Lehrer aller Länder, verewigt euch!

2019-05-17 § Hinterlasse einen Kommentar

Noch vor weniger als 24 Stunden war ich hasserfüllt in die Egographie eines „rechten“ Professors für Deutsch und Philosophie an einem x-beliebigen Gymnasium der Hauptstadt, vertieft. Naja, hasserfüllt ist definitiv übertrieben. Und ob er sich selbst als einen „Rechten“ titulieren will, sei auch dahingestellt. Er sieht sich eher als einen, der von Links eine herbe Entäuschung nach der Anderen erfahren hat und sein tiefsitzender Wunsch nach Karrerie einfach nicht in Erfüllung gehen wollte – trotz all dem vielen politischen Engagement. Mir kullerten die Tränen beim Lesen – mitzuerleben, wie das traurige Leben eines Lehramtsabsolventen in einer Ewigkeit als einfacher Professor für Deutsch und Philospie endet. Ja genau, es war nicht Hass, sondern tiefe Traurigkeit die in mir erwachte und hätte der Protagonist seiner eigenen Lebensgeschichte noch einige wertvolle didaktische bzw. pädagogische Statements schwarz-weiß hinterlassen – Gott, die Traurigkeit würde sich sofort in Mitleid wandeln. Aber das wäre nicht Seines (und auch nicht Meines). Haben wir uns doch beide durch einige Seiten von Nietzsche durchgequält und so ist „Mitleid“ abträgig in unser beider Wunsch ein Über-Mensch zu werden – und wenn auch nur ein Über-Lehrer (das allzumenschliche resultiert). Und weil er, laut seinem Buch, dran und drauf ist den Antichrist zu lesen – in einer Idylle aus österreichischer Naturlandschaft pointiert durch sein Automobil dessen Blaupunktradio das notwenige Musikbett für seine Lesebemühungen liefert – und ich den Antichrist auf meiner Do-Read-Liste ganz oben (aber halt noch nicht gelesen) habe, ringe ich mir den notwendigen Respekt gegenüber seinem internierten Wissensvorsprung ab. Mehr noch: Die Tatsache das der Mann sicher 100 Jahre älter ist als ich und um 200 Jahre mehr Praxiserfahrung hat, sollte mich krumbuckelig und niederknied vor ihm in den Staub werfen. Aber irgendwie, halt: jetzt weiß ich es, es war nicht Hass oder Traurigkeit sondern mein tiefsitzendes ironisches Gemüht hat einfach zu laut gelacht – beim Lesen. Ironie ist aber kein anerkannter Gefühlszustand, also verspührte ich doch nur eine Art Übelkeit – beim Lesen. Nein, nein – dieses „mir wird so übel Feeling“ ist doch zu plaktiv, zu Nietzechresk – es war, und jetzt bin ich ausnahmsweise grund-ehrlich, was meine Gefühle betrifft: Pure Motivation! Ich verspürte tatsächlich, diesen unstillbaren Drang, dieses Verlangen, die aufkommende Energie, die Kraft – gewonnen aus seinen Worten – das Buch endlich zu Ende zu lesen um es rasch Ad-Acta legen zu können. Warum lese ich auch jedes Buch mit Vorwort (sogar leidenschaftlich die Widmung davor) bis zum inklusive Nachwort? Warum sogar nachher noch den Marketing-Text an der Rückseite des Covers? Warum habe ich nicht die Gabe und Muse nach der Seite 20 ein Eselsohr ins Buch zu heften um es dann zwischen all den anderen Büchern versinken zu lassen? Sicherlich nicht, weil ich zu jenen gehöre, die da sagen: „Das darf man einem Buch nicht antun – ein Eselsohr, ein Knick in der Seite oben, den aufgeschlagenen Bogen auf den Tisch legen – das macht doch das Buch kaputt!“. Aber nicht meine Bücher – die sind vollgeschmiert mit Kugelschreiber-Strichen, der Rücken zerborstet und überhaupt wäre es schon wieder Zeit meine „Sammlung“ als Spende zur Stadtbibliothek zu bringen. Ich meine Entweder-oder: Ich horte sie oder ich kaufe mir ein weiteres Billy-Regal. Ja, ich gebe es zu – ich habe mir wieder ein Billy-Regal gekauft. Aber zu meiner Verteidigung: „Da steht meine Sau-Geile-Stereo-Anlage drauf“ – nur deshalb. Die leeren Fächer unter der Stereo-Anlage, schreien förmlich danach gefüllt zu werden und ich überlege schon – mit was? CD’s im MP3-Zeitalter? – sinnlos! Lustige Deko-Gegenstände – ach was. Gut, dann tue ich einfach die guten Bücher dort rein, und den anderen geistigen Müll in die frei-gewordenen Fächer meines alten Ablage-Systems. Aber dann ist wirklich Schluss – die Überlegung Overhead-Regale zu montieren sollte ich definitiv verwerfen – das wäre sowieso sinnlos – ich lese sie sowieso nicht ein zweites Mal! Gut, bei Hesse ist es mir einfach passiert und bei Kafka juckt es mir unter den Umblätter-Finger – aber bei Dürrenmatt tue ich es sicher niemals. Seine Texte sind mir zu Gott-Gleich, als das ich sie unter der Prämisse eines „hermeneutischen Zirkels“ nocheinmal lese. Die Vorstellung allein, nochmals das Dürrenmattsche Labyrinth zu begehen um dann in der markellosen Gedankenwelt des F. D. einen Schnitzer zu finden. Ich will ihn weiterhin als Gesandten des Apollo wissen – als eine Art Meta-Gottheit unter dem schreibenden Volk. Die Alte, die zwei Zeuge ein Rest-Leben in einer ihrer Opium-Höhlen gewährt, der Physiker – frei aber eingsperrt, der Schatten eines Esels als Grund für Tumult und Aufruhr, ein Herkules der für Geld sich vor dem Publikum verbeugt, die kriminelle Bank, die besoffenen Juristen und ein Chemiker der Leichen beseitigt – alles aufzulisten wäre Blasphemie. Ach ja – der Grund für dieses Posting war ja, das kleinkarrierte Leben eines unzufriedenen Deutsch-Lehrers zu kommentieren. Eines Menschen, der die Möglichkeit und Bühne hat, über Texte mit jungen Menschen zu sprechen – zu reden – ihre Gefühle zu erfahren. Aber was tut er – über die 290 Seiten – sich beklagen über die mangelnden Sanktionierungsmöglichkeiten innerhalb des pädagogischen Prozess. Die Schwierigkeit ein Nicht-Genügend zu geben – über die Schwiergkeit einen Schüler zu repetieren – über die Schwierigkeit einen Schüler von der Schule zu verweisen. Hätte ich nur einen Einzigen (unter Hundert) der das Genie Dürrenmatt erkennt – sei es auch nur vermittelt durch eine der zahlreichen Verfilmungen – ich würde im kurzen Moment meines Lehrerdaseins ein Glückgefühl versprühren dass sich durch keine Gehaltsabrechnung ersetzen lässt. Die Möglichkeit durch einen meiner Schüler|innen über das Genie „Dürrenmatt“ in Kontakt zu treten – weit über dem Gefühl aus dem Ich über die Sache zum Wir zu gelangen, ist höher zu bewerten als all die Incentive-Forderungen eines noch allzu-kreativen und zugleich einseitigen Verlangen die Erfüllung als Buchungszeile auf dem Kontoauszug zu sehen. Die Vorstellung, einen Schüler reden zu hören, wie er oder sie über einen Text von Dürrenmatt spricht, der mir eine Nähe gewährt – die auf Genie beruht – würde meine Einseitigkeit allem Seins kurzeitig den Schranken weisen und im Moment der Gemeinsamkeit mich als ein Teil von einem von Tausend fühlen lassen. Ich würde vielleicht meinen Solepsismus verlassen und mit Genie-Vertrauen ein Teil des Jetzt-und-Hier werden – einer von euch und zugleich einer von Ich zu sein. Ich bin keiner von jenen Idealisten, der dem Irrglauben von einer modernen und besseren Pädagogik aufliegt. Das die Präsenz meines Ichs allein ausreicht, um Brücken zu sprengen und Fundamente zu errichten. Es ist kein Altruismus in mir – sondern einzig und allein, der Wille und Wunsch aus meiner eigenen solipisitischen Käseglocke auszubrechen in der Bestätigung meiner mir Anvertrauten – die mich von dem Befreien, was ich mir selbst als jene unbeschreibbarkeit geschaffen habe. Es ist die reine Reflektion, die sich aus dieser Tätigkeit ergibt – und die Tätigkeit selbst ist im Grunde nur ein komunikativer Prozess – wir werden uns noch freuen! So wie ich hier sitze und meine Worte (gezählt durch eine JavaScript Funktion – die die Leerzeichen zählt) um damit die gewünschte Anzahl an Worten zu produzieren frage ich mich, ob es bei einem Text tatsächlich um Quantität und der messbaren Anzahl von Tipp-resproduktive-Schreib Fehlern geht. Kann es sich nur um das Erscheinungsbild von Text handeln? Muss Text wirklich nur rein ideographisch, synkratisch, als Mischform von Sylogismen verstanden werden? Ich als als Informatik|lehrer|in habe darauf keine Antwort(en)!

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Mit Spürhunden nach Sprengstoff suchen

2019-05-10 § Hinterlasse einen Kommentar

oder wir begründen unsere Entscheidungen. Maturazeit im Lande bedeutet zugleich ein Hoch der Praktiker und ein Nachsehen der Theoretiker – die immer wieder das selbe vom Selben abverlangen aber nichts abgewinnen können. Wie sollten sie auch. Das Maturium geht weiter – zentral oder dezentral – der Wohlverdiente Abschluss will seinen Tribut verlangen – solange er Will, wird auch der Wille zur Macht in seinen Grundfesten weiter gelesen, weiter erzählt, weiter geträumt. Nur allein ein erster Schritt muss getan werden – und dieser ist nicht immer nur der Irrglaube sich als eine Persönlichkeit vor einer Kommission bestätigt oder abgelehnt zu wissen. Wie soll es auch anders sein – die Bestätigung will Graduierung, für die Ablehnung reicht eine einzige Note. Selbsterkenntnis in einer Welt, wo man mit fünf Noten eine Synphonie komponieren soll – festgelegte Routinen – zelebrierte Traditionen – eine Bar-Miz wa des okzidenten Geistes im Angesicht des Weltengeistes. Die Viel-Geprüften prüfen die Wenig-Geprüften und die Maturität wird zum großen Zwischenspeichern und Back-Up der Kenntnisse und Fähigkeiten – nein, noch mehr sogar – des Wissens eines originären Seins. Im Weltenlauf ein Event von der Tragweite eines Reissack-Umfallens in China – für das Individuum die bisehr größte Sache –> angeblickt werden von den hohen Würdenträgern der Gesellschaft (repräsentiert durch die Mitglieder der Prüfungskommission). Das der ehrliche Wissenserwerb eine „Auto-Safe-Funktion“ besitzt, scheint im theatralischen Konzept der Reifeprüfung eine geringer Rolle zu spielen – forderhand, der Prüfling trägt den chiqueren Anzug als es sein Lehrer tut (nur die Krawatte zeugt nicht davon, das der junge Maturant schon viele viele Vatertage und Weihnachtsfeste hinter-sich hatte) – der Anzug des Lehrer –> abgetragen, aus der Mode und verbraucht (kommt er doch mehrmals im Jahr zum Einsatz) –> und so verhüllt sich der brave Voll-Verpflichtungs-Lehrer in sein Erst-Kommunions-Firmungs-Dress, wieder einmal. Effektivität in der Konfektion – bis das die Mode wieder streng teilt. But the illusion must go on – wo doch der Hauptzweck der Abschlussprüfung nicht darin liegt, den jungen Menschen für die nächste Stufe im Ausbildungskarusell zu legitimieren, sondern vorranging den brav-strebsamen klar zu machen, das er nicht mehr zu kommen braucht. Das sein tägliches Ritual des Früh-Morgens-Aufstehen und ab ins Klassenzimmer für dieses Gebäude jetzt sein Ende gefunden hat – feiere dein Schulende und mach‘ was – mach‘ was Neues – aber komme bitte nicht mehr hier zurück (am besten nicht einmal für dein Schulpraktium im Rahmen des Lehramts für X und Y – obgleich du sowieso gern-gesehen bist – hier). Natürlich, hat der junge Mensch über 4 bis 5 Jahre (und die 8 Jahre davor) hindurch im Sinne von Modell-Lernen nichts anderes gelernt, als Lehrer|in zu sein – wir hofften es wird was anderes aus ihm – ein Träger des Systems der die enormen Kosten seiner Ausbildung allein durch seinen Geist wieder amortisiert. Erinnere dich nach der Matura an das was du gelernt hast: Berechne jeden Tag irgend ein Textbeispiel, schreib jeden Tag einen Kommentar zu einer Berechnung (wie z. B. eine vom Rechnungshof) und konjugiere die eigene und die fremde Sprache – bleib‘ aber dennoch sozial kompetent und blicke nicht verächtlich auf die minder-gebildeten herunter (du könntest sie am SPÖ-Stammtisch bzw. in der Kirche wiedertreffen – wo sie im Angesicht einer höheren Ideologie, bzw. Dogmatik gleich sind – gleich vor Gott und gleich vor dem Gesetz).  Am besten die verstehst es (im Rahmen deines Studiums) eigentlich Tag-Täglich zu Maturieren – einer Prüfungslast gegenüber zu stehen, die eigentlich nicht durch das Kilo-Gewicht der zu lesenden Schulbücher vergleichbar ist – hauptsache es passt und die gestellte Aufgabe wird gelöst (ob mit einem Zweck für die Gesellschaft oder nicht oder nur für mich oder halt nur für den, der während der Prüfung aufmerksam zu-hört, selbst wenn man in die eigene Stimme verliebt ist und diese Liebe am liebsten mit Edutainment-Content zum Ausdruck bringt). Die Wahrheit ist aber, dass du jeden Tag mit Null beginnst – ließ am besten die tägliche Print-Ausgabe einer Zeitung (die ein Zeitungsträger Stunden vor deinem Erwachen gebracht hat) und bringe die wenigstens einmal auf das Niveu eines Grund-Schul-Absolventen. Der Rest des Tages wird den Rest von dir abverlangen. Dein Abschluss: Gymnasial beruhigt das aufgewühlte Innere enorm, wenn man sich bewusst wird, keine Berufsausbildung zu besitzen und der effektive Unterschied zwischen demjenigen ohne Ausbildung in der Kenntnis von Latein, Alt-Griechisch und Katechismus ist – lang soll die Eliteaffektive Impfung im Geist verbleiben. HAK-Abschluss, man darauf wartet, das der eine oder andere Handwerker endlich um Hilfe bittet. Vergebens – im besten Fall wird man Generalsekretär einer Partei – im schlechtesten: Generalsekretär einer Partei. Die anderen Schulen, die mit einer Reife enden, haben ebenfalls einen ironischen Beigeschmack – die Kommentarfunktion dieses Blogs ist ein aufmerksamer Zuhörer (ähm Mitleser). Und so steht er also, der junge Maturant vor dieser Kommission und es wird eigentlich nicht klar, wer hier geprüft wird. Der Schüler erzählt doch brav und viel und sophisticated zur gestellten Aufgabe (zum Thema) ausführlich und determiniert. Aber dennoch wird man das Gefühl nicht los, das es die Leistung des Lehrers ist, die bei der Matura auf dem Prüfstand steht – bekommt dieser Lehrer für das nächste Schuljahr noch ein „Pickerl“ – ich als Maturant gebe doch mein Bestes (unser beider Schicksal steht auf dem Spiel). Absurd – den die Kommission allein, ist hauptsächlich damit beschäftigt über dem Prüfer und dem Prüfling zu stehen (ich korrigiere: zu sitzen) um auch für das nächste Schuljahr noch die Rolle des pädagogisch Hochgebildeten zu spielen und diese Überlegenheit ein eigenes Büro mit Sekretäriat und einer Freistellung vom unangenehmen Unterrichtsgeschehen beschert. Das Motto: „Mein Gesichtsausdruck soll wissend und prüfend zugleich sein – der Gesichtsausdruck meines Kollegen einer anderen Schule ist es doch auch“. Und da Schweigen Gold und Reden Silber ist – soll das viele Argentum auf Prüfer und Prüfling verteilt werden – doch ach: „Womöglich stimmt das Sprichwort nicht!“ – Eine Frage, die jetzt über dem einfältigen Gemüt des Prüfer|lings wäre im Moment doch vielleicht Gold-Wert. Vielleicht eine Verständnisfrage – diese zeugt doch von Verständnis bzw. Verstand. Vielleicht eine Frage die tiefgreifend Verknüpfungen zu anderen Themen ergibt – während der Biologie-Prüfung die Bedeutung von Osmose für die Weltwirtschaft hinterfragen – ach was – absurd – kognitives-Ego-Protokoll? „Mein Anzug sieht zumindest besser aus, als der von dem Prüfer – das allein sollte schon ausreichen, um im nächsten Turnus meine Direktorenrolle zu behaupten und zu beanspruchen darf – nein muss!“ Gedankenprotokolisten haben während einer mündlichen Matura hochkonjunktur. Während das biedere Schauspiel zwischen Prüfer und Prüfling abspielt, ist das Publikum ebenfalls geistig beschäftigt: „Das macht er doch nicht schlecht – irgendwie beeindruckend wie er ausführlich den Weg zum Strand auf Spanisch beschreibt – warum sitze ich hier eigentlich wie ein Zeuge einer Groteske? – auf Französisch die kategorialen Gegensätze einer links-liberalen Gesellschaftsordung erörtert – soll ich beeindruckt sein, oder die Inhalte nicht einmal in meiner Muttersprache verstehen?“. Das Maturium bleibt die Inszinienierung einer langen auf affektiven Lernzielen aufgebaubten pägogischen Arbeit – und danach geht das Schauspiel weiter. Wie soll es auch anders klappen? Über die Jahre der Ausbildung habe ich dem Italienischen gefröhnt. Habe brav und mitwirkend alle Gesten und Gesichtsausdrücke von Adriano Celentano gemimt. Den tiefgründing Konflikt von Peppone und Don Camilo verstanden – Pizza (zum Spass) und teuers Oliven-Öl verzehrt. Die Wipfel von AC Milan zierten meine Schülerklause – Scheiße: Ich fuhr sogar seit meinem 16ten Geburtstag mit der Vespa zur Schule. Und jetzt, soll ich Essere und Avere konjugieren – wo ich doch mit Englisch bestens in einem Jesolo-Urlaub durchkomme – mehr noch – die sprechen doch eh Deutsch – warum also? Das Eine verlangt das Andere. Die Frage, wofür man das eigentlich im Leben braucht – wird sowieso damit beantwortet: „Kommt darauf an, welches Leben du führen wirst – aber glaube mir: ‚Wenn du genau jenes Leben führst, wirst du es brauchen‘ – ‚Ja, genau‘!. Das Absurde jeglicher Bildung beweist seine Sinnhaftigkeit erst im Spass und nicht im Ernst. Der Ernst die bildungsresistent – er kennt nur die Noten „Sehr Gut“ und „Nicht-Genügend“ aber über das Befriedigende, Genügende oder einfach nur über das Gute kann man getrost Lachen und sich Freuen – man kann Alles in Ironie und Zynismus gießen – es biegen bis es bricht. Allein die Vorstellung: „Ein Chirurg der ein Genügend kassiert“ – „Ich habe zu 51 % bei meiner Operation alles Richtig gemacht!“ – Jedoch, unter den Professinalisten sind die Lehrer|innen die gesegnesten – sie dürfen Fehler machen, nein sie sollten sogar Fehler machen – deckt einer der Schüler|innen den Fehler auf, so ist pädagogische Arbeit geschehen. Natürlich ist es peinlich, wenn ein Lehrer mehr Fehler als das Gute, Wahre und Schöne vermittelt. Aber denkt der Schüler nicht mit – wer soll es sonst im pädgogischen Prozess tun? Das Phänomen, das Maturität in sich trägt, ist es, wenn der Schüler über dem Lehrer steht. Wenn der Schüler, besser wird als sein Meister. Hier, und núr dort ist die wahre Reifeprüfung manifestiert – und dieser Moment kann öffters passieren, als es zum kolportieren Matura-Termin passiert. In der Überlegung, wo ein Magister in seiner Denkleistung zuwenig bringt, um für des Schülers Gemüt eine Mittelmäßigkeit als Vermittlungsaufgabe in sich trägt. Dort wo, die Leistung keinem Curriculum unterliegt, schon gar keinem Lehrplan – dort wo, in der Überlegung (sollte sie passieren) die Reife passiert, passiert auch Matura – und diese Aufgabe ist dem Lehrer und in seiner Rolle als Prüfer für die Öffentlichkeit, bewusst. Das Denken und das Nicht-Fühlen wird zum erklärten Ziel einer Reife empor gehoben. Die Beweiskraft des Kognitivismus ist das temporäre Punktum die auf Gegensätzlichkeit beruht. Also einer Diametralkraft die das Wirkende mit dem Engegensätzlichen als Mechanismus darstellt, der natürlich nach einer pädagogischen Erklärungsebene schreit – es brüllt förmlich danach. Es kann zwar, von einem Faktum als Bestanstserklräung ausgegangen werden – es darf aber, das rationielle Äquivalent einer non-negativisten Prüfung nicht gegensätzlich verstanden bzw. genutzt werden. So ist ein bedeutender Bestandteil jeglicher (und m. E. nach einzigem) didaktischem Tuns, der provaktion von Fehlern, dem Lernen aus dem Fehler und die bewusste (affektiv) geschulte Form auf den Fehler zu reagieren – nicht dem inneren Bewusstsein als langfristige Lösung für die Behandlung der Thematik, mehr noch, das interprudelinte der Leistung darlegt. Ist das Eine nicht durch eine intermediert Gedankenform als Beweiskraft auferlegt, kann die Bewertung nicht in Beurteilung einfließen. Das Erkenntnismoment sollte damit nicht näher als Bestandteil verstanden werden, sondern ist das Element eines kommunikativen Prozesses der Progression als Teleolgie versteht – soll heißen: „Es kann durch die Beantwortung nur eine regelrechte und eine den Regeln wiedersprechende Tatsache geben“. In beiden Fällen ist die prozessorientierte Denkarbeit gegeben und bewertungswert. Kann es sich, im Falle einer non-kognitiv-erklärbaren Schweigsamkeit, zur Interpretation der auferlegten Themenstellung wegen seiner Unzulänglichkeit führen, kann eine Fortführung des Prozesses allein wegen seiner Rückbezüglichkeit auferlegt werden. Diese Rückbezüglichkeit jedoch kann nicht ohne Reflektion auf das Thematische passieren, da es sonst zu einer Unverstellbarkeit jeglicher Bewusstseins Erlebnissen kommen kann, die sowohl durch die gängigen als auch die die denkbaren Zielsetzungen nicht aus einem anerkannten pädagogischen Prozess entspringen, sondern ausschließlich Denkleistungen des individuellen und originären Seins des Prüflings sind. In einem solchen Fall, ist eine weiterführende Prüfung eher nebensächlich, aber nicht überflüssig. Es entsteht jenseits einer der Prüfung relevanten Darstellung einer Sinngebung. Der Sinn wird zum relevanten Bereich. Damit dürfte jeglichem Verlangen nach einer mittleren Reife frühzeitig das prüfungsrelvante Moment weniger Aussagekraft verleihen, als es durch die Ermittlung des Erlernten, der Ermittlung des kategoralen Bewusstseinsgrad, der Ermittlung einer affektiven Vermittlungsarbeit ebenfalls Rechnung getragen, wie es durch die Abwertung  einer Nicht-Leistung der Fall sein kann. Es kann einfach keine fortwährende Ermittlung auf das Gegenwärtige passieren (was im Grunde eher ein Philososphisches als ein Pädagogische Problem darstellt) nach sich ziehen. Bleiben die realistischen Zweifel übrig, so muss erstens auf den Realismus sowie auf den Zweifel gleichermaßen reflektiert werden – beide Erkenntnisse sind definitiv in die Bewertung einzufließen, können aber nur eine sekundäre Beurteilungsinstanz erzeugen. Damit dürfte eigentlich einer durch rekurs gefragten Darstellung eines Problemfalles in zweierleich hinsicht genüge geleistet sein. Ersten: „Ist die Problem Antizipation als reife Tätigkeit allein schon in einem derartigen nivilierten Bildungslevel ausreichende genug.“ und Zweitens: „Das Bewertungsmoment auf das Problematische durch eine gänzliche Entfernung und einer Überführung in die Nebenschächlichkeit ein pragmatisches Element und damit praktisch gut“. Entsteht also der Eindruck einer gänzlichen Negation der problematischen Situation ohne real-existenenten Hintergrund, kann von einer bewussten reflektion auf das unreflektierbare gesprchen werden. In beiden Fällen, ist eine weiterführung des Prüfungsprozesses legitim, aber nicht zwingend notwendig. Ist also, das Kognitive auf eine Sprachliche Ebene transponiert kann getrost von einem positiven Ergebnis ausgegangen werden – alle weiter Bewertung hat ludischen Charakten – also ein Spiel der intellektuellen Eitelkeiten“.

Die Abkürzung zur Überlegenheit

2019-04-26 § Hinterlasse einen Kommentar

Wenn man die Sicht auf die Dinge verliert – das Wesen in einem Strudel des aufkommenden Sturmes neu wiederfinden muss und schlußendlich alle Erkenntnis nicht einmal mehr den Altpapierwert auf welchem sie gedruckt wurde hat, ist der Wunsch nach einer Abkürzung größer als Alles andere bisher. Metaphysik und Religion werden plötzlich ein Bedürfnis – eines wie jene nach körperlichen, sozialen oder intrapersonellen. Überlegenheit ist das nicht nur die Position aus welcher man etwas zu betrachten gedenkt – Überlegenheit wird die neue Form einer klassischen Elite sein – einer Elite die offen und ehrlich sagen: „Ich habe mich schon mit Dümmeren geistig duelliert – wieso sollte ich mich also zieren – wovor sollte ich Angst haben, wenn nicht vor dem Mühsal selbst in seiner Reinform?“. Wie kann nun also die Überlegenheit nicht aus dem Überlegen bzw. aus der Überlegung stammen? Wie sollte man eine Abkürzung probieren zu einem Zustand der keineswegs verpöhnter sein kann als man es in einer gleichgestellten Gesellschaft erwarten will, um bravwillig alle Klassen aufzuheben um im Kampf der Klassen an jeder Seite zu kämpfen? Dieser versteckte Sozialismus erlebt seine Verhüllung nicht aufgrund reaktionärer Kräfte – Gott, die Kommunisten von heute sind die reaktionärsten und konservativsten unter den progressiven Kräften. Es ist mehr das Feindbild, das die einen zum anderen machen – ohne dabei das originäre eigene Sein zu prüfen um so zu der Erkenntnis zu gelangen: „Ich bin Deutscher – nicht weil ich Deutscher sein will, sonderen weil ich in Deutschland geboren wurde und im Grunde auch nichts anderes gelernt haben, als Deutscher zu sein“ – gleichso: „Ich bin Christ, weil ich … usw. [der Leser kann den Satz selbst vervollständigen]“. Darin sind die falschen Überlegungen versteckt – Überlegungen, dass die Linke {ipso ergo} die Rechte als Feindbild haben muss – ein falscher Gedanke. Überlegungen, das Nationalisten gänzlich fern sind von dem wohlig warmen Gedanken einer Gesellschaft, einer Liebe zur Gemeinschaft zum Wir. Sie sind in ihrem Wesen ebengleich – so doch die Liebe sich zum abstrakten Gegenstand des Staates wendet – mit seinem Gebiet, seiner Verfassung, seiner Sprache und seiner Bevölkerung. Nationalisten salutieren wenn sie die Staatsflagge sehen – Kommunisten salutieren vor der Flagge wenn sie sehen, wie ein Genosse der Partei sieht, wie er|sie selbst angesehen wird beim Salturieren. Diese Grundsätzlichkeiten führen zu einem Paradoxon welches die NSDAP zu nutzen gewusst hat – in ihre Firma den Zusatz „sozialistische Partei“ mit-einzubauen. Im Bündnis mit Stalin (welches ad absurdum geführt wurde) besiegelte Hitler sein Germanium als nur eine weitere neue Form von Sozialismus – in der Hitze des Gefechtes, schmolz natürlich dieses Siegel dahin wie Butter frisch geschmiert auf einer Toastscheibe und es entstand aus diesem Diametral eine neue politische Fraktion die sich loyal zu den Werten von Führer, Volk und Vaterland verstanden und den Rest einer Drogen und Rausch indizierten Ideologie überließen um damit dem Politischen etwas zu geben, was heute als Corporate Design in aller Marketer-Münden fahl wie Mundgeruch übrigbleibt. Und dabei wären die Nationalisten nicht unbedingt automatisch schlechte Kommunisiten – nein, sie könnten sich integrieren – und es fiehle ihnen nicht schlecht. Denn was stört sie: „Immigranten (Falschblüter) die Jobs und Reichtum und ein besseres Leben schaffen als es den Reingeborenen (Echtblütler) nicht schaffbar auf dem silbernen Tablett geliefert wurde“. Der Staatsbürgerschaftsnachweiß sollte doch über jedem Schulzeugnis stehen – um in einer Welt – in der die höchste abgeschlossene Ausbildung der Führerschein ist, den Türken im BMW oder Mercedes als Paradoxon unerklärbar zu machen. Aber nicht nur das: „Der Türke mit dem besseren Parkplatz – der Türke mit dem gelassenen Gemüht trotz aller Aggression im Strassenverkehr“. Alles das, wurde zum neuen Dogma unseres Daseins – das Dogma der Mittelschicht und der damit verbundenen Vorstellungen. Eine Denkweiße die sowohl Kommunisten als auch Nationalisten begrüßten und weiter forcierten – die einen von Links, die anderen anlag von Rechts – und drückt man den Menschen im Gebilde „Staat“ und „Gesellschaft“ soweit als möglich hinein in die absolute Mitte, so ist dieser der neue Jude und zugleich der neue Aristokrat – beide werden im Flow weiter aufgebaut, ihm wird das absolute Vorrecht auf Glückseeligkeit zugesprochen (meist durch den Satz: „Was stört es dich, dir geht es gut“) um Schrittweise im Ringen der Kräfte sein Dasein immer bedrohlicher zu verspühren – sein unverschuldetes Dasein im Zentrum von allem – in der Mitte und aus der Mitte heraus. Sein „Ich-bin-nicht-kalt und nicht-heiß“ – nicht Rot – nicht Blau drängt den Menschen weiter in die Sinnlosigkeit aller Politik, was ihn|sie dazu führt sich zu entscheiden: 1. „Bleibe ich im Zentrum des gänzlich unpolitischen“ oder 2. „Flüchte ich in die Obhut einer überpolitischen Instanz (wie die der Metaphysik bzw. der Religion)“. Wie es auch passiert – die Mittelschicht wird alle Probleme der Welt lößen müssen – wenn nicht jetzt, so doch im Laufe der Zeit, doch bis dahin werden sie in ihren deutschen Autos noch ihre Runden drehen dürfen – sinnlos Gas geben und dabei ein aufgesetzes Gefühl von Zufriedenheit gepaart mit der Überschussverwertung von Aggression, erzeugt durch die Reibungsenergie aus dem politischen Denken der Ideologien, als einzigen Beitrag zu einem Wir erleben. Dieses Wir erleben sie isoliert hinter der Frontscheibe ihres Wagens – der Rest ihres Lebens läuft wie geschmiert. Und im Grunde ist dieses Gesellschaftskonzept auch tragbar – funktionsfähig. Von Links betrachtet man sie wie Kinder im Autodrom, die Arbeiter|innen wollen ihnen noch mehr Autos bauen, von Rechts freut man sich über ihren Symbolfetischismus – die vier Ringe, das halbherzige Peace-Zeichen und die rotierenden Rotorblätter in Blau-Weiß, sie ersetzten alle das Hackenkreuz und erfüllen ihren Zweck (man fragt sich, warum sie ein Pferd reiten, mit einem fremden Branding – dieser Porsche hat schon so viele Vehikel und genauso viele Mitarbeiter|innen die ihre Autos beseelen – sie zahlen nicht an der Tankstelle sonderen beim Druck auf das Gaspedal). Irrsinnigerweiße könnte dieses Gleichgewicht, zwischen den Extremen von Links und Rechts mit dem Druckausglich über die Mitte bis in alle Ewigkeit funktionieren – wäre da nicht Religion und Metaphysik. Die Religion ruft die Ideologen der linken Ideologie auf den Plan und schimpft und schimpft und schimpft – ohne einen messbaren Erfolg zu erziehlen. Dieser gläubige Mensch der Mittelschicht meint weiterhin durch einen Besuch in der nahegelegenen Kirche, all seinen Druck abladen zu dürfen (Intellektuelle die viel zum Guten beitragen hätte können müssen für diese Menschen den Prellbock spielen). Und die Psychologen der anderen Seite hören zu und hören zu und hören zu – solange, bis das Gezeter der Mittelschicht verstummt – zumindest solange bis sie es lernten ihre „Probleme“ mit einem „Oder“ plus Fragezeichen zu quitieren – die Zuhörer|innen werden plötzlich gezwungen zu sprechen, und sie tun es äußerst ungern – es ist eine undankbare metaphysische Arbeit. Und damit machen sie auch weiter – bauen ihre Häuser und Wohnungen auf Grundstücken die auf der Leichtgläubigkeit zum Grundbuch fundamentiert wurden. Glauben weiter an den Irrwitz „Eigentum“ – behängen sich mit Goldketten, die sie im Extramfall gegen ein Stück Brot tauschen können oder bei einem Kartenspiel im Suff als Einsatz auf den grünen Tisch werfen. Sie entfernen sich von ihrer Tätigkeit – von ihrer Berufung und sehen sich nur mehr als das, wohin sie politisch gedrängt wurden – als Mittelschicht – egal ob sie Arbeiter|innen oder Peitschenschwinger|innen sind. Und so wählen sie auch, trotz aller tiefroten Erbsünde, die sie von der Elterngeneration geerbt haben, konservative Parteien in der Hoffung sie mögen alles so lassen wie es ist – nicht zu weit in die Vergangenheit und erst recht nicht zu weit in die Zukunft blicken – hic et nunc – es lebt in der Mittelschicht. Theoretisch ausgestattet mit der Macht alles zu veränderen arbeiten sie tag-täglich daran alles zu belassen – wieso sollten sie auch etwas ändern wollen, alle ihre Probleme sind entweder Religon (der Glaube an das falsche Symbol) oder Metaphysik (erklärbar-gemachtes Unerklärbares). Und so komprimiert sich die absolute Mitte – mit dem Verlangen alle soziologischen Faktoren voll in Anspruch zu nehmen. Bildung, Freundeskreis, Wohnort, Infrastruktur – der Mensch der Mitte passt sich nicht an, er verlangt die Anpassung der Faktoren an seinen Stand – wie Aristokraten müssen die progessiven Kräfte zugleich an einer besseren Gesellschaft und an einer idealen Anpassung des Mittelschichtmenschen an die Mittelschicht arbeiten – schuften.

Ob ich ein Schreiber bin?

2019-04-19 § Hinterlasse einen Kommentar

Naja, wenn es darum geht die Gedanken in einer Symbolischen Form dazustellen – dann ja?

Und wenn ja, wie?

2019-04-19 § Hinterlasse einen Kommentar

Ist gesellschaftliche Relevanz von Forschung bewertbar? Das war die Fragestellung, dessen Erforschung mit einem Preisgeld von € 25.000,- belohnt wurde. Damit hätte sich die Frage schon selbst beantwortet – wäre die Fragestellung nicht noch um das fakultative „Und wenn ja, wie?“ mit ausgestattet, hätte mich die Sache nicht weiter interessiert (oder gar motiviert, meinen wertvollen Blog als Schaubühne für die Eitelkeiten der Forschung herzuhalten). Nein, nein – die Implikation ist es, die mir ein breites Grinsen ins Gesicht gezaubert hat – schließlich fühlt sich mein kritisches Bewusstsein, wiedereinmal ein gesellschaftlich relevantes Thema aufzuarbeiten, zu allem Maßen auserkoren, Antwort und Frage zu diesem Phänomen der zielorientierten Wissenschaften abzugeben. Deshalb werde ich die Frage zuerst beantworten um Schließlich den Text mit einer Frage auch wieder zu schließen – Gerechtigkeit muss sein!

Natürlich kann die Antwort auf die gesellschaftliche Relevant von Forschung nicht einfach nur >> nein << sein – schlußendlich ist allein der Term „Relevanz“ derartig umfangreich, das selbst die absolute Negation im Metaphysischen als Extremfall einer denkbareren Analysen nicht möglich wäre. Wie soll auch nur keine Relevanz bestehen? Die Nicht-Relevanz kann über eine Objektivierung im bestenfall sprachlich passieren – als kognitive Arbeit aber unmöglich – nur allein, weil die Beständigkeit des Relevanten von Faktoren abhängt die wie Adjektive am Sein und am Ding hängen. Sie kann auch nicht als vollständige Erklärung für ontologische Überlegungen herangezogen werden – außer, und wie schon gehabt –> die Denksphäre ist durch ein System beschränkt (wie z. B. dem Pragmatismus der Sein erklärbar machen könnte, gäbe es nur eine Relvanz dafür) und dem sprachlichen Aspekt der allein durch die Benutzung von Sprache  Relevanz generiert. Da nun aber beide Aspekte nicht aussreichen um ein gänzlich vollständiges System aufzustellen, welches sich in Folge nicht durch die dialektische Entfremdung seiner Seins-Unarten neu aufstellt um damit zum Selbstzweck und im besten Fall zur Bequemlichkeit + im schlechtesten Fall zum vollständigen Verlust von Möglichkeiten führt. So wird die Forschung selbst (wie in der Frage) zu Gesellschaft [meist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung] um rückbezüglich die Ergebnisse auch konsensual erzeugt zu wissen und um für die Auswirkungen der Ergebnisse keinerlei Haftung zu übernehmen – keinerlei Verantwortung – als es die Wissenschaft in seiner schönen, guten und wahren Transzendenz erlaubt. Damit ist noch lange nicht geklärt ob, wenn man von Forschung spricht auch von Wissenschaften sprechen darf – ich persönlich glaube >> doch, schon << [Anm.: Haarspalterei ist nicht mein Handwerk] und will zurück zu den (jetzt kommts:) relevanten Aspekten meiner post- und interkognitiven Niederlegung in schriftlicher Form. Exemplarisch wird damit klar dargelegt, wie sich im Lauf der Geschichte die Forschungsprioritäten von der Kaskadenforschung zur zielorientierten Forschung verändert haben. Von einer Frage die zur nächsten Frage führt, hat sich die Hauptforschungsfrage wie in Stein-gemeiselt und durch Popper legitmiert als das aufs neue Tagwerk des Forschers und der Forscherin  eingestellt. „Heute bin ich der Beantwortung der Frage einen Schritt näher gekommen“ – und ist das Resultat auch, das die Frage nicht oder nur falsch beantwortbar wurde – oder die Ergebnisse (schön philosophisch gesprochen) falsifiziert wurden und (schön mundartlich gesprochen) man auf dem Holzweg ist – so wird das Gefühl des Versagens zu einer wertvollen Erkenntnis – „Geht nicht diesen Weg – der führt zu Nichts“ verbunden mit den Mundwinkel nach unten – jeden Tag entfernen wir Forscher|innen uns weiter vom Heureka (ist das die gesellschaftliche Relevanz?). Und so bleibt die Hauptforschungfrage weiterhin das Joch, das der|die Forscher|in zu schleppen hat, wenn er|sie den Acker der Erkenntnis pflügt. Alles ganz normal – Wissenschaft ist nunmal schon etwas Alltägliches und wieso sollte der Forscher auch mehr Freude an seinem Beruf haben als es ein Produktionsarbeiter in einem Akkordsystem hat. Die Freude des Einen und des Anderen ist der freie Gedanke – anders wäre das Eine und das Andere nicht erklärbar. Konstruktivistische Forschung benötigt ebenfalls einen Punkt im All, an welchem sie die Erde aus seinen Angeln heben kann. Nur darf aber dieser Konstruktivismus nicht nur linear betrachtet werden – das Denken ist radial und so sollte auch die Forschung an jenem ansetzen, dass wir als Ausgangspunkt betrachten um mehrdimensional zu neuen Antworten und Fragen zu gelangen – ja um sogar die Dialektik von Frage und Antwort zu überwinden – aber das ist Science Fiction! Und so bleibt uns wohl weiterhin die Indikation auf jegliche Forschungsfrage: „Wenn ja, wie?“ und damit beginnt der lustige Teil der Foschung (die fröhliche Wissenschaft) in welcher wir Tutarials schreiben oder filmen um genau dieses „Wie“ zu beantworten. Wir liefern ein Ja und geben als Zugabe eine Checklist – ein How-To nur allein um dem Pragmatismus weiter zu huldigen und um so dem gebildeten Menschen weiterhin sein „Know-how“ zu lassen – das ihn so erfolgreich gemacht hat. Die Kritik der Frage war nicht nur impliziert gestellt worden – sie war in ihrer Substanz wenig greifbar und doch so nah am realen Existenzialsimus der 60er Jahre (und damit so weit vom hier und jetzt entfernt) – aber was soll man schon moderneres vom Denken jener erwarten können, die das Denken gegenwärtig beschreiben – aber Fragestellung im Wert von € 25.000,- stellen – Selbstreflektion ihrer eigenen Dekandenz und Erkenntnis dass „Univ-Prof. Dr. Sisyphus“ vieleicht nicht so der glückliche Mensch ist – wie wir ihn zu imaginieren haben. Aber das wäre dann wohl irrelevant und so wird Relevanz wieder das Thema jeglicher Bemühung und Irrelevanz nichts anderes als die Aufforderung nicht weiter darüber nachzudenken! Nicht weniger und leider auch nicht mehr – Irrelevanz ist der wissenschaftlich-dogmatische Imperativ, der gesellschaftsstabilisierend ist und zugleich mystisch alles Überige im Übrigen lässt.

 

Freiheit – die Überwindung der Zeit.

2019-04-12 § Hinterlasse einen Kommentar

Über die Freiheit zu Schreiben ist so, als würde man zum ersten mal alleine mit dem Motorrad eine Runde um den Block zu drehen – mit Erlaubnis oder ohne spielt dabei keine Rolle – um dann davon zu berichten. Der Freiheitsbegriff hat schon allein durch die eigene Erfahrung eine Dimension erreicht, die sowohl greifbar aber dennoch unmittelbar ist. Vorstellungen und Phantasien fließen in diesen Begriff ein, unbewusste Bedürfnisse werden geweckt aber gleichzeitig auch begründbar gemacht – durch diesen Begriff – durch Freiheit als abstrakter Gegenstand – als Meinung. Und so ist es meine primärste Aufgabe nicht in Platütiden zu zurückzufallen, die mich in die Rolle eines US-Kid-to-Teen versetzt, der mühsam schon seit vielen Schuljahren immer wieder den Freiheitsbegriff und die „Bedeutung für mich“ repliziert – von der ersten Zeichnung im Kindergarten bis zur volldigitalisierten cinematographisch-webpräsenz in der Combined-Junior-Senior High School. Aber was soll man schon für intellektuelle Leistungen von einem Schüler eines Staatenbunds verlangen, der eigentlich ausschließlich auf fünf Säulen aufgebaut wurde: 1. Die Ideologie der Freiheit, 2. Toleranz als höchstes Gut, 3. Die Dialektik zwischen Gewalt und Waffen, 4. dem Pragmatismus als einzig gültige Denkrichtung und 5. religiösen Wahnvorstellungen. Dieser Cocktail erzeugt den sinistren Nachgeschmack im Gaumen und im ästhetischen Empfinden des Europäers, nur allein wenn er gezwungen wird wieder einmal über die USA nach-zu-denken-zu-müssen. Deshalb kommen von mir auch keine inhaltsleeren Sätze wie: „Das zu tun was ich will“ oder „Freiheit ist der Flug des Adlers über den Canyon“. Betrachtet man das Weißkopf-Adler-Emblem der Vereinigten Staaten, so haltet der Vogel ein grünes Kraut in der einen und Pfeile in der anderen Klaue. (Anm.: wäre es nur ein Pfeil, so trägte er ein Symbol für die Jagt, viele Pfeile jedoch sind ein Symbol für den Krieg). Der österreichische Adler trägt Sichel und Hammer und hat gesprengte Ketten – der Deutsche ist eigentlich nur mehr langweilig und abgeschmackt, banal, flau, geistlos, schal und witzlos. Das wahre Adler Symbol ist und bleibt immer noch der doppelköpfige Adler – ein Wächter von Oben der sowohl nach links und zugleich auch nach rechts blickt!

Nun zeigt sich im oberen Absatz schon, wie der Freiheitsbegriff sich durch sein Referenzsystem wandelt und biegt – Freiheit für den Pädagogen ist also nicht gleich Freiheit für die Juristin. „Frei heit'“ des Arbeiters ist nicht gleich die „Freyheit“ des Philologen der sinnloser Weiße aber bemüht seinen Kopf tief in die Erkenntnisse des 18ten Jahrhunderts steckt, obgleich doch alle Philosophie für ihn verfügbar ist und die Beschäftigung mit den Nachrichten aus Radio und Internet mehr Gehör verschafft als das eine oder andere nebensächliche Detail seiner Forschung. Das kollektive Bewusstsein kann nicht vergessen – noch nicht, aber es kann das Vergessen lernen wenn es uns Menschen zu einem besseren Hier-und-Jetzt führt – doch das tut es nicht, da das Vergessen alleine nicht aussreicht um den tugenthaften und auch den tugentlosen Menschen in Glückseeligkeit zurückzulassen der seine Einsamkeit gegen ein Wir tauscht und zugleich dem Anderen die wohlverdiente Seelenruhe der Einsamkeit überlässt. Die Einsamkeit ist jene gewaltige Energie die unermäßlichen Unterdruck erzeugt, der alles Sein implodieren lässt und damit den Einsamen im Moment des Sterbens glücklicher macht als den glücklich Sterbenden im Wir. Das Denken im dem Einen ist frei und zugleich ist sein Reden sinnlos. Im Anderen ist sein Reden frei und sein Denken nebensächlich – gänzlich fremdbestimmt – wer im Moment tatsächlich redlich tut ist im Angesicht der Unendlichkeit wesentlich und zugleich nebensächlich, weil es sich aus der Individualität des originären Wesens ableitet. Erst im Tod also finden wir spirituelle Freiheit – der Tod ist das beweisende Moment der Freiheitsforschung eines Theologen – er erkennt in seinem Moment die Falsifikation bzw. die Verfikation von Gott. So ist es der fleißige Theologe der die vielen Varianten des Sterbens betrachtet um zu erkennen das genau diese letzten Minuten im Hier-und-Jetzt (doch nicht im hic-et-nunc) die losgelöste Freiheit von aller religiösen Indoktrination ist. Darin liegt auch der Gewissenskonflik des Pfaffen/Pristers, wenn er im Zeitfenster zwischen dem alltäglichen und dem wahrhaft Einzigartigem noch ein Bekenntnis zu Wort, Buch und Gott abverlangt. Nebensächlichkeiten – da der Sterbende der größten Prüfung im Daseins eines ‚Jedem‘ gegenüber steht. Aber dennoch glaubt er, dass seine vielen Prüfungen aus seinem Studium im weiterhin „Overhead“ verleiht um darüber zu stehen – er wird im Moment seines eigenen Todes der Sinnlosigkeit seines Seins bewusst und erlebt womöglich ein Gefühl, das Andere als Freiheit zu Lieben gelernt haben. Darin liegt auch die notwendige humanistische Erkenntnis, dass Freiheit durch das Serben erst möglich wird – doch nicht für alle, aber höchstwahrscheinlich für jene Prister, die nicht zu allen gehören. Es sind jene die bis zum letzen Atemzug die Verfälschung der Realität als Profession verstehen – nicht so wie es Gaukler oder Künstler tut – mehr so wie solche die ihr Brot damit länger haltbar machen indem sie das Ablaufdatum ignorieren und nach eigenem gutdünken prologieren. Freiheit also ist für die rechte (spirituelle) Gehirnhälfte gänzlich etwas anders als für die linke (analytische) Hemisphäre des Hirns. Ich will dort ansetzen und Freiheit ontologisch betrachten – Freiheit als Merkmal des Seins.

Wie im Titel schon angedeutet, ist Freiheit ontologisch betrachtet einem Kausaleffekt unterworfen der sowohl seine Bestimmung als auch sein Definition in sich trägt um damit als ein Gleichwertiges aufzutreten. Das ist eigentlich nur Möglich, wenn wir uns von den analytischen Disziplinen jene wählen, die sowohl dem originären Sein als auch dem kollektikiven Sein zutragbar ist – so also, durch seine eigene Gegensätzlichkeit als Wahrheit determiniert. Damit habe ich weitere Probleme aufgezeigt. 1. Definitiv das Problem des Ich als unbestimmtes Mermale eines Wir und 2. Die Einheit einer Seins-Erscheinung bestimmt durch die Wirksamkeit und das Empfinden des vielfältigen Sammelsurium aus den individuellen Empfindungen. Aus beiden lässt sich der Grad der Bestimmtheit erst operationalisierbar machbar – soll heißen, das Sein bewertbar ist und dennoch von einem äußerst wichtigen Gegenstand lossgelöst werden kann – Sein als Tätigkeit in der Zeit. Damit haben wir zwei wichtige Prämissen des Seins aufgearbeitet. 1. Sein ist Freiheit und 2. Sein kann nur unter dem Diktat der Zeit existieren. Warum kann Sein also nur koexistent mit der Zeit sein? Theoretisch denkbar ist Zeit kein notwendiges Faktum um zu Sein – jedoch ist Zeit eine maßgebende Variable für Bewegung und damit haben wir die Grundproblematik der Freiheit gänzlich vereinfacht aber definitiv bedeutsam dargestellt. Bewegung also braucht Zeit und Weg – aber dennoch ist ist Bewegung allein noch kein tragendes Merkmal von Freiheit oder Sein – beide sind in beiden Aggregaten denkbar. So ist also der ruhende Stein genauso frei wie es der bewegte Adler ist und zugleich ist der ruhende Stein seinend wie es der bewegte Adler ebenfalls ist. Worin liegt also die Begründung Freiheit als Bewegung zu beschreiben? Die Begründung liegt in der Entscheidung zum einem oder dem anderen – und Bewegung ist plakativ genug um das Modell „Bewegung“ boolesch zu betrachten. Kurzer Exkurs: „Bewegung gibt es in zwei Erscheinungsformen: 1. Als beweget und 2. als nicht-bewegt“. Damit wird es auch ein einfaches über Freiheit zu sprechen – weil es nunmal in seiner Erscheinungsform klar abgegrenzt ist, solange wir Freiheit als einen bewegten Prozess verstehen wollen, was allein zum Phänomen führt, Freiheit nicht nur als Eigenschaft des Seins sondern auch als Methode des Seins, weil als Prozess verstanden werden kann. Tatsache ist nun aber, dass Freiheit nur durch eine vorhergende Entscheidung entsteht – so die Entscheidung zur Bewegung oder zur Ruhe (beide Zustände sind frei). So können wir Freiheit nur dann erreichen wenn wir einen Faktor der Bewegung eliminieren – wenn wir die Zeit überwinden oder den Weg aus dem euklidischen Raum hebeln. Der Weg jedoch ist für die Physis greifbarer und weniger abstrakt als es die Zeit ist. Dennoch ist eine Überwindung des Weges zu einer Freiheit die nicht auf einer Entscheidung beruht ebenso möglich wie alle anderen Formen in dieser gedanklichen Konstruktion. Wie schon gehabt die also Freiheit kein Zustand (und wenn nur ein bipolarer), weil wir den lebensfrohen Adler (erweitert um durch den aerodynamischen Raumbegriff [der Adler kann sich in mehr Raum bewegen, als es der Mensch tut – und zugleich zwar in faktisch mehr Raum, der definitiv nur in einer Optik auf die Perspektive des Grundes die Veränderung findet – aber faktisch mehr bewegung ermöglicht – In so einem Fall wird Freiheit nur als Erweiterungen der Möglichkeit verstanden.]).

Der Naturzustand oder die Reform des Unbehagens

2019-03-29 § Hinterlasse einen Kommentar

Das nachfolgende Elaborat darf unter keinen Umständen als eine Verzweigung zwischen zwei Optionen verstanden werden – außer man verbindet die Möglichkeiten zu einer gesamtheitlichen Sicht der Problematik und löst sich von der erkenntnisrelevanten Sicht auf das Grundlegende – das Grundsetzenden zum Zweck zweckmäßig zu sein. Damit dürfte wohl dem Pragmatismus nach US-Amerikanischen Vorbild schon in zweierlei Hinsicht ein Riegel vorgeschoben werden. 1. Weil der US-Amerikanische Weltgeist keinen Naturzustand kennt – ihn im besten Fall von seinen europäischen Vorfahren importieren müsste – aber mit was will er den Import begleichen – definitiv nicht mit cinematographischen Erzählungen von Geschichten die nie wahr waren und auch keine Religion besitzen (zumindest keine Europäische Religion) und 2. die gegenwärtige Denkrichtung eines Post-Kapitalisitschen-Pragmatismus noch immer das Pre-Fix Post besitzt und so eigentlich weiterhin in einer Art Experimentierstadium ist und den Zustand der Denkrichtung abermals wieder nur als Kommunikationsform – als Art zu Sprechen darstellt bzw. finalisiert. Damit dürfte der einfache menschliche Geist auch zufrieden sein – es kann ihm nicht die Tiefe des Gedankens sondern nur der Moment des Sprechens begierde sein – wäre es der Gedanke (also das Räsonieren) so wäre es ein Rückschritt in vergangene Zeiten – ist es das Sprechen so ist es Modern und ist das Sprechen in der Moderne über das Danach phantasievoll ausgeschmückt (also postmodern-erklärend) so ist es weiterhin unwahr und wahr zugleich, jedoch präjudizierende Gegenwart  und höchst spekulativ und damit philosophisch-methodisch korrekt aber weiterhin nicht verwertbar – gegen nichts zwischen den Kulturen eintauschbar. Damit müsste der gedankliche Weg dieser Arbeit in einer Dialektik zwischen dem Naturzustand und den Kulturzustand ersichtlich gemacht worden sein, um nur allein den Naturzustand philosophisch (jedoch antropologisch) erklärbar zu machen. Die einfachen Schritte der Überlegungen sind ebenso klar und hinlänglich bekannt: 1. Im Anfang des Menschens war sein Naturzustand. 2. Es entstandt der Gedanke. 3. Es folgte das Räsonieren über den Gedanken. 4. Die Denkarbeit wurde kommuniziert – präsentiert – vermittelt – verschenkt und verkauft – bespielt und bemalt – um- und aufgesetzt. Die vermeidlich philosophsiche Arbeit bestand hauptsächlich darin über Punkt 5 nachzudenken – gänzlich ohne Erfolg, nur allein weil sie immer noch in Punkt 4 lebten und leben.

[Anmerkung: 1. Die Entstehung von Kulur {der Beginn der Antike}, 2. Die Antike selbst, 3. Früh- bis Spätmittelalter und 4. späte Renaissance aber definitiv die Aufklärung bis hic-et-nunc (inklusive Internet) und dürfte sich Punkt 5 in welcher Art-und-Weise auch immer realisieren, so ist die Definition von Hier und Jetzt gänzlich nebensächlich und höchsten nur für Historiker relevant, sowenn es etwas wie Geschichte noch geben wird und nicht nur Geschichten wie gegenwärtig angenommen)].

Nun hat das Postulat des Naturzustandes nicht nur humanistische Gründe, die den Menschen genau jenes Verlangen zum Naturzustand als unbewusstes Bedürfniss verschleiert und zugleich verlangend auftut. Der unerklärbare Wunsch nach dem, was der Mensch will aber nicht weiß, was es ist, was er will weil der Naturzustand jenseits aller Kultur wohnt und damit keine Sprache im Sinne einer kulturellen Erungenschaft kennt. Mit vielen Worten über jenes zu Sprechen für das es keine Worte und Begriffe gibt, lässt den Menschen tollpatischig und naiv erscheinen – obgleich sein Verlangen groß und gewaltig ist und in ihm wächst und wächst, sodass sein Verlangen größer wird als sein Wesen es zulässt – es ist das Verlangen nach dem Naturzustand – es ist das Ende der Unterdrückung des Unsagbaren. Der nicht-humanistische Grund unterliegt einer einfachen dialektischen Überlegung, die, wird sie sich nicht Bewahrheiten, alles dialektische Denken ad absurdum führt. Es wäre das Falsifikat per se und löscht auf einen Augenblick hin alle möglichen Erkenntnisse durch dialektische Denkart (1: Sokrates, 2: Decartes, 3: Hegel und 4: Adorno [um nur einige Beispiele zu nennen] und damit das 1: Denken über Tugend und Moral, 2: die Mathematik und Logik, 3: die Dialektik an sich sowie deren Vermittlung und 4: die Kultur vermittelt über die Ästhetik zur Folge hat. Natur – Kultur – Natur‘ (die Natur steht als These zur Verfügung, ich will treist sein und Naturphilosophen sowie Vorsokratiker hier ins Feld führen, die Kultur als Antithese und schließlich das Postulat des neuen erklärten Naturzustandes der die logische Synsthese aus all dem Mühsahl und der vielen Denkarbeit ergeben sollte und muss).

Als Mensch bin ich zugleich auch Advokat der Menschen da ich für mein eigenes Wohl und Recht spreche um als Diener des Geistes, ihm Teleologie und Ziellosigkeit aufzuzeigen. Als Diener transkripiere ich – weiter bis wir Punkt 5 erreichen – und vielleicht oder womöglich darüber hinaus jedoch als Anwalt verlange ich und mag mein Verlangen auch platitüt und abgedroschen klingen – ich will es im Namen einiger Weniger tun, aber immer aus meiner subjektiven Perspektive heraus. Nun haben wir also seit mehr als 30 Olympiaden die geisten und intellektuellen Möglichkeiten – die philosophische Judikative, und das niedergeschriebene Substitativ wider alle dualistischen Ansätze und damit pro für einen Materialismus der wohl dem Naturzustand des Menschen in seiner Körperlichkeit näher kommt, als alles Andere bisher. Nitzsche hat in seiner Rolle als Philologe die passenden Worte gefunden. Aber dennoch bestehen weiterhin christiliche Strukturen in unserem europäischen Kulturkreis – wo doch alles christiliche, und insbesondere alles monotheistische wider die europäische Kultur ist und noch mehr: wider den Naturzustand des Europäers (und der weiblichen Form, hinzugefügt als Bemerkung, dass in diesem Text alles für beiderlei Geschlecht und mögliche weitere Geschlechtertypen Gültigkeit besitzt). Das Christliche war über Olympiaden hinweg der klägliche aber erfolgreiche Versuch sozialistische Ideen einzuführen und sie durch Gott legitimiert zu wissen. Doch mit dem Sozialismus selbst ist dieser eine Gott allein nicht nur unnötig geworden sondern er hinterlässt weiterhin einen fahlen Beigeschmack in der Opiumpfeife des Europäers der, glauben wir an eine eurozentristische Religion die definitiv polytheistisch ist – ein einziger Gott ist für den Europäer zu wenig spirituell und zu viel als Antwort für alle Fragen ist. Ich bin kein Theologe, aber ich weiß, das eine mesopothamische Ziegenhirtenreligion eigentlich nicht in den Kulturkreis des ehrlichen Europäers passt – nur allein wegen der Vegetation um ihn und ihr herum. Das nun ein ganzer Kontinent sich für das Leben eines einzigen Sohnes Gottes der durch die unbefleckte Empfängnis geboren wurde, faszniert, kann eigentlich keine wirklichen spirtuellen Gründe haben sondern nur den freien Sonntag – ein sozialistisches Hauptanliegen – als Grund für das Niederknien eines jeden Arbeiters und Arbeiterin vor dem Mann mit dem spitzen Hut darstellen. Ich bin kein Theologe, aber eine europäische Religion könnte am ehesten durch die Sauna erklärt werden (im Norden ist die christiliche Indoktrination und Einflussnahme nicht so groß wie hier bei uns im Süden von Europa).  Man sitzt sowohl über als auch unter dem Aufgießer und der Aufgießer tut sowohl die höchste (die Tätigkeit eines Pristers) als die niedrigste (die Tätigkeit eines Sklaven) Arbeit zugleich. Daraus – wo der Eine nicht über und der Andere nicht unter und zugleich doch über ihm steht entspringt das spirituelle Gefühl jener Erkenntnis, das der Mensch sowohl Prister als auch Sklave zugleich ist und damit erst Mensch wird – so wie zwischen Gott und Tier und jedem anderen Mittelweg der sich aus dem gleichzeitigen Erleben der Extreme ergibt. Die Szenarien lassen sich oft nicht durch einen einizigen Gott erklären – also hört auf damit – bitte! Bitte beendet die Predigten einer orientalischen Religion hier bei uns, nur weil Issa aus Syrien der Sohn Gottes war – mein Gott, das waren viel – z. B. Archil oder Herkules – nur hatten diese ein spannenderes Leben als der gekreuzigte Sohn Gottes aus dem Zwischenstromland jenseits des Bosporus.