aporie nach sich zieht. Im Falle der Gesundheit wird in der Metaebene ein Hyperreales eingeführt, das derart hochgradig Abstrakt sein muss um nicht das Allgemeine zum Besonderen zu transponieren. Betrachten wir also [spekulativ] die Gesundheit als einen pragmatischen Zustand des Seins so wird die Krankheit in seinem Wesen ebenso erklärbar gemacht, wie sie auch neben der Erklärung ein sich wechselseitiges Element zu (z. B.) geänderten Umwelteinflüssen neu aufgestellt wird. Der empirsche Objektivismus führt einen Katalog ins Feld und meint, dass alles was nicht im ICD oder DIMDI Katalog aufgeführt ist als Gesundheit zu betrachten sein sollte. Ein klassischer Fall von Falsifikation auf einer Metaebene. Der empirische Objektivismus in der Metaebene bedient sich also philosophischer Methoden um etwas so rein Biologisches wie die Physe des Menschens, die vollends noch-nicht aber bald determiniert ist, oder determiniert sein sollte. Ob nun über die höhere Bedeutung von der Folge des Diabetes (ich denke hier an den gänzlichen Verlust des Schmerzempfindens) oder die Depression als natürliche Vorbereitung des Menschens auf die Unausweichlichkeit des Todes betrachtet werden kann und dieses an den medizinischen Fakultäten diskutiert wird habe ich keine Kenntnis. Das jegliche/diverse Form/en von Krankheit ein Signal sein soll auf ein ungestilltes Bedürfnis des Körpers bzw. der Seele ist weit verbreitet. So wäre doch die Gesundheit ein Zustand der Signallosigkeit, paradoxer noch, ein Kommunikationsstillstand an und für sich selbst. In der dritten Abstraktionsstufe, der Metabestimmung des Allgemeinen, schränkt sich selbiges durchgehend weiter ein. Unser einfacher Fall der Medizin, ist durch den Willen des Menschen, damit den detaillierteren Willen zur Macht über sich selbst ausgelegt. Der, den wir als Patient|in betrachten ist getrieben durch den Willen seiner eigenen Möglichkeiten die die Ebene des Denkens an seine Grenzen führen soll. So ist sein Verständnis von dem, was als Metamöglichkeit erkennbar ist, durch die Vielsseitigkeit der Methoden starkt beeinflusst. Die medizinische Methode, so wie ich sie einsehe, ist in keiner anderen niedrigen Wissenschaften (im Vergleich zur reinen Philosophie, die m. E. den Status der Wissenschaft dringt verlassen muss, um nicht unter dem Joch der Einfältigkeit zu leiden) auf die Definition einer Hypothese (Diagnose) und der methodischen Möglichkeiten, jenen durch den Willen des Menschen dargelegten Sollzustand ad acta gelegt zu werden um so die Hervorrufung einer neuen Seinswesenheit oder die Reparatur einer bekannten ontologischen Entität einzustellen. Diese von mir exemplarisch auf einer niederen Instanz (nämlich der der Medizin) dargelegten Metakognitiven Auswirkungen auf die absolute Allgemeinheit und seiner Folge auf das absolut Besondere schränkt den kritischen Objektivismus nur bildhaft ein. Das rein visuelle Denken wird zum auditiven. Sämtliche weitere Argumente kolorieren nur die Metaebene des Beispiels (dem Mediziner) und tun dem kritischen Objektivismus nur insofern Tribut, als dass man nicht alles als a priori Falsch bzw. alles als a posteriori Falsch und schon gar nicht, alles als a priori Wahr bzw. als a posteriori Wahr anzusehen hat. Das eine und/oder das andere spielt im rein kritisch-philosophischen Objektivismus keine durch Konnotation eingeschränkte Bedeutung. Schmerz oder Euphorie haben [und sollten] für den|die Philosophen|in einen ausschließlich exemplarischen Charakter [haben]. Sie entspringen der Wechselwirkung des sich verändernden Gedanken, der die Erkenntnis von Gestern in zweierlei Art betrachtet – als 1. vergänglich und als 2. veränderlich. Nun aber zur dialektischen Betrachtung des Aussagekalkül: „Alles ist relativ“. Wir dürfen uns nicht sofort durch die vielen absolut gesetzten Beispiele von oben im Text beeinflussen lassen. Die Annahme, das „alles Relativ“ sei ist nun philologisch als das absolute Relativum und gleichzeitig auch die Grundlage des Subjektivimus zu betrachten. In beiderlei Spektren soll die Aussage seine Berechtigung finden. Dialektisch aber wollen wir die Aussage „alles ist relativ“ als These ansetzen. Es erlaubt uns den nächsten antithetischen Schritt der bidiaktional Erscheint, jedoch in seinem Wesen der rein dialektischen Betrachtung sowohl Wahr als auch Falsch sein kann. In der Antithese sind beide Möglichkeiten denkbar – ich will mich darauf nicht näher deklarieren. Zurück zu den zwei Antithesen: 1. „Alles ist absolut“ und 2. „Nichts ist Relativ“. Im einen müssen wir die Prämise der ersten Antithese in die These einsetzen – es folgt: Wenn nun alles relativ ist so ist auch alles nicht absolut. Einfacher kann es wohl nicht mehr sein. Deklarieren wir aber die Antithese als Falsch und die These als Wahr, erhalten wir den Schluss (Sylogismus) einer unwahren Behauptung, die weder durch das logisch bedingte eine noch durch das logisch ausgeschlossene andere seinen Wahrheitsanspruch ableiten lässt. Erst wenn beide Aussagen als Wahr betrachtet werden, ist in der dritten Abstraktionsstufe ein netter Effekt zu betrachten, der die Negation aufhebt und so zum Erkenntnisstand seinen befruchtenden Beitrag näher legt. Nicht jetzt, weil „alles relativ“ und „nichts absolut“ ist, sonder, weil über die Metadefinition sowohl das Alles das Nichts einschließt und das Nichts defacto das Alles ausschließt. Wir sehen also, das die erstrangige Erklärung dem Gegensätzlichen nicht immer den Anspruch auf Vollständigkeit der Aussage darlegt. Noch immer wollen wir „alles ist relativ“ weder beweisen noch widerlegen sondern mehr die Auswirkungen dialektisch/spekulativ von seinem spekulativen/beispielhaften in das nicht-beispielhafte, somit vom Besonderen ins Allgemeine überführen. Einfach nur, weil Wahrheit nur im Allgemeinen zu finden ist – komplexer jedoch, weil Wahrheit nur über das Allgemeine definiert werden kann.